Blason
Die Wappen des polnischen Adels
Aus der Provinz Preußen seit 1466 in Polen
eingeführte Wappen (A-L)
In der Provinz Preussen saßen vorzugsweise
deutsche, dann aber auch polnische Geschlechter, welche letzteren teils die
alten polnischen Stammwappen, teils diesen nicht zuzuzählende Wappen führten,
ferner der Uradel Pommerellens, zu dem ebenfalls Deutsche und Polen
hinzugetreten waren, mit besonderen Wappen.
Diese Wappen waren teils aus dem Auslande
mitgebracht, teils neu verliehene oder selbst gewählte, sie hatten, mit wenigen
Ausnahmen, keinen besonderen Wappennamen, zur Bezeichnung dienen deshalb die
Namen der sie führenden Geschlechter, die aber, soweit sie nicht Polen waren,
vielfach zu polnischen Wappen sich adoptieren ließen, ihre Namen polonisierten
und auch in Zweigen polnische Namen annahmen.
Teilweise führten diese Geschlechter den
deutschen Namen als Beinamen noch fort. Neben diesen durch die Polonisierung
deutscher Geschlechter entstandenen Doppelnamen erscheinen aber auch solche,
ebenfalls halb deutsch, halb polnisch, die aber weiter nichts ausdrücken als den
deutschen und polnischen Namen des Familiengutes, dessen ursprünglich polnischer
Besitzer sich nach demselben deutsch genannt hatte. Es seien nachfolgend die
Pommerellischen Wappen von den übrigen preussischen
Wappen unterschieden.
Abstagen. In Schwarz ein aus roter
Zinnenmauer aufwachsender, goldner, doppelgeschwänzter Löwe; Helmschmuck:
schwarzer, rot gestülpter, mit sechs Hahnenfedern besteckter Hut. Wappen vom
Kaiser 1453 erteilt. In Polen nobilitiert im Jahre 1527.
Alexwangen. Schild silbern-rot geteilt,
oben zwei rote Rosen, unten eine silberne Rose, alle drei durch einen stachligen
Zweig verbunden. Nobilitiert in Polen 1524.
Alkiewicz. Schild silbern-blau geteilt,
oben ein schreitender Elenhirsch, unten zwischen zwei silbernen Schrägeflüssen
drei Kugeln.
Auerswald. In Schwarz zwei silberne,
schreitende Löwen über einander; Helmschmuck: ein schwarzer, vorwärts gekehrter
Büffelkopf. Sie stammen aus Sachsen.
Austen. Schild rot-golden gespalten,
vorne ein auf grünem Boden sitzendes, silbernes Eichhörnchen, links zwei
schrägerechte, schwarze Balken; Helmschmuck: ein Eichhörnchen zwischen zwei
Büffelhörnern, das rechte gold-schwarz, das linke silbern - rot geteilt, Es
wurde den aus Deutschland stammenden Austen von der Lemnitz: 1577 von Kaiser
Rudolf erteilt.
Bartsch. In goldnem Felde ein rotes,
sitzendes, links gewendetes Eichhörnchen; Helmschmuck: gleiches Eichhörnchen.
Bauman. Nannten sich Bouman Zaleski,
nahmen das Wappen Godziemba an.
Baumgart(en). In Rot ein silberner,
senkrechter Schlüssel mit einem Haken statt des Bartes; Helmschmuck: Schlüssel
zwischen zwei Hörnern.
Baysen. In silbernem Felde ein rotes, an
einer Nuss nagendes Eichhorn; Helmschmuck: ein gleiches Eichhorn. Sie nannten
sich später Bazenski, hatten um 1450 in Spanien eine Wappenvermehrung erhalten:
ein bis zu den Knien aufwachsender Mohr, links gewendet, das Eichhorn auf dem
Arme haltend; Helmschmuck: ein aufwachsender Mohr, den Stiel einer links
gestellten weißen Fahne haltend, auf der das Eichhorn. Zweig: Pempowski.
Becke, von der. In Blau ein roter,
schrägerechter Balken, belegt mit drei silbernen, runden Scheiben, die mittlere
mit einem schwarzen Löwen, die andere je mit einer goldnen Krone belegt.
Bem (Behm). In silbern-rot gespaltenem
Schilde rechts ein grüner, nach innen gekehrter Greif, links ein auf den
Hinterfüssen stehen er, silberner Schafbock; Helmschmuck: Greif und Schafbock
einander zugekehrt. Poln. Adel 1526 und 1569. Dieses Wappen führen die: Bem und
Maczewski.
Bialoskorski. In Blau ein silbernes,
nach unten offenes Hufeisen, oben mit einem goldnen Kreuze besetzt, innerhalb
des Hufeisens ein Adlerfuß; Helmschmuck: drei Straussenfedern, blau, grün und
rot. Vordem führten sie das Wappen Dabrowa.
Birken. In Schwarz ein roter Sparren,
unten von einem goldnen Stern begleitet.
Blankenstein. In Blau zwei rote
Querbalken, auf beiden ein senkrecht nach oben gerichteter Pfeil ruhend. Es wird
aber auch wohl nur ein Balken und der Pfeil gestürzt geführt; Helmschmuck: zwei
blaue und eine silberne Straußenfeder.
Blumstein. In silbernem Felde eine grüne
nach links ausgebogene Maiblumenstaude mit zwei Blättern und fünf über einander
stehenden Maiblumen; Helmschmuck: das Wappenbild. Nannten sich Quadkowski alias
Kwiatkowski.
Bodek. Schild quadriert, im 1. und 4.
Felde in Blau ein goldnes. Balkenkreuz, im 2. und 3. goldnen Felde ein roter,
schreitender Löwe; Helmschmuck: ein gleicher Löwe zwischen schwarzem Adlerfluge.
Borkowski. In rot-blau gespaltenem
Schilde ein nach oben geöffneter Halbmond, auf welchem ein Doppelkreuz steht,
beide von gewechselten Farben.
Brandys. In rotem Felde eine goldne
Adelskrone, aus welcher ein mit einem nach unten gekehrten Schwerte bewaffneter,
gepanzerter Arm hervorwächst; Helmschmuck: ein gleicher bewaffneter Arm.
Brant. In Blau eine schrägerechts
liegende brennende Fackel (pochodnia); Helmschmuck: drei Straussenfedern. Ein
Zweig, der sich Klecewski nannte, führte aber in Blau auf grünem Boden einen
dreiastigen, an jedem Aste brennenden Baumstamm. Das Wappen wird auch wohl
Pochodnia genannt.
Brauneck. Schild quadriert, im 1. roten
Felde drei silberne Rosen, zu 2 und 1 gestellt, im 2. und 3. Felde in Gold zwei
schräglinke schwarze Balken, im 4. blauen Felde ein nach oben geöffneter goldner
Halbmond, über demselben zwei Sterne; Helmschmuck: ein gepanzerter Schwertarm.
Nannten sich auch Niepoczolowski.
Braunschweig. In Silber ein roter
Querbalken, oben von zwei, unten von einer Rose begleitet, je sechsblättrig und
rot; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz.
Bruecken (von der Brucke). In Blau zwei
goldne Sparren, begleitet von sechs goldnen Lilien, zu 2, 3 und 1 gestellt;
Helmschmuck: drei grüne, blühende Lilien.
Buchwald. In silbern-rot quer geteiltem
Schilde ein gekrönter Bären; oder Eberkopf. Ein Zweig nannte sich Straszynski,
nahm als Wappen an: ein Löwe; Helmschmuck: der Löwe wachsend. '
Budricki. Schild geviertet, im ersten
Felde in Blau ein silberner Pfeil, im zweiten in Gold ein Kranich, im dritten in
Blau ein rotes Kreuz, im vierten in Rot ein silbernes Hufeisen. Burchard. In
Blau ein silberner Balken, belegt mit einem schwarzen Lindwurm; Helmschmuck:
eine schwarze Bärentatze zwischen zwei Hörnern.
Burchard. In Blau ein silberner Balken,
belegt mit einem schwarzen Lindwurm. Helmschmuck: Eine schwarze Bärentatze
zwischen zwei Hörnern.
Burtscheid. In silbernem Felde drei
rote Herzen oder Seeblätter. Sie nannten sich Borzuta, nahmen das Wappen Pomian
an.
Chomato. In rotem Felde ein schrägelinks
gelegtes, silbernes Joch (Chomato), in welches man die Ochsen vor den Pflug zu
spannen pflegte; Helmschmuck: vier Straussenfedern. Über den Ursprung dieses
Wappens wird gesagt: Dobroslaw, aus Cygenberg, übergab seinem Könige, unter dem
das Pferd gefallen war, sein eignes Pferd, bestieg aber selbst einen im Joch
gehenden Ochsen und wusste mit demselben den auf den König eindringenden Feinden
ein solches Hindernis in den Weg zu legen, dass der König der Gefahr entgehen
konnte. Der König gab dafür dem Drogoslaw das Joch in das Wappen, das Chomato
genannt wurde. Über Ort und Zeit der Tat steht nichts fest, doch muss es wohl im
13. Jahrhundert gewesen sein. Das Wappen führen die: Bochlinski, Buchwaldzki,
Ciecholewski, Cygenberg, Czadlinski, Knibawski, Krzybawski, Orlowski,
Schaffter, Suchostrzycki, Wulkowski, Zaleski.
Cichowski. In Rot ein silbernes Agnus
Dei mit Fahne.
Cietrzew. In rotem Felde ein auf grünern
Boden stehender, rechts gekehrter Birkhahn; Helmschmuck: ursprünglich ein
Birkhahn, statt dessen später auch ein goldner, nach oben offener Halbmond,
überhöht von zwei über einander stehenden goldnen Sternen. Es ist wohl durch die
Berkhan aus Pommern eingeführt. Dasselbe führen die: Berkau, Berkhan,
Ketrzynski, Sikorski
Clementen. In Rot ein silberner
wellenförmiger Querbalken (oder Fluss?), oben von zwei silbernen Rosen, unten
von einer Rose begleitet; Helmschmuck: zwischen zwei Fahnen, auf jeder ein
Kavalierkreuz, eine silberne Rose an grünem Stiele mit vier Blättern. Sie
nannten sich später Plemiecki.
Cyremberg. In silbernem Felde ein roter,
einen grünen Hügel anspringender Hirsch; Helmschmuck: ein rotes Hirschgeweih,
Czaplicki. Schild silbern-blau
gespalten, vorn drei rote Kreuze über einander, links kein Bild; Helmschmuck:
ein wachsender silberner Hirsch.
Czarnolenski. In silbernem Felde eine
quergelegte, schwarze Löwentatze, oben von zwei Sternen, unten von einem Stern
begleitet.
Deben. Schild gespalten und fünfmal von
Silber und Blau mit verwechselten Farben quergeteilt; Helmschmuck: zwei
Büffelhörner, gewechselt silbern-blau geteilt. Sie nannten sich auch Samplawski.
Demuth. In silbernem Felde ein roter
Lattenzaun, auf dem ein Rabe steht; Helmschmuck: der Rabe zwischen zwei
Büffelhörnern.
Deppen. In Blau ein schrägerechts
liegender Baumstamm, oben mit drei, unten mit zwei grünen Blättern; Helmschmuck:
ein Hirschkopf, zwischen dem Geweih die Schildfigur.
Dieben. In goldnem Felde ein Baumstamm
mit drei Ästen; Helmschmuck: ein Busch silberner, nach rechts gekrümmter
Hahnenfedern. Oder auch: der Schild durch einen silbernen, schrägerechten,
abgekürzten Zinnenbalken von Gold und Schwarz geteilt; Helmschmuck: ein
Pfauenschwanz. Auch Diban, Dieban, Dieband, Diebes, Diewen, Dywan und Diebowski
geschrieben.
Diehle. In Blau ein silberner, aus einer
Krone aufwachsender Hirsch mit goldnem Halsbande; Helmschmuck: der Hirsch
wachsend. Oder auch: in Silber drei abgehauene, geästete Baumstämme (anstatt
dieser auch wohl drei Schwerter); Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit
zwei gekreuzten Baumstämmen. Auch Diehlon und Dhele geschrieben.
Dietz. Mehrfach geändert: in rot-blau
geteiltem Schilde ein Messer, dann eine Sense, dann in rot-silber geteiltem
Schilde ein doppelköpfiger Adler, mit gewechselten Farben. Ein Zweig nahm das
Wappen Topor an, nannte sich Decius.
Dobenek. In blauem Felde ein roter
Kardinalshut mit herunterhängenden Schnüren und Quasten; Helmschmuck: ein
gleicher Hut mit kurzem, schwarzen Reiberbusch.
Donau (Dohna). In Blau zwei silberne,
siebenendige Hirschhörner, die sich mit den Kronenenden unten kreuzen;
Helmschmuck: eine wachsende, gekrönte Jungfrau mit offenem Haar, in langem,
blauen Gewande, zwischen zwei silbernen Hirschhörnern, die sie mit den Händen
hält.
Drangwitz (Trankwicz.) In rotem Felde
zwei dreieckige, silberne, neben einander stehende Steigbügel, die an einem
schwarzen, durch einen silbernen Ring gezogenen Riemen hängen; Helmschmuck: ein
Pfauenschwanz. Das Wappen führen auch die Wambkowski.
Drozdowski. In silbernem Felde drei rote
rechte Schrägebalken; Helmschmuck: ein wachsender, linksgekehrter Hirsch
zwischen zwei Büffelhörnern.
Dzierzinski. In Gold ein blaues, nach
unten offenes Hufeisen, das ein blaues Kavalierkreuz einschließt; Helmschmuck:
zwei goldne, je mit zwei roten Querbalken belegte Büffelhörner.
Edling. In Blau die linke Hälfte einer
Lilie, an die sich rechts eine halbe Sonne lehnt; Helmschmuck: das Wappenbild,
nur die Lilie unten, die Sonne oben.
Eichholtz. In Rot zwei silberne, oben
übereinander gelegte Sensenklingen; Helmschmuck; drei Straussenfedern. Ein Zweig
nannte sich Jablonowski, nahm das Wappen Ksiezyc an.
Eilemberg. Später Eulenburg. In
golden-blau geteiltem Schilde unten drei goldne, zu 2 und 1 gestellte Sterne,
oben ein schwarzer, rot bewehrter und rot gekrönter, bis an das Schulterblatt in
das untere Feld versinkender Löwe, das Schweifende noch sichtbar lassend;
Helmschmuck: ein gleicher Löwe, aber halbwachsend, mit Flügeln, der rechte
Flügel golden, der linke blau.
Elsnic (Olschnicz, Oelsnitz). In Blau
ein roter rechter Schrägebalken, belegt mit drei silbernen Kugeln; Helmschmuck:
ein schwarzer Adlerflug, jeder Flügel belegt mit dem Wappenbilde.
Engelke. In gold-blau geteiltem Schilde
unten 3 zu 1 und 2 in einander geschlungene, goldene Ringe, oben ein auf der
Teilungslinie rechts gekehrt stehender Habicht mit goldnem Ringe im Schnabel;
Helmschmuck: ein gleicher Habicht zwischen zwei Elefantenrüsseln die, golden und
schwarz, in der Mitte wechselnd tingiert sind.
Epinger. In rot-silbern gespaltenem
Schilde zwei senkrecht stehende Hellebarden, die Eisen nach oben und auswärts
gekehrt, zwischen diesen und dieselben berührend ein kleiner Schild, in welchem
ein Kavalierkreuz, die Bilder alle von gewechselter Farbe; Helmschmuck: das
Wappenbild. Nannten sich auch Boreszowski.
Esken (Estken). Schild blau-rot geteilt,
oben ein goldner sechseckiger Stern, unten ein silberner Querbalken;
Helmschmuck: der Stern zwischen zwei blau-rot wechselnd geteilten
Elefantenrüsseln. Ein Zweig kam nach Litauen, nahm das Wappen Drya an, nannte
sich Estka.
Eysak (Eysachs). In silbernem Felde eine
bis zu den Knien aufwachsende, schwarz gekleidete Jungfrau, deren Kleid vom
Gürtel abwärts goldene Streifen hat, die zwei Hörner zum Blasen an den Mund
setzt; Helmschmuck: das Wappenbild.
Falken. In blauem Felde ein fliegender,
silberner Falke, der eine wilde Taube in den Fängen hält; Helmschmuck: ein
Pfauenschwanz. Dieses Wappen, das auch Golabek und Haubicki genannt wird, führen
die: Falken, Haubicki, Pet, Plachecki.
Falkenhan (Falkenheyn). In rot-silbern
gespaltenem Schilde ein grüner Kranz mit Rosen über einem nach oben geöffneten
goldnen Halbmonde, der Kranz rechts und links von je vier goldnen Sternen, zu 2
und 2 gestellt, begleitet; Helmschmuck: das Wappenbild ohne die Sterne.
Felde (Felden). In silbernem Felde drei
aus dem Boden wachsende Kornähren. Ein Zweig nannte sich Kossowski; ein zweiter
Zweig Wypczynski nahm das Wappen Dolega an. Felde. In Blau zwei goldne rechts
und links geöffnete Halbmonde; Helmschmuck: zwei gleiche Monde.
Felden. In Rot ein goldner,
schrägerechts liegender Baumstamm, oben mit drei, unten mit zwei Blättern;
Helmschmuck: zwei solche Baumstämme, unten zusammenstehend, oben
auseinandergehend. Ein Zweig nannte sich Zakrzewski, führte dann im Schilde, wie
auch als Helmschmuck, drei schrägerechts liegende Baumstämme.
Feldstedt (Veldstedt). In Rot ein
silberner Querbalken, belegt mit drei roten Löwenköpfen; Helmschmuck: drei
Straussenfedern.
Ferber. Polnischer Adel seit 1515. In
goldnem Felde drei schwarze Eberköpfe mit silbernen Hauzähnen, zu 2 und 1
gestellt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit einem Eberkopf.
Flanss (Pflantz). In silbernem Felde ein
schwarzer, rotbewehrter Adler mit Kopf und Hals eines Wolfes; Helmschmuck: ein
offener, von Schwarz und Silber viermal quergestreifter, mit zwei roten
Schwertern belegter Flug.
Foller. Schild geteilt, oben zwei schräg
gestellte Keile, dazwischen eine Weintraube, unten zwei gekreuzte Keile.
Forhauer (Vorhauer). Schild blau-silbern
gespalten, rechts ein silbernes Hirschhorn, links drei rote Rosen übereinander;
Helmschmuck: ein wachsendes Frauenbild mit blauem Kleide, silbernem Mieder, in
der rechten Hand das Hirschhorn, in der linken einen Stengel mit drei Rosen
Übereinander haltend.
Fracki (Frank von der Franze, Francki,
Franski, Frentzki). Schild geteilt, oben in Silber ein stehender Rabe mit
einem Ringe im Schnabel, unten in drei Reihen rot-silbern geschacht;
Helmschmuck: ein gleicher Rabe. Ein Zweig nahm das Wappen Nieczuja an.
Freyhold. In Silber ein roter, linker
Schrägebalken, belegt mit drei goldnen Sternen; Helmschmuck: drei
Straussenfedern. Ein Zweig nannte sich Ustarbowski.
Froben. In Blau zwei aus silbernen
Wolken kommende, rot gekleidete Arme, deren Hände einen senkrechten, goldnen
Stab halten, an dem zwei grüne Schlangen sich emporwinden, auf der Spitze des
Stabes sitzt eine Taube; Helmschmuck: ein gleicher Stab mit der Taube.
Froebner. In goldnem Felde ein links
gekehrter, schwarzer Widderkopf mit Hals und roten Hörnern; Helmschmuck: drei
Straussenfedern.
Frydewald (Fredewald). Schild geteilt,
oben zwei bekleidete Arme, ein Schwert haltend, unten ein dreiblättriger Zweig.
Gabelentz (Gabelenc, Gableniec, Gablenz).
In silbernem Felde eine rote, gestürzte Spitze, in weicher eine silberne
Streugabel mit drei nach oben gerichteten Zinken, ohne Schaft; Helmschmuck: ein
Adlerflug, der rechte Flügel rot, der linke silbern.
Gasiorowski (Helden-Gasiorowski,
Gosierowski, Goczorowski). Schild silbern-rot geteilt, oben ein schwarzer,
laufender Hund, unten ein silbernes Hufeisen.
Gaudecker (Gaudecker genannt Siegler,
Wargel, Wangen). In Rot drei silberne, in der Mitte zusammenstehende
Ochsenhörner; Helmschmuck. ein wachsender schwarzer Stier mit silbernen Hörnern.
Getz (Gec, Goetz, Goetzen). Schild
geteilt, oben in Silber ein aufwachsender schwarzer Adler mit ausgebreiteten
Flügeln, das untere Feld rot-silbern-blau gespalten; Helmschmuck: ein offener
Adlerflug mit rotem und blauem Balken belegt.
Gissa (Wappen). Schild gold-blau (oder
auch silbern-blau) geteilt' oben ein roter Löwe, zuweilen mit einem
Schlüsselringe in den Pranken, unten zwei silberne Flüsse; Helmschmuck:
aufwachsend ein gleicher Löwe, mit oder ohne Ring. Dieses Wappen führen die:
Gissa (Giza), Koboska, Nowowiejski, Taubneker, Tumberg.
Glasau (Glasen). In silbernem Felde ein
blauer, rechter Schrägebalken mit drei goldnen Sternen belegt. Ein Zweig nannte
sich Glazejewski. Ein gleiches Wappen führen die Uzdau.
Goclawski. Schild silbern-rot geteilt,
oben ein wachsender, schwarzer Adler, unten drei silberne Rosen, zu 2 und 1
gestellt; Helmschmuck: der Adler wachsend.
Golocki (Wappen). In Rot zwei gekreuzte,
gestürzte Schwerter; Helmschmuck: eine Kolpakmütze, an jeder Seite mit einer
Hahnenfeder. Dasselbe führen die: Golocki, Osztorp, Tieffenau.
Goszynski. In Blau drei Lanzen, die aus
einem Schaft hervorgehen, mit den Spitzen nach oben; Helmschmuck: gepanzerter
Arm mit geballter Faust, aber ohne Waffe.
Greben (Groeben). Schild silbern-rot
gespalten, rechts ein roter, abgerissener, ganzer Adlerfuss, links ein silberner
Jagdspieß; auf dem Helme statt der Krone ein Kardinalshut mit halb roten, halb
weißen Quasten, darüber vier Straussenfedern.
Gretz (Gretcz, Grecz). Schild geteilt,
oben auf der Teilungslinie zwei Adlerköpfe mit Hals, das untere Feld gespalten,
rechts ein rechter Schrägebalken, auf welchem drei Knöpfe mit Knopflöchern,
links in Blau zwei silberne Querbalken; Helmschmuck: zwei Elephantenrüssel.
Grzebinski. In blauem Felde ein nach
oben geöffneter, goldner Halbmond, darüber ein silbernes, nach unten geöffnetes
Hufeisen, zwischen beiden drei goldne Sterne nebeneinander; Helmschmuck: drei
Straussenfedern.
Gulcz (von der Goltz). In Blau ein
goldner Sparren, begleitet von drei goldnen Lilien; Helmschmuck: eine
weißgekleidete Jungfrau, die Arme vom Ellenbogen ab verstümmelt, mit
aufgekämmtem Haare, auf dem Haupte drei Spindeln; Schildhalter (die sonst bei
polnischen Wappen gar nicht vorkommen): auf jeder Seite ein Ritter mit offener,
eine Lanze haltend. Dieses Wappen wurde in Frankreich dem Geschlechte verliehen,
dessen Stammwappen das Wappen Prawdzic ist.
Guldensztern (Guldenstern, Gyldenstiern).
In Blau ein siebenstrahliger goldner Stern; Helmschmuck: zwei gepanzerte Arme,
welche einen Ährenkranz halten, der mit sieben Pfauenspiegeln besteckt ist.
Gutakowski. In Rot ein silbernes, nach
unten offenes Hufeisen, oben mit drei Straussenfedern besetzt; rechts, links und
in der Mitte von je einem goldnen Stern begleitet; Helmschmuck: drei
Straussenfedern.
Hacke. In silbernem Felde ein mit den
Wurzeln ausgerissener Baumstamm, an dem auf jeder Seite ein gebogener Stengel
mit Lindenblatt; Helmschmuck: fünf silberne Lilien auf grün beblatteten
Stengeln. Ein Zweig nannte sich Watlewski, nahm das Wappen Lubicz an.
Hanman. In Silber ein schräglinks
gelegtes, schwarzes Hakenkreuz.
Hatten (Hatynski). In Blau ein goldnes,
mit dem Mundstück nach rechts gelegtes Jagdhorn, überhöht von drei goldnen
Sternen nebeneinander; Helmschmuck: zwischen zwei Elephantenrüsseln das
Wappenbild.
Haugwitz (Haugwicz). In Rot ein weißer
Widderkopf; Heimschmuck: drei Straussenfedern. Ein Zweig
nannte sich Pawlowski, nahm das Wappen Polkozic an.
Heidenstein (H. Solecki, H. Sulerzycki).
Schild silbern-schwarz gespalten, rechts ein Adlerflügel, die Federn nach außen,
links drei nebeneinander stehende silberne Pyramiden; Helmschmuck: drei
Straussenfedern.
Helden. In Rot ein von einem Schwerte
durchstochener silberner Schild. Den Beinamen Helden (ob als Zweige dieses
Hauses?) führen die Domachowski, dann die Gasiorowski mit oben angegebenem
Wappen, die Komarczewski und Przysiorowski, die das Wappen Slepowron, die
Sarnowski, die das Wappen Korzbog, und die Gowarczewski, die das Wappen Prawdzic
führen.
Heselicht (Ezelik, Leselicht, Leski). In
blauem (?) Felde unter einer vierreihigen schwebenden Mauer zwei sitzende, mit
dem Rücken einander zugekehrte weiße Windhunde mit goldnen Halsbändern, zwischen
ihnen ein aufgerichtetes blankes Schwert; Heimschmuck: ein nach links
springender gleicher Windhund. Dieses Wappen wird auch Gonczy genannt.
Heselicht. Schild durch Zinnen
rot-silbern quergeteilt, darüber ein schwarzer, schrägerechter Balken gezogen;
Helmschmuck: ein schwarzer Adlerflügel.
Heydek. Schild rot-silbern-blau
quergeteilt; Helmschmuck: Kopf und Hals eines Straußes, wie der Schild tingiert,
im Schnabel ein silbernes Hufeisen haltend.
Hosius (Hosius-Bezdan). Schild
rot-silbern gespalten, rechts sechs Semmeln, zu 1, 2, 2, 1 gestellt, links ein
nacktes Bein, vom Schenkel ab; Helmschmuck: drei Straussenfedern.
Hundertmark. In silbernem Felde eine
schwarze Fledermaus; Helmschmuck: zwei übers Kreuz gelegte spitze Hörner oder
Zähne, schwarz-silbern gespalten.
Huttfeld (Huettfeld, Hitfeldt). In
silbernem Felde ein roter Sparren, begleitet von drei schwarzen Adlerköpfen mit
Hals; Heimschmuck: zwischen zwei blau-gold und gold-blau geteilten
Elefantenrüsseln ein schwarzer Adlerkopf.
Jaski (Koehn von Jaski, Kohn-Jaschki).
Schild geteilt, unten silbern-blau sechsmal wellenförmig quergeteilt, oben in
Blau ein goldner Löwe mit goldnem Dreschflegel; Helmschmuck: der Löwe wachsend.
Jungschultz. In silbernem Felde auf
grünem Boden ein springender, naturfarbener Hirsch, der einen aufwärts gekehrten
Spieß im Maule trägt; Helmschmuck: ein gleicher wachsender Hirsch vor einem
geschlossenen, schwarzen Fluge.
Kaganiec, Wappen. In Blau ein schwarzes,
mit Feuer gefülltes, aus Stäben geformtes Feuerbecken (Kaganiec); Helmschmuck:
ein gleiches Feuerbecken zwischen einem blauen und roten Flügel. Das Wappen
führen die Borck und die Prek.
Kanicz (Kanitz). In silbernem Felde ein
rotes Andreaskreuz, zwischen den Balken desselben je eine rote Rose.
Karwacki. In Blau ein nach oben
senkrecht gerichteter, im Gefieder gespaltener, silberner Pfeil über einem
goldnen Stern; Helmschmuck. drei Straussenfedern, belegt mit drei horizontal von
rechts nach links gerichteten Pfeilen.
Kizinek (Kensing, Kesing). Schild golden
und rot gerautet; Helmschmuck: sechs Straussenfedern.
Kleinfeld. Schild silbern-schwarz
gespalten, rechts drei schwarze, links drei silberne Querbalken; Helmschmuck:
ein Hirschgeweih. Ein Zweig nannte sich Schoenfeld, führt die Farben des Wappens
schwarzgolden, beide Häuser nannten sich dann Krupocki. Ein gleiches Wappen
führen auch die: Schulz-Straznicki.
Knobelsdorf. In Rot ein Querbalken, der
siebenmal blau-silbern schrägelinks geteilt ist; Helmschmuck: ein geschlossener
Adlerflug mit gleichem Balken belegt.
Knoff. Schild gold-silbern gespalten,
rechts ein an die Teilungslinie gelehnter halber schwarzer Adler, links ein
schwarzer, senkrechter, auf jeder Seite mit drei gestümmelten Ästen versehener
Baumstamm; Helmschmuck: an zwei fächerartig gestellten Stielen rechts eine
goldne, links eine schwarze Fahne.
Knut. Der Schild schächerkreuzförmig in
drei Teile geteilt, in jedem Felde eine Lilie; Helmschmuck: drei fächerartig
gestellte, ihre Stiele umwickelnde Fahnen. Farben ?. Dieses Wappen führen auch
die Krolikiewicz.
Kobersee (Kobersyn). Schild rot-silbern
quadriert, darin eine Rose von gewechselten Farben; Helmschmuck: die Rose
inmitten eines gleichquadrierten, offenen Fluges. Ein Zweig nannte sich
Kobierzycki, nahm das Wappen Pomian an.
Kojen (Koye). In silbernem Felde ein
goldner rechter Schrägebalken, belegt mit einem schwarzen Baumstamm, der oben
drei, unten zwei gestümmelte Äste hat, begleitet oben und unten von je einem
schwarzen Jagdhorn mit goldnem Beschlage, jedes dem Balken zugebogen, das obere
mit dem Mundstück nach oben, das untere mit demselben nach unten gekehrt;
Helmschmuck: ein gleicher Baumstamm senkrecht gestellt, links neben demselben
eine silberne Fahne, auf der der schwarze Baumstamm. Es wurde dieses Wappen von
den Toydenkuss, die ausgestorben waren, ererbt.
Kolbe (Kolb, Colbe, Kolba). In Silber
ein roter Querbalken, begleitet oben von zwei roten Kugeln, unten von einer
roten Kugel; Helmschmuck: ein wechselnd rot-silbern bekleideter Page, der eine
silberne, rot aufgeschlagene Kolpakmütze trägt, die linke Hand in die Seite
stützt, in der rechten eine silberne Kolbe (Keule) hält.
Kolbitz. In silbernem Felde 3 grüne
gestürzte Lindenblätter, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: die Lindenblätter auf
silbernem Pfauenschwanz.
Kolmer (Cölmer). In Blau drei zu 2 und 1
gestellte goldne Sterne; Helmschmuck: auf einem Pfauenschwanz ein goldner Stern.
Komorowski. In rotem Felde ein silbernes
Hufeisen, auf dem ein Vogel sitzt mit einer Schlange im Schnabel; Helmschmuck:
ein geharnischter, mit einem Säbel bewaffneter Arm. Kopycki. Ein senkrecht
stehendes Liktorenbündel, aus welchem anstatt der Beile zwei auswärts stehende
Lanzenspitzen oben hervorragen. Farben ? Helmschmuck: drei Straussenfedern.
Kos. Wappen. In silbernem Felde drei
rote rechte Schrägebalken; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dasselbe führen
die:
Kalksztein, Kobylinski, Kos, Kosak, Mas, Oslawski, Oslowski, Plastwig, Raba,
Rossen, Rzeczkowski, Stolinski. Es führen jedoch die Kalksztein, Oslowski und
Stolinski: keine Schräge, sondern Querbalken, ebenso auch die Raba, die aber als
Helmschmuck einen Raben mit dem Ringe haben.
Kospoth. In Blau drei silberne,
fünfstrahlige Sterne, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: statt der Krone eine
spitze, blaue Mütze mit silbernem Aufschlag, mit zwei Adlerflügeln besetzt. In
Zweigen nannten sie sich Lipinski und Pawlowski.
Kozlowski (K. von Wildenau, K. Gwiazda).
Der Schild ist durch drei Zinnen schrägerechts geteilt, das untere Feld ist
silbern, das obere durch eine rote Mauer ausgefüllt, deren drei Zinnen also
unten sind; Helmschmuck: zwei rote Elefantenrüssel, an jedem außen vier goldne
Falkenschellen hängend, oder auch nur ein Adlerflügel. Dasselbe Wappen, nur das
obere Feld, statt der Mauer, rot und leer, führen die Krechowiecki.
Kreutz (Kreutzen, Kreytzen, Kruczyn, Kreycz,
Krajc). In Silber ein schwarzer Pfahl; Helmschmuck: drei schwarze
fächerförmig gestellte Pfähle, jeder oben besetzt mit einer Flamme. Dieses
Stammwappen wurde ihnen 1207 vermehrt durch ein schwarzes Burgunderkreuz, in
dessen Mitte ein Schild mit dem Stammwappen silbern umstrahlt in silbernem
Felde. Vermehrt wurde dieses Wappen 1520 durch das Wappen Wadwicz. Dieses Wappen
wurde dann Tryumf genannt.
Krumhausen. Schild blau-golden
gespalten, rechts drei über einander stehende Hirschköpfe mit Hals, links ein
halber schwarzer Adler.
Krygier. Schild gold-rot gespalten,
rechts ein schwarzer, links ein silberner Adlerflügel, beide mit den Federn nach
außen gerichtet; Helmschmuck: zwei gleiche Flügel. Ein Zweig nannte sich
Torunski.
Kwos (Quoos). In Rot ein schrägerechts
liegender, silberner Baumstamm mit vier gestümmelten Ästen, von einem silbernen
Pfeile schrägelinks nach oben durchschossen; Helmschmuck: drei Straussenfedern.
In einem Zweige nannten sie sich Trzebski.
Provinz Preußen

Die Provinz Preußen war
eine Provinz des Königreichs Preußen. Ursprünglich wurde der
Name nur für Ostpreußen verwendet.
Am 13. April 1824 wurde durch
Zusammenlegung der bisherigen Provinz Preußen mit Westpreußen
die neue Provinz Preußen geschaffen, zunächst in Personalunion,
seit dem 3. Dezember 1829 in Realunion. Sitz der Verwaltung war
Königsberg. Am 1. April 1878 wurde die Vereinigung infolge eines
Gesetzes vom 19. März 1877 wieder aufgehoben; dabei erhielt die
ehemalige Provinz Preußen den Namen Ostpreußen.
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