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Blason

Die Wappen des polnischen Adels

Die in der Zeit der Jagiellonen, bis 1569 aus Italien, Ungarn, Böhmen, Schlesien und Deutschland in Polen eingeführten Wappen

Berszten.
In goldnem Felde drei goldne Pflugräder, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: drei Pfauenfedern. Es kam schon Anfang des 13. Jahrhunderts aus Deutschland nach Polen durch die Berszten. Ein Zweig derselben nannte sich Wierzchlejski. Ein Spross dieses Zweiges, in Schlesien geboren, diente als Rotmeister im polnischen Heere. Er war 1563 mit einer polnischen Abteilung in der von dem Czaren lwan Wasilewicz belagerten Stadt Polock. Aufs äußerste bedrängt ergaben, sich die Litauer dem Czaren, der sie gefangen nahm, Wierzchlejski jedoch setzte mit den Polen die Verteidigung fort, bis seine Kräfte auch vollständig erschöpft waren und er dadurch gezwungen war, die Stadt zu übergeben. Auch der Czar ehrte die heldenmütigen Verteidiger und gewährte ihnen freien Abzug. König Zygmunt August verlieh dem zurückgekehrten Wierzchlejski eine Vermehrung des Wappens, indem er in diesem das untere Rad durch einen silbernen Staketenzaun und die Pfauenfedern im Helmschmuck durch einen Adlerflug ersetzte. Es wird das Stammwappen mitunter als Wappen Berszten I, das veränderte als Wappen II bezeichnet.
Das Wappen führen die: Berszten, Gaszynski, Giebultowski, Karniowski, Klema, Tschapski, Wierzchlejski.

Betman.
In rotem Felde ein schwebender Panzerarm, dessen nach rechts gekehrte Hand einen herunterhängenden Gebetsrosenkranz hält; Helmschmuck. ein wachsender, gepanzerter, vorwärts gekehrter Mann, der mit beiden Händen vor der Brust einen gleichen Rosenkranz hält. Das Wappen kam um 1478 aus Deutschland nach Polen. Dasselbe führen die: Betman.

Bonarowa.
In rot und silber gespaltenem Schilde eine Lilie, deren rechte Hälfte silbern, die linke schwarz ist; Helmschmuck: ein wachsender, silber-schwarz gepanzerter Mann mit einer Eisenhaube auf dem Haupte, die Hände vor dem Leibe, in jeder Hand den Stil einer Fahne in gewechselter Farbe. Dieses Wappen wurde aus Frankreich um 1435 nach der Wojewodschaft Krakau
eingeführt. Es wurde dies Wappen auch wohl Ibrida genannt. Dasselbe führten die erloschenen Boner.

Bozezdarz.
In blauem Felde ein silbernes, gleichbalkiges Kreuz, an jedem Balkenende mit einer schwarzen Lilie belegt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit gleichem Kreuz mit den Lilien. Es wurde 1442 von dem Könige Wladyslaw dem Bürger und Rat in Krakau, Jerzy Szwarc, auch Czarny genannt, verliehen. Dasselbe führen die: Nieciszewski, Odejowicz, Rymkiewicz, Szwarc, Wieczorkowski.

Budwicz.
In silber und rot gespaltenem Schilde zwei in der Teilungslinie senkrecht übereinander stehende gefiederte Pfeile von gewechselter Farbe, der obere Pfeil sich mit dem Schaft in Helm und Krone verlierend, über dieser die Pfeilspitze als Helmschmuck; in jedem Felde dann auch eine Lilie von gewechselter Farbe. Das Wappen stammt aus Böhmen, kam um 1500 nach Polen. Dasselbe führen die: Blacha, Jachimowski, Kopczynski.

Dangiel.
In grünem Felde ein silberner Querbalken, belegt mit zwei goldnen Weinblättern; Heimschmuck: drei Straußenfedern. Es wurde 1498 von Wladyslaw, König von Böhmen und Ungarn, einem Ungarn Dangiel erteilt, dessen Sohn nach der Wojewodschaft Krakau übersiedelte und dort verblieb. Dasselbe führen die: Dangiel und Danielecki.

Deborog.
In grünem, mitunter auch blauem Felde ein Eichenstubben, aus dessen Mitte ein Hirschgeweih herausragt; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. König Zygmunt August verlieh dieses Wappen 1562 seinem Jägermeister Stanislaw Bylczynski, aus dem Kreise Grodno, der während einer Jagd einen Eichenstamm mit eingewachsenem Hirschgeweih gefunden und dem Könige verehrt hatte. Dasselbe, auch Duboroch genannt, führen die: Bylczynski.

Geschaw.
In geviertetem Schilde in dem ersten und vierten blauen Felde ein nach der Teilungslinie gekehrter weißer Kranich mit erhobenen Flügeln, mit dem linken Fuße auf einem viereckigen weißen Marmorsteine stehend und an diesen mit kleiner eiserner Kette befestigt, in dem rechten erhobenen Fuße einen Stein haltend; in dem zweiten und dritten roten Felde ein aus einer am Schildesrande befindlichen Wolke heraustretender rechter, nackter Arm, der ein blankes, erhobenes Schwert hält; Helmschmuck: ein aufwachsender weißer Kranich mit ausgebreiteten Flügeln, mit goldner Krone um den Hals. Dieses Wappen wurde 1555 von König Zygmunt August dem Garde-Oberst Kasper, der einem Seitenzweige der Jezewski Wappen Jastrzebiec angehörte, weicher Zweig sich Geschaw nannte, unter Erneuerung des angezweifelten Adels erteilt. Dieses Wappen führen die Geschaw, die sich auch wohl Geschau-Gezewski nannten.

Kietlicz I.
In blauem Felde drei in Schlingen gelegte goldne Ketten, welche, zu 2 und 1 gestellt, in der Mitte zusammengeknotet sind; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Ahnherr des Wappens Kietlicz II. (s. folgend), der ein slawischer Fürst gewesen sein soll, der schon im 10. Jahrhundert Christ geworden war, hatte vier Söhne. Da er diese aber nicht alle mit Gütern ausstatten konnte, erteilte er ihnen den Rat, der älteste sollte ihm im Besitze folgen, die andern möchten aber an fremden Höfen als Ritter ihr Glück suchen. Hiermit waren die Söhne einverstanden, und als die jüngeren sich zur Abreise schickten, nahm ihre Mutter eine goldne Kette von ihrem Halse, riss sie in drei gleiche Teile, die sie den Söhnen als Talisman verteilte. Die drei Söhne überließen nun ihrem ältesten Bruder den väterlichen Besitz und das alte Wappen, nahmen aber für sich und ihre Nachkommen die drei Ketten in blauem Felde als Wappen an. Dieses wurde schon 1174 in Polen eingeführt. Dasselbe führen die: Brem, Cygan, Karwinski, Kiczki, Kietlicz, Pluzenski, Preteszewski, Rayski, Skidzinski, Skierkowski, Studenski, Zegota.

Kietlicz II.
In schrägelinks geteiltem Schilde in dem oberen, etwas größeren goldnen Felde ein aufwachsender, rechts gekehrter, schwarzer Stier, das untere Feld in rot und silbern schrägerechts in sechs Felder geteilt; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Stier innerhalb eines Fluges, der rechte Flügel silbern, der linke rot, jeder belegt mit sechs Rosen in gewechselter Farbe. Es wird aber auch beschrieben: schrägerechts geteilt, der Stier links gewendet, das untere Feld geteilt: schwarz, gold, schwarz, rot, silbern, rot; Helmschmuck: sechs schwarze Kapaunenfedern, rechts eine rote, links eine weiße Rose. Wohl diese letztere Form war das Stammwappen der Kietlicz. Es kam um 1550 nach Polen, nach Preussen und Liefland. Dasselbe führen die:
Kietlicz und Pilli.

Kizinek I.
In rotem Felde ein schwarzes, schrägerechts gestelltes, mit dem Mundstück nach rechts gelegtes, nach unten ein gebogenes Jagdhorn, oben besetzt mit drei halben silbernen Lilien; Helmschmuck: zwei Jagdhörner (Elephantenrüssel), jedes außen mit drei halben weißen Lilien besetzt. Es kam aus Schlesien um 1550, ging dort aber nach etwa hundert Jahren wieder aus. Dasselbe führten die: Kizinek.

Kizinek II.

Konczyc.
In rotem Felde sieben schwarze Straussenfedern, als Busch fächerartig zusammenstehend; Helmschmuck: das Wappenbild. Über die Entstehung wird gesagt: In diesem uralten böhmischen Wappen war ursprünglich nur eine Straußenfeder. Als dann Wandalin Mniszech sieben Jahre in dem Heere Karls des Grossen mit Auszeichnung gefochten hatte, habe ihm dieser weitere sechs Straussenfedern in das Wappen verliehen. Um 1550 kam Mikolaj Mniszech aus Groß-Konczyc bei Freistad in Böhmen nach Polen und verblieb dort. Dieses Wappen führen in Polen nur die Mniszech.

Krupka.
In rotem Felde zwei nebeneinander stehende silberne Lilien; Helmschmuc; eine silberne Lilie zwischen zwei Jagdhörnern (Elephantenrüsseln). Peter Kreutzberg (Kruczberg) kam aus Deutschland (Franken) nach Polen, wo ihm dieses, seinen Vorfahren, wie er nachwies, von Kaiser Friedrich erteilte Wappen, von König Zygmunt I. 1515 bestätigt wurde. Sein Name wechselte sich in Polen in Krupek, dann Krupka um. Dieses Wappen führen die: Krupka, Przeclawski, Tomaszewski.

Kruszowski.
In blauem Felde ein aufrechtstehender, rechts gekehrter Bär, der zwei von rechts und links bis zur Hälfte in den Hals geschossene, gefiederte Pfeile hat; Helmschmuck: ein gleicher aufwachsender Bär mit den Pfeilen. Dieses Wappen stammt aus Ungarn, wo es die Nedecki aus Nededy führten, die sich nach Böhmen verzweigten, dort Skrauszewski nannten, von dort um 1550 nach Polen kamen, dort blieben und Kruszowski genannt wurden.

Murdelio.
In rotem Felde ein goldner, nach oben geöffneter Halbmond, auf welchem ein goldnes Hochkreuz steht, unter dem Monde ein goldner, achteckiger Stern; Helmschmuck: ein aufwachsender, rechts gekehrter Greif. Es kam mit Jerzy Karwat um 1470 aus Kroatien nach Polen. Dasselbe führen die: Dyniatynski, Karwat, Mlodawski, Oskierka, Piotrowicz, Snarski.

Prowana.
In rotem Felde der silberne polnische Adler, ungekrönt, der auf seiner Brust einen gevierteten Schild trägt, in dessen erstem und viertem Felde eine gekrönte, goldne Säule in Rot, im zweiten und dritten Felde in Silber eine Rebe mit drei blauen Trauben; Helmschmuck: eine gleiche Säule. Das Stammwappen des Geschlechts Prowana in Savoyen war die Weinrebe. Als ein Vorfahr den von dem Konzil in Konstanz zurückkehrenden Papst Martin V. gastlich bei sich aufnahm, erhielt er von diesem als Dank eine Vermehrung des Wappens durch die Säule, die die Colonna führten. Zur Zeit des Königs Zygmunt August kamen zwei Brüder Prowana nach Polen, erhielten das polnische Indigenat und vom Könige 1557 als Vermehrung ihres Wappens noch den
weißen Adler in Rot.

Przestrzal.
In rotem Felde ein senkrechtes Schwert, dessen Spitze ein schrägerechter, mit der Spitze rechts gekehrter, silberner Pfeil durchsticht; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es wurde 1482 vom Könige Mathias von Ungarn dem Stefan Janicz, auf Wajnag oder Unichow, in Siebenbürgen im Kreise Husk, verliehen. Seine Söhne siedelten nach Polen über, wurden für kriegerisches Verdienst 1509 vom Könige mit Gütern im Lande Przemysl bedacht. Das Wappen wurde Przestrzal (przez strzal, durch den Pfeil) genannt. Dasselbe führen die: Berezanski, Lysienko, Przewlocki, Przybyslawski, Stebnicki, Terlecki, Unichowski, Ustrzycki.

Radonski.
In rotem Felde ein silberner, schrägerechter Balken, oben und unten von je einer silbernen Rose begleitet; Helmschmuck: fehlt. Es wurde aus Schlesien nach Polen eingeführt, wohl um 1650. Dasselbe führen die: Radonic und Radoniski.

Samson.
In blauem Felde Samson (Simson), gelb gekleidet, der einem goldnen, rechts gekehrten Löwen den Rachen aufreißt; Simson hält mit der rechten Hand den Unterkiefer, mit der linken den Oberkiefer des Löwen, auf dessen Rücken er seinen linken Fuß gesetzt hat. Es wird auch wohl Watta genannt. Über den Ursprung ist nichts bekannt, man hält das Wappen für ein eingeführtes, doch wurde es in Polen schon 1480 geführt. Dasselbe führen die: Barczewski, Bielicki, Blecki, Bulewski, Chalecki, Exner, Jablonski, Jaromirski, Karczewski, Kobacki, Kokalewski, Kosicki, Kosinski, Kurczewski, Lojecki, Luczynski, Maslowski, Niemierzycki, Olewinski, Proski, Rosicki, Rosinski, Rychlowski, Samsonowicz, Skrzydlewski, Toczylowski, Watta, Zakrzewski, Zawadzki.

Schilling.
In rotem Felde ein silberner Ring, in dessen Mitte ein Lindenzweig mit drei grünen Blättern, die nach oben, nach rechts und nach links gerichtet sind; Helmschmuck: ein schwarzer (oder roter?) Adlerflug, jeder Flügel belegt mit dem Wappenbilde. Dieses Wappen wurde von Kaiser Maximilian 1507 den Schilling erteilt, die aus Deutschland nach Preussen, Schlesien und Polen übersiedelten, hier 1543 das Indigenat erhielten, dann auch Schyling und Szyling geschrieben wurden.

Srocznik.
In rotem Felde eine rechts gekehrte Elster (sroka), die auf einem in grünem Boden steckenden Aste steht; Helmschmuck: fehlt. Es soll einem Sroka für Auszeichnung im Kriege erteilt worden sein, doch wo? und wann? Es gilt als ein, vermutlich aus Schlesien eingeführtes Wappen, war in Polen, wo es Srocznik, auch Sroka genannt wurde, um 1550 schon bekannt. Dasselbe
führen die: Brakstein, Rochcicki, Tuczkowski.

Stankar.
In silbernem Felde ein schwarzer, goldbewehrter, gekrönter Adler, der auf seiner Brust einen Schild trägt, in dessen rotem Felde ein senkrechtes blankes Schwert steht, dessen Spitze oben mit einem nach oben geöffneten silbernen Halbmonde besetzt ist. Auf der Krone des Adlers eine kleine senkrechte, einmal um den Schaft gewundene rote Fahne. Aus Mantua in Italien siedelte Franz Stankar nach Polen über, erhielt hier 1569 das Indigenat. Das Wappen führen die: Stankar und Smoczynski.

Taczala.
In goldnem Felde ein grauer, nach links gewendeter, auf dem rechten Fuße stehender, in dem linken, erhobenen Fuße einen Stein haltender Kranich, dessen Kopf bis zur Hälfte des Halses in ein schwarzes Schildeshaupt reicht, in diesem rechts und links von einem silbernen Stern begleitet ist; Helmschmuck: fehlt. Über den Ursprung dieses Wappens, das wohl ein Sinnbild der Wachsamkeit ist, ist nichts bekannt. Es kam aus Böhmen mit Henryk Gierko um 1500 nach Polen. Dasselbe führen die: Bartkowski, Benoe, Berent, Budzowski, Fischer, Frantzius, Gerkowski, Gerszewski, Gierko, Hejdukiewicz, Krahn, Roznowski, Skronski. Verändert führen das Wappen jedoch die Frantzius: nicht zwei, sondern drei Sterne zu 1 und 2
gestellt, als Helmschmuck den Kranich, - die Krahn: die Sterne fehlen, der Schild ist blau-rot geteilt; die Budzowski und Skronski: der Hals des Kranichs ist von einem silbernen Pfeile von unten nach oben durchbohrt; Helmschmuck: ein gleicher Kranich zwischen zwei blau-gold gewechselten Jagdhörnern (Elephantenrüssel).

Trzy Ksiezyce.
In blauem Felde drei goldene Halbmonde (Ksiezyce), nach oben geöffnet, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck fehlt. Es wurde in Polen schon von dem Bischof Dyonis von Posen, geführt. Es stammt aus Italien, von wo Hannibal und Nicolaus de Strozze aus
Florenz, mit der Königin Bona 1518 nach Polen kamen, dort blieben und sich später Strocki nannten. Dasselbe führen die:
Nowakowski und Strocki.

Turzo.
In rot-gold geteiltem Schilde oben ein wachsender, gekrönter, goldener Löwe, unten drei zu 2 und 1 gestellte rote Rosen; Helmschmuck: ein aufwachsender Löwe. Es stammt aus Ungarn und wurde schon 1477 von den Turzo in Krakau geführt.

Wierzbna.
In einem durch einen goldenen schmalen Balken geteilten blauen Felde in dem oberen wie unteren Teile desselben je drei neben einander stehende goldene Lilien; Helmschmuck: eine korinthische Säule, die in der oberen Hälfte von unten nach oben von einem Pfeile schrägerechts durchbohrt  ist. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Werboslaw Graf von Wrbna in Böhmen, der um 895 gelebt hat, hatte in den Kriegen gegen Frankreich um die Abhängigkeit Lothringens, sowie in denen um die Wiedervereinigung Deutschlands mit Italien mit Auszeichnung gefochten. Der Kaiser verlieh ihm drei Lilien ins Wappen und der König von Frankreich, der diesem früher so gefürchteten Gegner, nach der Weise ritterlicher Tafelrunde den Brudernamen beilegte, verlieh ihm ebenfalls die drei französischen Lilien, die unter die zuerst verliehenen gestellt wurden. Als die Römer besiegt worden waren, durchschoss Werboslaw mit seinem Wurfpfeil den römischen Feldherrn aus dem Geschlecht der Colonna. Darum verlieh Kaiser Otto I. dem Werboslaw die vom Pfeil durchschossene Säule (colonna) als Helmschmuck. Aus Böhmen kamen die Wrbna schon um 1220 nach Schlesien und von dort um 1400 nach Großpolen, wo sie, ebenso ihr Wappen, Wierzbna genannt wurden. Dieses Wappen führen die: Brantalski, Gronowski, Grynfar, Laszczynski, Pawlowski, Rydzynski, Slonczynski, Wierzbna, Wierzbnowski, Wierzwinski. Es führen die Grynfar das Feld rot.

Wieze.
In rotem Felde auf grünem Boden stehen neben einander zwei silberne, schwarz gefugte, viereckige Türme (wieze), jeder mit drei zu 2 und 1 stehenden viereckigen Fenstern und mit einem spitzen Dach; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Als von dem Feinde ein Schloss an der Oder belagert wurde, schlug sich ein Ritter durch deren Linie und kam mit seinen Leuten den Belagerten zu Hilfe. Es wurde nun die Verteidigung so tapfer weitergeführt, dass der Feind abziehen musste. Dafür habe König Boleslaw III. Krzywousty dem Ritter dieses Wappen verliehen, also um 1125. Die Heimat des Wappens war Schlesien, von wo es nach Polen um 1500 kam. Dasselbe führen die: Borynski, Kozlowski, Nidecki, Osynski, Raszyc, Welczek, Weprowski, Wieprzewski, Wolk Doch verändert führen das Wappen die: Raszyc, Borynski, Kozlowski, Osynski, Wieprzewski: einen runden Turm mit Zinnen, auf dem zwei kleine Türme mit Zinnen stehen, jeder mit einer Öffnung; Helmschmuck. das Wappenbild.

Zetynian.
Ein rechter Schrägebalken, oben und unten von je einer Rose begleitet; Helmschmuck: drei Hahnenfedern. Die Farben sind nicht angegeben. Dieses Wappen kam durch Karl Guczy, der aus Florenz in Italien stammte, Hofbeamter der Königin Bona war, 1518 nach Polen. Dasselbe führen die: Guczy, Gudowicz, Rodakowski, Zytynian.

Zlota wolnosc.
In blauem Felde zwei in Form der Zahl 8 zusammen gewundene Schlangen, zwischen deren oben befindlichen, sich zugekehrten Köpfen ein goldenes Hochkreuz schwebt; Helmschmuck: fehlt. Über den Ursprung des Wappens ist nichts bekannt, das Wappenbild scheint auf die Aussöhnung zweier Feinde hinzudeuten. Es war das Wappen schon im 16. Jahrhundert in Stein an
dem Schlosse Brzezany, in Galizien, das den Sieniawski des Wappens Leliwa gehörte, angebracht. Dasselbe führen die: Szymanski und Szymonski.


Jagiellonen

Die Jagiellonen waren eine im Mannesstamm aus Litauen stammende Nebenlinie des Hauses Gediminas und eine europäische Dynastie, die von 1386 bis 1572 die polnische Könige und die Großfürsten von Litauen stellte. Auch waren sie ab dem 15. Jahrhundert ungarische, kroatische und böhmische Könige.

Als Gründer dieser Dynastie gilt der litauische Großfürst Jogaila (polnisch: Jagiełło), der als Władysław II. Jagiełło im Jahr 1386 durch Heirat mit der polnischen Königin Hedwig von Anjou den polnischen Thron zu Krakau bestieg...

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