-acz: Gadacz; ein Prahler, großer
Schwätzer, von gadac (Schwätzer), Glowacz, Mann mit einem dickem Kopf (von
glowa, Kopf)-aff: Ratzlaff im
deutschen oft auf -ow oder -aw endend. Oft eine polnische oder tschechische
Version, z.B. Ratzlaff, ein pommer'scher Name, gleich Raclaw oder Radoslaw.
-aicia: es handelt sich hier um eine
litauische Endung für unverheiratete Frauen. Die in älteren Dokumenten
vorkommende "Endung" -aicia", die zu "-a"- und "-as" - Namenhinzugefügt
wird. "
-aite: Kazlauskaité; litauische
Endung für unverheiratete Frauen. Endet der Name auf -a oder -as, lautet der
Suffix auf "-aite", z.B. Kazlauskaité = Fräulein KazIauskas.
-aitis: Markaitis, litauisch. Endet
ein Name auf -aitis, -unas, -onis, -enas oder -ynas, handelt es sich
wahrscheinlich um ein Patronym. Markaitis bedeutet "Sohn des Markus",
Matulionis bedeutet "Sohn des Matthäus.
-ajtys: Kalwajtys. litauische Namen
können mehrere unterschiedliche Schreibformenhaben; z.B. Kalwajtys und
Kalwejt, bedeuten beide "Sohn des Schmiedes.
-ak: Bujak, bedeutet "ein
Abenteurer", von buj-, eine Art haben sich herumzutreiben , aufzusteigen,
zechen, Lügen erzählen; Nowak Neumann (von neu), Trzeciak (von trzeci,
Dritte, drittel); Cierniak "(von ciern, Thorn (Stadt in Polen); ebenso
benutzt in Verbindung mit dem Geburtsort, z. B. Belzak, eine Person aus
Belz; Podolak, eine Person von Podolia; ebenso benutzt mit Namen die aus
Vornamen entstanden sind: Walczak, Walka's Sohn, Gierczak (Gertrude's Sohn)
-al: Cichala; (von cichy, Ruhe,
still, leise), Madrala, weiß alles, (von madry, weise, klug),Nosal, große
Nase, (von nos, Nase).
-ala: Bakala = Murmeler, (von bakac,
murmeln), Krzykala (von krzycec / krzyknac, schreien, rufen), Pisala (von
pisac, schreiben)
-an (in): Leczyczan "geboren in
Leczyca; Krakowian, geboren in Kraków; weiblich: Krakowianka)"
-anka: Zarebianka, weibliche Form
für Mädchen (Töchter); die Tochter von Frau Zareba ist also Fräulein
Zarebianka.
-arz: Kucharz, ein Koch, Isarz,
Angestellter, Schreiber, (von pisac, schreiben). Solarz,Salzer, (von sol,
Salz), Kolarz, Wagner, (von kolo, Rad)
-as: Bialas, "Weißer", (von bialy,
weiß), Wojtas, üblicherweise abgeleitet von Vornamen,Wojtas (von Wojciech),
Wawras (von Wawrzyniec, Laurent) aber ebenso Motas (vonmotac, aufspulen,
verwickeln); Grados (von Hagel, begrüßen); und von Namen: Walus (von
Walenty, Valentin).
-au: Krakau Deutsch. z.B. Eichenau
(die Aue, feuchte Niederung), gleichbedeutend mit dem polnischen -ow oder
ow, z.B. Krakau gleich Kraków -auskas: Kazlauskas, "-auskas" ist die
litauische Form für das polnische -owski; so bedeutet das litauische
Kazlauskas auf polnisch Kozlowski"
-avage: Abramavage Namen wie
Abramavage oder Andruscavage sind modifizierte polnische Patronymika,
entsprechend der polnischen "-wicz" - Endung.
-c'kyj: Khmyelnyc'kyj Ukrainische
adjektivische Endung, gleichbedeutend wie -cki auf polnisch, z.B.
Khmyelnyc'kyj gleich Chmielnicki auf polnisch. -cak: czuk oder chuk sind
ukrainischen Ursprungs und bedeuten auf polnisch czuk. Cak oder chak und
-chuk: das -cka - Suffix ist die weibliche Form des männlichen -cki. Ein
Ehemann mag Jan Rajecki heißen, seine Ehefrau heißt Marianna Rajecka.
-cki: Zum Beispiel Rajecki = "von
Paradies; adjekivischer Herkunftsname"; "Wolski (vonWola), Tarnowski (von
Tarnow), ebenso Namen; z.B. Stefanski (Sohn des Stefan). Der polnische Adel
(Szlachta), führte Namen, die sich von seinem Grundbesitz ableiteten. Der
Buchstabe "z" (von) und der Name des Besitzes, bildeten den adligen Namen.
Besaß ein Adliger namens Piotr (Peter) einen Besitz namens Kozlowo, wurde er
''Piotr z Kozlowa" genannt, also Peter von Kozlowa. Eine andere Art und
Weise "z Kozlowa" zu ersetzen, ist mittels des adjektivischen Substantivs
Kozlowski möglich, so dass "Kozlowski" ein perfekter Ersatz für "z Kozlowa"
ist. Es ist schwierig exakt zu sagen, warum die -ski - Form populärer wurde,
als die "z" - Form (von). Aber die Namensgebung entwickelte sich weiter, und
diese "Zweitnamen" wandelten sich um zu Nachnamen, und der Prozeß des
Hinzufügens des -ski (-cki oder -zki) wandelte ihn um zu Besitzernamen.
Später wurde erals Toponym die am meist angewandte Möglichkeit, einen
Nachnamen zu bilden. (-cki, ski Formen, siehe auch unter -ski).
-cuk: Koval'cuk ukrainisches
Patronym, -czuk auf polnisch, z.B. Koval'cuk, gleich Sohn des Schmiedes, in
Polen "kowalczuk "buchstabiert."
-cyk: lvancyk, Ukrainisches
Patronym. Das polnische Äquivalent ist -czyk ; z.B. Ivancyk, gleich Sohn des
Ivan, in Polen lwanczyk buchstabiert.
-czak: Szymczak (von Szymek, eine
Verkleinerungsform von Szymon, Simon)
-czok: Klimczok, eine in Schlesien
vorkommende Form, z.B. Klimczok (von Klemens)
-czuk: lwanczuk eine in Ostpolen und
in der Ukraine vorkommende Form, z.B. lwanczuk (von lwan)
-czyk: Niemczyk (von Niemiec,
Deutscher); Lubelczyk, ein Einheimischer von Lublin.
-ec: Marciniec (von Marcin, Martin)
-ek: der Suff ix "ek" ist in Polen sehr beliebt als Verniedlichungs - oder
Verkleinerungsform, z.B. "Antek und Frantek" = Hänschen und Fränzchen. Er
kommt aber auch oft bei Familiennamen vor, z.B. "Zurek" = der kleine Zur
(Zur = Sauer), oder auch als Patronym "Sohn des Zur." Swiarek; von swiety,
heilig), Smialek (von smialy, mutig, kühn, keck) Musialek, (von Musik,
müssen, gezwungen sein zu ... ); ebenso patronymic, Jamrozek (von Ambrozy),
Marcinek (von Marcin, Martin), ebenso in "Spitznamen", z.B. Papst Johannes
Paul II. (Karol Wojtyla), wurde in seiner Jugend "Lolek" genannt.
-el: Hensel; der Name Hans plus den
Verkleinerungssuffix -el ergibt Hänschen oder Sohn des Hans; fügt man noch
das Possesivsuffix
-er hinzu, ergibt dies "der Sohn des
kleinen Hans.
-elis: Strazdelis; litauisch (von
strazdas = Drossel). Die Endungen -elis und -utis sind Diminutive.
-en: Smolen "einer der mit Pech/Teer
arbeitet" (von smola, "Pech, Teer")
-enas: Enden litauische Namen auf
-enas, handelt es sich wahrscheinlich um ein Patronym.
-enko: Vasilen'ko, Ukrainisch, z.B.
Vasilen'ko, gleich Sohn des Vasily. Polnische Schreibweise Wasilenko
-er: Krakauer; deutsch oder jüdisch;
z.B. Krakauer = einer aus Krakau, die deutsche Entsprechung für Kraków.
-eski: Wisnieski (er/sie kommt von
Wisnie), Zaleski (kommt von Zalesie).
-evyc: "ukrainisches oder russisches
Patronym; auf polnisch -ewicz"
-ewicz: Zarewicz "(bedeutet "Sohn
von"), Ein typischer Name, der vom Vater abgeleitet ist, er bedeutet: "Sohn
des Zaren." ; Stankiewicz = Sohn des Stanko.
-ewski: Wisniewski änderte sich zu
Wisnieski, d.h. das "w" ging einfach "verloren." Andererseits fügten manche
Leute dem Namen Zaleski durch Gewohnheitsrecht ein "w" hinzu, welcher jetzt
ein Name (Zalewski) des eigenen Rechts ist; hergeleitet von "zalew" Flut,
Bucht)
-iak: Dorociak; Metronyme
(mütterlicherseits geformte Namen) waren in Polen ebenso vorhanden wie
Patronomica. Aber sie waren meistens matriarschalich; unverheiratete Mütter
und Witwen in Polen und sie hinterließen ihre Spuren in einer Menge von
Namen, z.B. Dorociak + -iak).
-ic: "Belorussisches, russisches
oder ukrainisches Patronym; auf polnisch -icz, ycz" -ica: Gebica (von geba,
Maul), Diese Endung kommt in Schlesien vor.
-ickas: endet ein litauischer Name
in -ickas, handelte es sich wahrscheinlich um die polnischen Formen -owski,
-inski oder -icki. -ickl: entspricht der polnischen -icki - Form und
unterscheidet sich allenfalls im Unterschied der Aussprache.
-icz: Pawlicz; gebräuchlich in
Polen, der Ukraine und in Rußland. -ich, -ych), in früherer Schreibweise oft
-ic; z.B. Pawlicz (von Pawel, Paul)
-iene: Die Litauer fügten dem
Nachnamen einer verheirateten Frau den Suffix -iene hinzu, so dass aus dem
Namen "Petritis" der Frauenname Petraitiene (die Frau des Herrn Petritis)
wurde.
-ievicius: ist eine litauische
Version des polnischen -owicz/-ewicz, welche ursprünglich aus Belorussland
stammt. Tomkievicius ist eine Diminutivform von Thomas.
-iga: Ladiga, von lad = Ordnung,
Harmonie.
-ik: Orlik "(von orzel, Adler),
Niemczyk (von niemiec, Deutscher); ebenso benutzt bei Vornamen, Janik (von
Jan)" -in: Sosin "(von Sacha oder Zosia); sehr verbreitet in Polen und in
der Ukraine.
-ina: Chudzina (von chudy, Zinn)
-inskas: die litauische Endung
-inskas entspricht der polnischen Endung -inski.-inski: bildet sich aus den
Suffixen -n + -ski. Manchmal bildet sich -inski zurück zu -no. Brezienski
oder Brezinski stammen oft von Brzezno + -ski, Debienski oder Debinski von
Debno etc.
-isyn: ukrainisch, polnisch -yszyn
-iuk: Martyniuk "eine in Ostpolen
und in der Ukraine gebräuchliche Form; z.B. Martyniuk(von Martyn,
Martin)"-iv: Ivaniv, ukrainisch; das polnische Äquivalent ist -ow, das
russische-ov; z.B. Ivaniv, auf polnisch lwaniw, auf russisch"
-lw: Ivanov, polnisch gleich Janow.
-ke: Raschke; deutsch; wird aber hauptsächlich auf germanisierte Nachnamen
angewandt, die aus polnischen oder tschechischen Vornamen hervorgegangen
sind.; z.B. Raschke kommt von Raszka oder Raszek, der Kurzform von Raclaw
oder Radoslaw.
-ko: Kosciusko; ukrainisch oder
russisch, aber ebenso oft polnisch; z.B. Kosciuszko/Kostiuszko, von Kostya
(Verkleinerungsform von Konstantyn)-nan(n): Ofman; deutsch oder jüdisch;
z.B. Ofman ist eine polnische Form vom deutschen Nachnamen Hoffmann
-nik: Hutnik; Hüttenarbeiter,
Gießer, Schmelzer (von huta, gießen), Skotnik, Kuhhirte (von skot, Rind,
Vieh)
-nyj: Piddubnyj "ukrainisch; z.B.
Piddubny, einer der unter oder in der Nähe von Eichen lebt."
-och: Zimnoch (von zimny, kalt),
Pierdzioch, Tluscioch (von tlusty, dick, fett)
-off: Romanoff, deutsche
Entsprechung auf den charakteristischen slawischen Suffix -ov; z.B.
Romanoff.-ok: Szostok (von szosty, sechste(r)), schlesische Entsprechung von
"-ak".
-on: Bystron (von bystry, schnell,
flink), Cichon (von cichy, still, leise) Lason, (von las, Wälder, Forst),
Boron (von bor, Forst)
-onis: endet ein litauischer Name
auf -onis, ist er wahrscheinlich ein Patronym und bedeutet bei dem Namen
Matulionis = Sohn des Matthäus.
-ora: Badora (von badac,
untersuchen, vernehmen); ebenso von Geburtsnamen; z.B. Stachura (von Stach,
ein Spitzname von Stanislaus)
-orz: Piekorz; Bäcker, typisch
schlesische Variante von -"arz"); Szaforz; Schlesische Entsprechung von
-arz, z.B. Szaforz = Szafarz, Steward
-os: Grados (von grad = Hagel) und
von Namen: Walus (von Walenty, Valentin)
-oski: nicht selten sieht man
Dabroski ebenso wie das Original Dabrowski. Es sollte zwar vorhanden sein,
aber es steht einfach so geschrieben. -osz: Slabosz; von slaby, schwach,
dünn), Milosz (von mily, lieb)
-ovie: Belarussisches, russisches
oder ukrainisches patronymisches Suffix, entsprechend dem polnischen -owicz
-ow: Litwinow; (von Litwin,
Litauen), Mackow (von Macek, eine Form von Maciej, Matthias), Janow (von
Jan)
-owa: bei den Endungen -owa und
-owna handelt es sich um weibliche Namen (Frau des; z.B. Gorbatschow
-Gorbatschowa). -owiak: im allgemeinen beendet das Suffix -ow (manchmal -ew)
ein Wort; es können aber noch ein weiterer oder mehrere Suffixe folgen. Im
polnischen erscheint es in Kombination mit den Suffixen -owiak, -owicki,
-owicz und -owski. Die "-ow-" - Komponente kann einfach durch "von, des"
ersetzt werden; z. B. Jan (Name einer Person), + "-ow" (von, des) + "-icz"
(Sohn) = Sohn von (des) Jan.-owickl: in den meisten slawischen Sprachen
bedeutet der Suffix -aw = "von.... des...so und so." Erscheint im polnischen
-ow, bedeutet es das Ende eines Wortes, erscheint dagegen -ow (manchmal
-ew), bedeutet das, dass mehrere Suffixe folgen. Diese können 3 sein:
-owiak, -owicki, -owicz und -owski. Das -ow kann ganz einfach bedeuten "von
(dem, des)"; z.B. Jan (Personenname) + -ow (von) + -icz (Sohn) ="Sohn des
Jan."-owicz: Borkowicz, soviel wie "Sohn von"-, "Bor", kann altertümlich von
Borzyslaw kommen oder von der Wurzel "Kampf, Schlacht. Die Endungen
"(i)ewicz, -owicz sind wahre patronymische Namen. Wojciechowicz,
gebräuchlich in Polen, der Ukraine und in Rußland; ebenso geschrieben "
-ovich, -evich: in frühen polnischen
Dokumenten oft "owic geschrieben, z.B. Wojciechowicz (von Wojciech)"
-owna: Borkowna, soviel wie Tochter
von...", auch die Form "-ewna" ist möglich."
-owski: Walkowski (Sohn von Walka),
die Endung -owski bezeichnet öfters eine Beziehung zu einem Platz, manchmal
kann sie aber auch eine Verbindung zu einer Person bezeichnen.
-s'kyj: die Suffixe -skyj, -ckyj und
-zkyj sind die ukrainischen Gegenstücke der polnischen -ski, -eki und -cki -
Suffixe. -ska: das -ska - Suffix ist die weibliche Form des männlichen -ski.
Ein Ehemann mag Jan Grabowski heißen, seine Ehefrau heißt Marianna
Grabowska.
-ski: Zum Beispiel Wolski = (von
Wola), Tarnowski (von Tarnów), ebenso von Namen, Stefanski (Sohn von
Stefan). Der adlige Herkunftsname , z.B. Jan z (von) Grabowa, entwickelte
sich aus dem lateinischen "de" (von). Diese Formulierung war üblich bis in
das 15. Jahrhundert, dann aber wurden die adjektivischen Namen, typisch
geformt durch das Anhängen des Suffix -ski zum Benennen eines adligen
Besitzes populär. Jan Grabowski bedeutete genau dasselbe wie Jan z Grabowa,
aber die Bevölkerung bevorzugte immer mehr die Form Grabowski. Ab dem 15.
Jh. wurde die Form "-ski" immer populärer. Namen wie z.B. "z Grabowa" oder
"Grabowski" waren ursprünglich für Adlige reserviert, denn nur diese konnten
adlige Güter besitzen. Die "Mittelklasse" Polens bildete Namen mit der
Endung -wicz, die Adligen mit den Endungen "-ski"" oder "-cki". Im Laufe der
Zeit aber benutzten immer mehr Bürger und auch Bauern die ursprünglichen
"adligen" Partikel. Aber um sich nicht täuschen zu lassen: Ist jeder Mlynarz
(Müller), nun Mlynarski, auch ein ""Edler "(von) Müller ?" oder ein Kupiec
(Händler/Krämer) nun auch ein Kupiecki (Edler (von) Krämer ?". Diesen
sprachlichen Unsinn gab es nur in Preußen bei den "neugeadelten"
Bürgerlichen, z.B. "von Maier, von Müller, von Schmidt etc." Ein adliger
Name ist ein Herkunftsname, aber es gibt keine Orte namens "Müller, Meier
oder Schmitt !). Adelsnamen leiten sich selten von bürgerlichen Namen ab. So
könnte z.B. der Eindruck entstehen, dass der adlige Pan (Herr) Kowalski vom
bürgerlichen Schmied (Kowal) abstammen könnte. Dies ist nicht der Fall! Die
adlige Familie Kowalski des Wappens Abdank, stammt von (z) Kowali (Ortsname)
in (w) Kieleck (Kielce). Die Kowalski's des Wappens Korab stammen aus Kowala
in der Wojewodschaft Sieradz. Zum Schluß: Endet ein Name auf -ski, handelt
es sich um einen polnischen Namen; endet er auf -sky, handelt es sich eher
um einen tschechischen, russischen oder ukrainischen Namen. ..
-sky: das tschechische, russische
oder ukrainische -sky oder -s'kyy, ist das Äquivalent des polnischen -ski;
z.B. ukrainisch (Pol's'kyy), russisch (Pol'skiy); tschechisch sky. -skyj:
Pol'skiy, tschechisch -sky; die Formen s'kyj oder -s'kyj ist besonders in
der Ukraine beliebt, z.B. Pol's'kyy, russisch Pol'skly, polnisch = Polski.
-sohn: bezeichnet Sohn des...; z.B.
Mendelssohn = Sohn des Mendel
-stayn: Zylbersztayn, deutsch oder
jüdisch; Zylbersztayn = Silberstein"
-szczanka: in einigen Teilen Polens
konnte der -anka - Suffix ebenso die Form des Nachnamens einer verheirateten
Frau bilden. Eine Frau Karczewska konnte auch als Frau Karczewszczanka
erscheinen; eine Frau Lewoc auch als Frau Lewocianka.
-sztajn: (auch sztayn und szteyn);
deutsch oder jüdisch, vom deutschen Wort "Stein"; z.B. Zylbersztayn =
Silberstein.
-uch: Paduch, von padac, fallen,
ebenso von paduch, ein Gefallener), Ciepluch von cieply, warm, Cepuch (von
cep, Dreschflügel), Lopaciuch (von lopata, Schaufel)
-ucia: in älteren litauischen
Dokumenten findet man den Suffix -ucia (hinzugefügt zu -us Namen
-uk: Tkacuk, ukrainisches Patronym;
Tkacuk = Weber's Sohn, Sohn des Webers.
-ula: Rogula, kann polnischen,
belorussischen oder rumänischen Ursprungs sein; z.B.Rogula = Ecke, Horn."
-unas: endet ein litauischer Name
auf -unas, ist er wahrscheinlich patronymisch (z.B.Sohn des ... )
-ura: Badura, (von badac, befragen,
verhören); ebenso von Vornamen, Stachura (von Stach, ein Spitzname von
Stanislaw, Stanislaus)
-us: Wielgus, (von wielki, dick,
groß, breit)
-uszko: der -uszko - Suffix
kennzeichnet Gewöhnlicherweise eine Diminutivform. So meint der Name
Kosciuszko (kosc = Knochen) "kleiner Knochen" oder auch "Knöchelchen."
-ute: endet der Nachname eines
unverheirateten litauischen Mädchens mit -us, ist der Suffix -ute; z.B.
Martinkute ist "Fräulein Martinkus."
-wic: (-wicz, -witsch); der
polnische Suffix -wicz klingt im deutschen wie -witsch oder manchmal -witz.
Die Suffixe -wic oder- wice wurden auf deutsch oft -witz geschrieben.
-yc: belorussisch, russisch oder
ukrainisch; polnisches Äquivalent = -ycz -ycla: endet ein Nachname in
älteren Dokumenten für ein unverheiratetes litauisches Mädchen auf -ucia,
(hinzugefügt zu -is oder -ys Namen), wird der Suffix -yciy hinzugefügt.
-ycz: (icz); werden in Polen angewandt, in der Ukraine und in Rußland (-ich,
ych); in älterer Schreibweise oft -ic; z.B. Pawlicz, von Pawel, Paul.
-yga: Ladyga (von lad, order,
harmony)
-yk: Blaszczyk, (von Blazej,
Blasius), benutzt mit Nachnamen, abgeleitet von Vornamen
-yn: Chomyszin, ..ein metronymischer
Name von Chomykha, "Choma s Frau"; (Choma ist das ukrainische Äquivalent von
Tomasz, Thomas), Pawliszyn (von Pawel, Paul)
-ynas: endet ein litauischer Name
auf -ynas, so ist es wahrscheinlich ein Patronym.
-ysyn: Romanyszyn, ukrainisch; auf
polnisch -yszyn. Es handelt sich um ein Metronym, geformt aus der Mutter
Name, z.B. Romanystyn, vom weiblichen Namen Romanykha.
-yszyn: bezeichnet in Polen ein
Metronym, geformt aus der Mutter Name; z.B. Romanyszyn, vom weiblichen Namen
Romanykha. ukrainisch: -ysyn. Alle typischen ukrainischen Namen enden mit
-yshyn (polnisch -yszyn). Diese Namen werden durch Frauennamen geformt. die
Frau von Petro wurde Petrykha gerufen und Roman´s Frau wurde zu Romanykha.
-yte: endet der Name eines
unverheirateten litauischen Mädchens mit -is oder -ys, ist der Suffix des
Namens -yte (Jonaityte ist Fräulein Joanitis).
-zki: den Suffix -zki finden wir
z.B. in Ortschaften wie Wizna und auch in Personen bzw. Nachnamen. Das in
alter Zeit gebräuchliche "z" = von, änderte sich auf populäre Weise in-zki,
zu einem Personen- oder Besitzname.
© Zurek & Cunow