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Verzeichnis - K

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h. = herb = Wappen, h. własny = eigenes Wappen,

 

Kabsitz (Kabiskowski Kabiszewski, Kobzerdzki).

 

Kaldrow. ‑ K. Poblocki, K. Tokarski.

 

Kalinowa. ‑ In rotem Felde ein mit der goldnen Spitze aufrecht stehender, silberner Pfeil, dessen Gefieder gespalten und an jedem Ende mit einem goldnen Sterne besetzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern, von links nach rechts von einem gleichen Pfeil mit Sternen, waagerecht durchbohrt. Dieses Wappen führen die:

Cel und Kalinowski.

 

Kalkreuter. In silbern‑schwarz gespaltenen Schilde zwei ins Andreaskreuz gelegte, goldne, zweizinkige Gabeln; Helmschmuck: eine silbern‑schwarz gekleidete Frauengestalt, in jeder Hand eine Gabel. Stammen aus Schlesien, erhielten 1676 das polnische Indigenat.

 

Kalmucki. In grünem Felde ein goldner Löwe, in der Mitte von einem Pfeile von oben nach unten schrägerechts durchbohrt, in der rechten Vordertatze ein aufrechtes Schwert haltend; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Erhielten 1675 den polnischen Adel.

 

Kanon. In silbernem Schilde ein blaues Schildeshaupt, in weichem eine goldne Rose, auf jeder Seite derselben ein goldner Stern. Sie stammen aus Burgund, waren schon 1640 in Polen.

 

Kantakuzen. In Gold ein gekrönter, doppelköpfiger, schwarzer Adler. Sie stammen aus Griechenland, kamen 1636 nach Polen.

 

Kierlo. In Blau drei goldne, feuerspeiende, goldne Löwenköpfe, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: ein aufwachsender Löwe oder zwei über Kreuz gelegte Jagdhörner mit silbernen Beschlägen, mit silbernem Bande zusammengehalten. Sie stammen aus Sachsen, ihr Stammwappen waren die Jagdhörner; als Ludwig Kierlo in dem Kriege der Deutschen gegen die Franzosen einen feindlichen, vornehmen Ritter, der einen Löwenkopf im Wappen führte, getötet hatte, erteilte ihm der Kaiser Rudolf um 1300 als Wappenvermehrung einen Löwenkopf, die Jagd­hörner wurden in den Helmschmuck gesetzt. Sie erhielten 1528 das polnische Indigenat und als Wappenvermehrung noch zwei weitere Löwenköpfe. Dieses Wappen wurde Plomienczyk Sowity genannt.

 

Kierszejsztein.  In rotem Felde ein senkrechter Eichenstamm, rechts mit zwei, links mit drei Astenden, an welchen sich links ein aufrechter, goldner Löwe mit den Vordertatzen stützt, rechts vom Eich­stamm zwei goldne, nach links gekehrte Hirschköpfe mit Hals, übereinander; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz zwischen zwei Adlerflügeln. Die K. stammen aus Deutschland, wo sie Kirschenstein hießen. Die Hirschköpfe waren ihr Stammwappen, das 1437 durch den Löwen mit dem Eichenstamm von Kaiser Sigismund vermehrt wurde. Sie kamen über Preußen um 1550 nach Samogitien und erhielten das Indigenat für Litauen und Polen. Nach dem Vornamen Kryszpin des mit dem Indigenat Beliehenen, nannten sich dessen Nachkommen mitunter auch nur Kryszpin und es wurde dies der Name des Wappens.

 

Kleszczynski. In Rot ein silberner Greif, der in der rechten Tatze ein goldnes Kreuz hält; Helmschmuck:. zwei gekreuzte Beile vor drei Straußenfedern. Maciej Puttkamer trennte sich von seiner Familie, die ihn unter Kuratel halten wollte, weil er katholische Andachten besuchte, änderte sein Wappen in den silbernen Greif um, trat in polnische Kriegsdienste und nannte sich Kleszczynski; vorn Reichstage 1685 erhielt er das polnische Indigenat und von König Jan Sobieski für Kriegsauszeichnung als Wappenvermehrung das Kreuz und die beiden Beile, auch wurde der angenommene Name K. bestätigt.

 

Koninski. Schild rot‑silbern gespalten, in jedem Felde ein Jagdhorn von gewechselter Tinktur, das vordere gestürzt; Helmschmuck: ein wachsender, geharnischter Ritter, in jeder Hand ein Horn.

 

Kreczynski. In Blau ein schwarzer Pfeil; Helmschmuck: ein Hirschgeweih von acht Enden, das rechte Horn schwarz, das linke blau. Sie stammen aus Schlesien, erhielten 1685 das polnische Indigenat. Dieses Wappen führen auch die Mokrski.

 

Kreski. In schwarzem Felde unter einem Baum stehend ein weißer Jagdhund mit goldnem Halsbande. Sie kamen um 1650 nach Polen aus Schlesien, wo sie Nadelwicz hießen, wie auch dieses Wappen genannt wird.

 

Kruszowski. In blauem Felde ein aufrechter Bär, der zwei bis zur Hälfte in den Hals, von rechts und links geschossene Pfeile hat; Helmschmuck: ein gleicher Bär. Sie kamen aus Ungarn, wo sie Nedecki hießen, um 1540 nach Polen.

 

Kruzer. In blauem Felde drei schwebende silberne Sparren übereinander, begleitet oben von zwei silbernen Bechern, unten von einem Becher Sie stammen aus den Niederlanden, wo sie Croser hießen, erhielten 1683 das polnische Indigenat.

 

Kur. In rotem Felde auf schwebendem grünen Boden ein silberner Hahn mit goldnem Kamm und goldnen Lappen; Helmschmuck, ein gleicher Hahn (Kur). Über den Ursprung des Wappens ist nichts bekannt, der Hahn gilt als Sinnbild der Wachsamkeit. Dieses Wappen führen die:

Horodynski, Karszenski, Kurak, Kurek, Kurkowski, Kurski, Kurzewski, Szaprowski.

 

 

Kaluszowski. In rotem Felde zwei blanke krumme Säbel, mit den Handgriffen nach oben, mit den Schneiden nach innen gekehrt die Säbel werden durch ein um beide Klingen gewundenes goldnes Band (oder Ring?) zusammengehalten; Helmschmuck. fünf Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:

Kaluszowski und Kondracki.

 

Kisiel. In rotem Felde ein auf dem Schildesfuß stehendes, offenes weißes Lagerzelt, verziert mit schwarzweißen Fransen, mit rundem weißen Dach, auf weichem ein goldner Reichsapfel mit Kreuz steht; Helmschmuck: drei gezinnte rote Türme. Swietoldycz, Hetman des russischen Selbstherrschers Wlodzimierz, um 1040, verteidigte Kiew gegen die Pieczynger. Als diese die Stadt mit Gewalt nicht nehmen konnten, schlossen sie dieselbe ein, um sie auszuhungern, Swietoldycz, der von dieser Absicht Kenntnis bekam, ließ, als der Proviant der Stadt schon sehr knapp , war, den größten Teil seines Mehles zu Brotteig einsäuren, diesen verbacken und die Brote in ein Zelt fragen, das er in das offene Stadttor stellen ließ. Dann ließ er, so daß die Feinde es bemerken konnten, Wagen mit Broten beladen und sendete durch Parlamentäre mehrere Fuhren nach dem feindlichen Lager als Beweis, daß in der Stadt reichlicher Vorrat an Lebensmitteln sei. Die Feinde schenkten dieser Vorspiegelung Glauben, hielten ihre Absicht für unausführbar und hoben die Belagerung auf. Wlodzimierz erteilte dem Swietoldycz dieses Wappen, in welchem das Zelt an das feindliche Lager, die drei Türme an die Verteidigung der Stadt erinnern sollten. Das Wappen erhielt nach dem Empfänger den Namen Swietoldycz, dieser selbst aber den Namen Kisiel (von Kisiel, Brot einsäuern). Auch wird das Wappen Namiot (das Zelt) genannt. Dieses Wappen führen die: Kisiel und in abgeänderter Form die Szur (Zur, de Schur, Zurek), mit einem gewappneten Arm als Helmzier.

 

Klinski. In rotem Felde eine Weltkugel, auf welcher ein goldnes Hochkreuz (oder auch ein Pfeil) steht, dessen unterer Balken (oder Schaft) von zwei silbernen Klammereisen, das obere länger als das untere, durchkreuzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen, das auch Swiat (die Welt), mit dem Pfeile aber Okufi genannt wird, führen die:

Ichnatowicz, Klinski, Okun, Pienkowski.

 

Kmicic. In rotem Felde ein senkrechter, mit den zwei Zinken nach unten gekehrter, silberner Anker, oben neben der Tauöffnung rechts und links von je einem goldnen Sterne begleitet; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen, auch Radzic genannt, führen die: Kmicic.

 

Kolodyn. In silbernem Felde ein schwarzer mit dem Eisen nach oben gerichteter, senkrechter Pfeil, dessen ungefiederter Schaft der ganzen Länge nach gespalten ist; die beiden rechts und links auseinander gehenden Teile sind in der Mitte durch einen Querstab verbunden, so daß das Wappenbild wie ein lateinisches A, besetzt mit einer Pfeilspitze, erscheint; Helmschmuck: fünf Straußenfedern.

Dieses Wappen wurde von einem russischen Fürsten den Kolodynski erteilt. Dasselbe führen die:

Kolodynski und Puciata.

 

Kornic. In rotem Felde auf drei schwarzen Felsen­stufen ein silbernes Hochkreuz, welchem jedoch der obere Balken fehlt, auf den Enden der beiden Seitenarme ist je ein runder Laib Brot aufgesteckt; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Das Wappen soll von den russischen Fürsten einem Ritter Kornic verliehen sein, der sich durch Tapferkeit gegen die Feinde ausgezeichnet hatte. Das Kreuz und die beiden Brote sollen den reichen Segen bedeuten, welchen seine Herren ihm zum Kampfe mitgaben und der ihm auch Erfolg brachte. Es wurde nach ihm Kornic, aber auch Hospody blogoslaw (des Herren Segen) genannt. Dasselbe führen die:

Biesiecki, Bludowski, Dembowski, Frydrychowski, Gorecki, Hunel, Kloch, Inwaldzki, Jarosiewski, Jasieniecki, Koczenski, Kornaszewski, Kornic, Kornicki, Korowicki, Laszkowski, Porebski, Rymultowski, Salacki, Stop, Sobek, Sokol, Sokolowski, Szczepanowski, Walcerowski, Wilamowski, Zborowski, Zdanski.

 

Kozika. In rotem Felde ein silberner Tatarenbogen, auf dessen nach oben gekehrter Saite ein goldnes Hochkreuz steht. Dieses Wappen wurde einem Vorfahren der Kozika wegen Auszeichnung gegen die Tataren erteilt, als Deutung gilt, daß die Waffen der Ungläubigen dem Kreuze unterliegen mussten. Es wird Kozika, Kozeka, auch Zkrzyzluk (Kreuz mit Bogen) genannt, wird von den Kozika geführt.

 

Kroszynski. In rotem Felde ein silbernes Balkenkreuz, dessen Seitenarme, in ihnen gleicher Länge, rechtwinklig nach oben gebrochen sind, der Kreuzesfuß steht auf einem kurzen waagerechten Balken, der an den Enden schräge nach unten gebrochen und hier sich rundend und spitz nach außen biegt, so als ob er ein Klammereisen darstellen soll Das ganze Wappenbild hat die ungefähre Gestalt eines Arm­leuchters (lichtarz) mit drei Lichtaufsätzen, es wird deshalb auch Lichtarz genannt. Es ist das Wappen der Kroszynski.

 

Karas. ‑ K. Robakowski (drei gestürzte Pfeile).

 

Kesowski (Kessowski, Keszowski, Bausendorf (Bautzendorf) Kesowski). ‑ Wappen Poraj; Helmschmuck: Pfauenschwarz, belegt mit silberner Rose.

 

Ketych. ‑ K. Przywidzki (Wappen Leliwa).

 

Kiemlada (Kimlada, K. Grabowski). ‑ Wappen Przyjaciel, doch nur ein Herz, mitunter ist dieses von einem Ringe umgeben, der mit zwölf Kugeln belegt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern, jede mit drei Kugeln pfahlweise belegt.

 

Kikut. ‑ K. Kozlowski.

 

Kleist. ‑ In Silber zwei laufende rote Füchse, getrennt durch einen roten Querbalken; Helmschmuck: drei gestürzte, fächerartig gestellte Jagdspieße, jede Spitze auf einer roten Rose ruhend.

 

Klopotek (Klopotk). ‑ Zwei laufende Hunde untereinander; Helm­schmuck: eine wagerecht liegende Flinte. Zweige: Dabrowski (eine Linie nahm Wappen Holobok an), Dziembowski, Glowczewski, Studzienski (Wappen Holobok).

 

Kocielk. ‑ K. Ostrowski.

 

Koepke.

 

Kojtala (Koytala). ‑ K. Kiedrowski. Schild quadriert, im ersten und vierten Felde drei Sterne, im zweiten und dritten Felde drei Rosen, alle zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: ein wachsender Löwe mit einem Pfeile in den Pranken.

 

Koldras. ‑ K. Waldowski (Wappen Dabrowa).

 

Kompcow (Kompzow).

 

Kord. ‑ K. Glowczewski.

 

Koscianek (Kosciank). ‑ K. Poblocki.

 

Koss (Kos, Kosseken). ‑ In Blau zwei gegeneinander aufspringende weiße Windhunde, über denselben ein Jagdhorn; Helmschmuck: ein silberner, nach oben geöffneter Halbmond, über welchem ein golden beschlagenes, schwarzes Jagdhorn zwischen zwei Sternen. Zweige: Borski, Siemierowski (Szemirowski), Zakrzewski.

 

Kostka. ‑ K. Chosnicki, K. Gostomski (ein nach oben geöffneter Halbmond, auf dem ein Kreuz steht, das von drei Sternen begleitet ist, darüber ein nach unten geöffnetes Hufeisen), Lubanski, Msciszewski, Tuchlinski, Wesierski.

 

Kowalek (Kowalik). ‑ In Blau ein goldner Halbmond, . überhöht von drei goldnen Sternen (also Wappen Ksiezyc);‑ Helmschmuck: drei rote Rosen an Stielen. Zweige: Brzeszowski, Dabrowski.

 

Kozak. K. Glowczewski.

 

Krause. In Blau drei goldne Halbmonde übereinander, der obere gestürzt; Helmschmuck: ein geschlossener, schwarzer Flug, von einem goldnen Pfeile schrägelinks aufwärts durchschossen.

 

Krokow (Krockow, Krokowski). ‑ Wappen Wickerau: in Rot ein schwarzes, auf zwei Adlerfüßen ruhendes Jagdhorn, mit dem Mund­stück nach links gekehrt, mit vier goldnen Beschlägen und schwarzem, eine Schleife bildenden Tragriemen; Helmschmuck: zwei Ritterarme, mit nach oben wie zum Gebet zusammengelegten Händen. Eingleiches Wappen führen auch die Bartuszewski Bartelsdorff.

 

Ksiezyc, Wappen. ‑ In Blau ein goldner Halbmond, nach oben geöffnet, von drei goldnen Sternen überhöht; Helmschmuck: drei Straussenfedern. ‑ Auch Ksiezyc i Gwiazdy (Mond und Sterne), und Trzy Gwiazdy (drei Sterne) genannt. Es wurden die drei Sterne von König Kazimierz IV. 1466, nach dem, Frieden von Thorn, verdienstvollen Kriegern verliehen. Als später in den Schlachten von Cecora 1620 und bei Choczim 1621 das Aufgebot aus Pommerellen, unter den Wojewoden Gerhard Denhof und Jan Weyher sich durch besondere Tapferkeit auszeichnete, wurde zum Andenken an diese glorreichen Feldzüge von König Zygmunt III. einer großen Anzahl pommerellischer Geschlechter gestattet dieses Wappen mit Hinzufügung des Mondes zu führen, resp. in ihre Wappen Halbmond und Sterne aufzunehmen. Es wurden diese dem alten Wappen nun in passendster Weise angefügt, wodurch Mond und Sterne mehrfach verschiedene Stellung erhielten; wurde dieses Wappen als selbständiges Wappen geführt, dann wurde das alte meist in den Helmschmuck gesetzt.. Dieses Wappen führen die folgenden, meist preussischen und pommerellischen Familien:

Aubracht, Borne, Brodzki, Bronski, Brychta, Buchon, Cieminski, Czirson, Dabrowski,  Domarus, Dullak, Eichholtz, Gliszczynski, Grzebieski, Gustkowski, Ines, Jablonowski, Juszczakiewicz, Jutrzenka, Kistowski, Kiwalski, Kuyk, Lipinski, Mach, Machowski, Milwinski, Miszewski, Mroczek, Msciszewski, Napadiewicz, Pluto, Podjaski, Prondzynski, Rekowski, Sluszewski, Studzienski, Styp, Sulerzycki, Szyc, Trzebiatkowski, Wantuch, Wietcki, Wnuk, Wussow, Zmuda.

 

Kudbrzyn (Kudbryn). ‑ K. Msciszewski (Wappen Jastrzebiec).

 

Kukielka (Kukyalka). ‑ K. Sarnowski.

 

Kuncza. K. Stawicki.

 

Kunter. K. Petroch (Petrorch), (Wappen Leliwa).

 

Kupieczek (Kupieczek). ‑ K. Lganowski.

 

Kupin. ‑ K. Studzienski.

 

Kuyk (Kuike, Koycke, Kwik, Kuyk Studzienski). ‑ In blau‑silbern gespaltenem Schilde ein nach oben geöffneter, goldner Halbmond, der in jedem Felde von einem senkrechten Pfeile von oben nach unten durchstochen ist, jeder Pfeil überhöht von einem Sterne; Helmschmuck: ein silbernes Kavalierkreuz.

 

 

Kaganiec

 

Kaganiec, Wappen. In Blau ein schwarzes, mit Feuer gefülltes, aus Stäben geformtes Feuerbecken (Kaganiec); Helmschmuck: ein gleiches Feuerbecken zwischen einem blauen und roten Flügel. Das Wappen führen die Borck und die Prek.

 

 

Kanicz (Kanitz). In silbernem Felde ein rotes Andreaskreuz, zwischen den Balken desselben je eine rote Rose.

 

 

Karwacki.  In Blau ein nach oben senkrecht gerichteter, im Gefieder gespaltener, silberner Pfeil über einem goldnen Stern; Helm­schmuck. drei Straussenfedern, belegt mit drei horizontal von rechts nach links gerichteten Pfeilen.

 

 

Kizinek (Kensing, Kesing). Schild golden und rot gerautet; Helmschmuck: sechs Straussenfedern.

 

 

Kleinfeld. Schild silbern‑schwarz gespalten, rechts drei schwarze, links drei silberne Querbalken; Helmschmuck: ein Hirschgeweih. Ein Zweig nannte sich Schoenfeld, führt die Farben des Wappens schwarz­golden, beide Häuser nannten sich dann Krupocki. Ein gleiches Wappen führen auch die: Schulz-Straznicki.

 

 

Knobelsdorf. In Rot ein Querbalken, der siebenmal blau‑silbern schrägelinks geteilt ist; Helmschmuck: ein geschlossener Adlerflug mit gleichem Balken belegt.

 

 

Knoff. Schild gold‑silbern gespalten, rechts ein an die Teilungs­linie gelehnter halber schwarzer Adler, links ein schwarzer, senkrechter, auf jeder Seite mit drei gestümmelten Ästen versehener Baumstamm; Helmschmuck: an zwei fächerartig gestellten Stielen rechts eine goldne, links eine schwarze Fahne.

 

 

Knut. Der Schild schächerkreuzförmig in drei Teile geteilt, in jedem Felde eine Lilie; Helmschmuck: drei fächerartig gestellte, ihre Stiele umwickelnde Fahnen. Farben ?. Dieses Wappen führen auch die Krolikiewicz.

 

 

Kobersee (Kobersyn). Schild rot‑silbern quadriert, darin eine Rose von gewechselten Farben; Helmschmuck: die Rose inmitten eines gleichquadrierten, offenen Fluges. Ein Zweig nannte sich Kobierzycki, nahm das Wappen Pomian an.

 

 

Kojen (Koye). In silbernem Felde ein goldner rechter Schräge­balken, belegt mit einem schwarzen Baumstamm, der oben drei, unten zwei gestümmelte Äste hat, begleitet oben und unten von je einem schwarzen Jagdhorn mit goldnem Beschlage, jedes dem Balken zu­gebogen, das obere mit dem Mundstück nach oben, das untere mit demselben nach unten gekehrt; Helmschmuck: ein gleicher Baumstamm senkrecht gestellt, links neben demselben eine silberne Fahne, auf der der schwarze Baumstamm. Es wurde dieses Wappen von den Toydenkuss, die ausgestorben waren, ererbt.

 

 

Kolbe (Kolb, Colbe, Kolba). In Silber ein roter Querbalken, begleitet oben von zwei roten Kugeln, unten von einer roten Kugel; Helmschmuck: ein wechselnd rot‑silbern bekleideter Page, der eine silberne, rot aufgeschlagene Kolpakmütze trägt, die linke Hand in die Seite stützt, in der rechten eine silberne Kolbe (Keule) hält.

 

 

Kolbitz. In silbernem Felde 3 grüne gestürzte Lindenblätter, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: die Lindenblätter auf silbernem Pfauenschwanz.

 

 

Kolmer (Cölmer). In Blau drei zu 2 und 1 gestellte goldne Sterne; Helmschmuck: auf einem Pfauenschwanz ein goldner Stern.

 

 

Komorowski. In rotem Felde ein silbernes Hufeisen, auf dem ein Vogel sitzt mit einer Schlange im Schnabel; Helmschmuck: ein geharnischter, mit einem Säbel bewaffneter Arm.

Kopycki. Ein senkrecht stehendes Liktorenbündel, aus welchem anstatt der Beile zwei auswärts stehende Lanzenspitzen oben hervorragen. Farben ? Helmschmuck: drei Straussenfedern.

 

 

Kos. Wappen. In silbernem Felde drei rote rechte Schrägebalken; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dasselbe führen die:

Kalksztein, Kobylinski, Kos, Kosak, Mas, Oslawski, Oslowski, Plastwig, Raba, Rossen, Rzeczkowski, Stolinski.

Es führen jedoch die Kalksztein, Oslowski und Stolinski: keine Schräge, sondern Querbalken, ebenso auch die Raba, die aber als Helmschmuck einen Raben mit dem Ringe haben.

 

Kospoth. In Blau drei silberne, fünfstrahlige Sterne, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck‑ statt der Krone eine spitze, blaue Mütze mit silbernem Aufschlag, mit zwei Adlerflügeln besetzt. In Zweigen nannten sie sich Lipinski und Pawlowski.

 

 

Kozlowski (K. von Wildenau, K. Gwiazda). Der Schild ist durch drei Zinnen schrägerechts geteilt, das untere Feld ist silbern, das obere durch eine rote Mauer ausgefüllt, deren drei Zinnen also unten sind; Helmschmuck: zwei rote Elefantenrüssel, an jedem außen vier goldne Falkenschellen hängend, oder auch nur ein Adlerflügel. Dasselbe Wappen, nur das obere Feld, statt der Mauer, rot und leer, führen die Krechowiecki.

 

 

Kreutz (Kreutzen, Kreytzen, Kruczyn, Kreycz, Krajc). In Silber ein schwarzer Pfahl; Helmschmuck: drei schwarze fächerförmig gestellte Pfähle, jeder oben besetzt mit einer Flamme. Dieses Stammwappen wurde ihnen 1207 vermehrt durch ein schwarzes Burgunderkreuz, in dessen Mitte ein Schild mit dem Stammwappen silbern umstrahlt in silbernem Felde. Vermehrt wurde dieses Wappen 1520 durch das Wappen Wadwicz. Dieses Wappen wurde dann Tryumf genannt.

 

 

Krumhausen. Schild blau‑golden gespalten, rechts drei über einander stehende Hirschköpfe mit Hals, links ein halber schwarzer Adler.

 

Krygier. Schild gold‑rot gespalten, rechts ein schwarzer, links ein silberner Adlerflügel, beide mit den Federn nach außen gerichtet; Helmschmuck: zwei gleiche Flügel. Ein Zweig nannte sich Torunski.

 

 

Kwos (Quoos). In Rot ein schrägerechts liegender, silberner Baumstamm mit vier gestümmeiten Ästen, von einem silbernen Pfeile schrägelinks nach oben durchschossen; Helmschmuck: drei Straussen­federn. In einem Zweige nannten sie sich Trzebski.

 

 

Kaja

 

Kamiona

 

Kanlowa

 

Kara

 

Karega

 

Karega. Schild silbern‑schwarz quadriert, ohne jedes Bild; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Das Geschlecht stammt aus Sizilien, wo es de Quarto hieß.

 

Karp. In Blau drei goldne, zu 2 und 1 gestellte Sterne; Helm­schmuck: vier Straußenfedern. Die Karp stammen aus Italien, wo sie Carpis hießen. Dieses Wappen führen auch die: Zimlinski.

 

Kirkor. In Rot zwei silberne, schwebende Querbalken, der untere etwas länger als der obere, jeder an beiden Enden, um die Hälfte seiner Länge, nach unten rechtwinklig gebrochen, zwischen beiden Balken ein dieselben auseinander haltender senkrechter Zwischen­pfahl, etwas länger als der halbe obere Balken; Helmschmuck: drei Straußenfedern.

 

Klamry. In rotem Felde zwei schwarze (auch wohl silberne) Klammereisen (Klamry), welche entweder nebeneinander stehen, wie im Wappen Cholewa, oder kreuzweise übereinander gelegt sind; Helm­schmuck: drei Pfauenfedern. Dieses Wappen führen die.

Bielikowicz, Myszynski, Niekrasz, Niernierzyc, Niemirowicz, Niemirycz, Niemirzyc, Rabsztynski, Radlowski, Siennicki, Tarkowski, Terlecki, Woronowicz, Wyskiwiec.

 

Klucz rozdarty. In rotem Felde ein senkrechter, silberner Schlüssel (Klucz), der keinen Bart hat, oben in Form eines T gespalten (rozdarty) ist, links von einem goldnen Sterne begleitet; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:

Czeczerski, Obuchowicz, Ochrymowicz.

 

Kolontaj. In rotem Felde ein senkrechter, silberner Anker, dessen unten befindliches Ohr für das Seil ein Dreieck bildet, oben bilden die beiden Arme des Ankers eine waagerechte, gerade, Linie, an den Enden hat jede Ankerspitze ebenfalls die Form eines Dreiecks, dessen Spitze nach unten hängt. Es hat der Anker die Form eines großen T; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Es führen dieses Wappen, das auch wohl Kotwica (Anker) genannt wird, die: Kolontaj.

 

Komar. In rotem Felde ein goldnes Kavalierkreuz, dessen unterer Balken durch eine halbe silberne heraldische Lilie ersetzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Es ist das Wappen der: Komar.

 

Komoniaka. In rotem Felde drei silberne gespaltene Pfeilschafte in verschränktem Dreieck übereinander gelegt, so daß zwei sich schräge kreuzen, der dritte unten waagerecht liegt; Helmschmuck: drei Straußenfedern. ‑ Bogdan Komoniaka, Straznik von Weißrussland, wurde im Kampfe gegen die Tataren, nicht weit von Mozyr, von einer Überzahl umringt und hatte seine Leute bis auf einen verloren. Mit diesem nahm er, da auch die Pferde getötet waren, an einer Fichte festen Stand, beide verteidigten sich so lange als ihre Pfeile im Köcher ausreichten, töteten etwa 40 Tataren, wurden aber doch überwältigt und getötet. Seinen Nachkommen wurde dieses Wappen verliehen. Dasselbe führen die

Komoniaka und Piludzki.

 

Korsak. In rotem Felde zwei schwarze halbmondförmig nach außen, rechts und links, gebogene Ankereisen, die in der Mitte durch einen Ring zusammengehalten werden, wodurch das Wappenbild wie eine heraldische Lilie erscheint, der die mittleren Blätter fehlen; Helm­schmuck, drei Straußenfedern. Dieses Wappen, das auch mitunter Kotwica (Anker) genannt wird, führen die:

Borkolap, Holubicki, Korsak, Poczapow, Udzielski.

 

Korybut. In rotem Felde ein silberner, gestürzter Halbmond, unter weichem ein goldner Stern, der Halbmond oben besetzt mit einem silbernen Kreuze, dessen Balken, mit Ausnahme des unteren, mitunter auch eine Kreutzform haben. Es war dieses Wappen von dem litauischen Großfürsten Korybut, dem Bruder des Königs Jagiello angenommen, und es führten dasselbe dann überwiegend nur Geschlechter, welche sich von Korybut ableiteten. Es führen dasselbe die:

Daszko, Daszkiewicz, Lahiszynski, Porycki, Soltan, Wisniowiecki, Woroniecki, Zbarazki, Zdanowicz, Zernicki.

 

Kostrowiec. In rotem Felde auf grünem Zweihügel ein goldnes Hochkreuz, dessen Stamm von einem goldnen, nach oben offenen Halbmonde bedeckt ist; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. ‑ Einem Ritter, der den Feind zwischen zwei Hügeln schlafend wusste, ihn zur Nachtzeit bei Mondschein überfiel und vernichtete, wurde dieses Wappen nach einem Feldzuge in den russischen Ländern verliehen. Dasselbe führen die:

Holowinski und Lwowicz.

 

Koziel. In rotem Felde ein silberner, nach unten offener Halb­mond, der oben an jeder Spitze und in der Mitte, also im ganzen mit drei, die Spitze nach oben kehrenden, senkrechten Pfeilschaften besetzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die: Jasieniecki, Kosawicz, Koziel, Poklewski.

 

Kruniewicz. In blauem Felde zwischen zwei übereinander stehenden goldnen Halbmonden, von denen der obere nach oben geöffnet, der untere aber gestürzt ist, ein goldnes Kavalierkreuz, das beide Monde berührt; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen:

Kruniewicz und Krupicki.

 

Krzycki. In rotem Felde ein schwebender, gepanzerter, im Ellenbogen rechtwinklig gebogener Arm, dessen Hand einen Reiherbusch hält; Helmschmuck: das Wappenbild. Dieses Wappen ist nach Litauen aus Böhmen gekommen, wo es einem Krzycki verliehen sein soll, der einen feindlichen Führer erschlug und dessen Reiherbusch dem Fürsten brachte. Dieses Wappen, auch Kita (der Federbusch) genannt, führen die: Krzycki.

 

Krzyzostrzal. In rotem Felde ein senkrecht gestürztes, silbernes Hochkreuz, dessen nach oben stehender längerer Balken von links nach rechts von einem silbernen, gefiederten Pfeil durchkreuzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:

Koryzna, Proskura, Szuszczanski.

 

Kuniglis. In grünem Felde ein nach links springender Hase; Helmschmuck ‑ drei Straußenfedern. Über den Ursprung wird gesagt: Im Kriege gegen die Russen hatte der König, der einen offenen Kampf herbeiführen wollte, vergeblich versucht, die Stellung des Feindes zu erfahren, er lag untätig im Lager. Mit seiner Erlaubnis wollte sich ein Ritter durch eine Hetzjagd auf Hasen ergötzen; sein Hund hatte einen Hasen aufgestört und verfolgte ihn und durch Zufall bis an die feindliche Stellung, die der nachfolgende Ritter auf diese Weise entdeckt hatte. Er jagte zurück, brachte dem Könige die Nachricht, der einen Angriff befahl, der vorteilhaft verlief. Der Ritter erhielt zur Erinnerung dieses Wappen. Dasselbe führen die:

Kuniglis, Radlicz, Zajac.

 

Kurcz. In rotem Felde ein silberner Bolzenpfeil, wie im Wappen Kosciesza, nur umgekehrt, der Schaft ist nach oben gegabelt, unten ist, der Schaft auch gespalten, die beiden Hälften, die links und rechts auseinander gebogen sind, bilden zusammen eine waagerechte Linie, an deren Enden die halben Pfeilspitzen senkrecht nach oben stehen; der mittlere, nicht zersplitterte Teil des Schaftes ist von einem waagerechten Balken durchkreuzt, und unter diesem rechts von einem goldnen Sterne, links von einem nach innen geöffneten, goldnen Halbmonde begleitet; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen, das Kniaz, auch Kniaznin genannt wird, führen die:

Bielski, Kurcz, Kurczewicz, Mazepa, Taras.

 

Kusza. In rotem Felde eine gestürzte Armbrust (Kusza), die entweder gespannt, oder nicht gespannt, mit einem Bolzen belegt, oder ohne Bolzen, geführt wird; Helmschmuck ‑ drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:

Burnak, Bystrzycki, Koreywa, Maszkiewicz, Zmudzki, Zubrzycki.

 

Karp

 

Kierdeja. In langgeteiltem Schilde in dem rechten blauen Felde drei pfahlweise gestellte, silberne Lilien, das linke rote Feld leer; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen wurde einem Kierdeja, der aus der Krimm stammte, in Polen focht und sich unter König Ludwik von Ungarn und Polen 1377 bei der Erstürmung des Schlosses Belz auszeichnete, unter Erteilung des polnischen Indigenats verliehen; das rote Feld sollte die blutige Kriegstat andeuten, die Lilien wurden als besonderes Gnadenzeichen aus dem Stamm­wappen des Königs, der dem Hause Anjou angehörte, genommen. Dieses Wappen führen die:

Czaplic, Dziusza, Hoscki, Jarmund, Kierdej, Kiernicki, Kozinski, Krzywiecki, Pohorecki, Wielhorski.

Kietlicz I. In blauem Felde drei in Schlingen gelegte goldne Ketten, welche, zu 2 und 1 gestellt, in der Mitte zusammengeknotet sind; Helmschmuck: drei Straußenfedern. ‑ Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Ahnherr des Wappens Kietlicz II. (s. folgend), der ein slawischer Fürst gewesen sein soll, der schon im 10. Jahr­hundert Christ geworden war, hatte vier Söhne. Da er diese aber nicht alle mit Gütern ausstatten konnte, erteilte er ihnen den Rat, der älteste sollte ihm im Besitze folgen, die andern möchten aber an fremden Höfen als Ritter ihr Glück suchen. Hiermit waren die Söhne einverstanden, und als die jüngeren sich zur Abreise schickten, nahm ihre Mutter eine goldne Kette von ihrem Halse, riss sie in drei gleiche Teile, die sie den Söhnen als Talisman verteilte. Die drei Söhne überließen nun ihrem ältesten Bruder den väterlichen Besitz und das alte Wappen, nahmen aber für sich und ihre Nachkommen die drei Ketten in blauem Felde als Wappen an. Dieses wurde schon 1174 in Polen eingeführt. Dasselbe führen die:

Brem, Cygan, Karwinski, Kiczki, Kietlicz, Pluzenski, Preteszewski, Rayski, Skidzinski, Skierkowski, Studenski, Zegota.

 

Kietlicz II. In schrägelinks geteiltem Schilde in dem oberen, etwas größeren goldnen Felde ein aufwachsender, rechts gekehrter, schwarzer Stier, das untere Feld in rot und silbern schrägerechts in sechs Felder geteilt; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Stier inner­halb eines Fluges, der rechte Flügel silbern, der linke rot, jeder belegt mit sechs Rosen in gewechselter Farbe. Es wird aber auch be­schrieben: schrägerechts geteilt, der Stier links gewendet, das untere Feld geteilt: schwarz, gold, schwarz, rot, silbern, rot; Helmschmuck: sechs schwarze Kapaunenfedern, rechts eine rote, links eine weiße Rose. Wohl diese letztere Form war das Stammwappen der Kietlicz. Es kam um 1550 nach Polen, nach Preussen und Liefland. Dasselbe führen die:

Kietlicz und Pilli.

 

Kizinek I. In rotem Felde ein schwarzes, schrägerechts ge­stelltes, mit dem Mundstück nach rechts gelegtes, nach unten ein gebogenes Jagdhorn, oben besetzt mit drei halben silbernen Lilien; Helmschmuck: zwei Jagdhörner (Elephantenrüssel), jedes außen mit drei halben weißen Lilien besetzt. Es kam aus Schlesien um 1550, ging dort aber nach etwa hundert Jahren wieder aus. Dasselbe führten die: Kizinek.

 

Kizinek II

 

Konczyc. In rotem Felde sieben schwarze Straussenfedern, als Busch fächerartig zusammenstehend; Helmschmuck: das Wappenbild. Über die Entstehung wird gesagt: In diesem uralten böhmischen Wappen war ursprünglich nur eine Straußenfeder. Als dann Wandalin Mniszech sieben Jahre in dem Heere Karls des Grossen mit Aus­zeichnung gefochten hatte, habe ihm dieser weitere sechs Straussen­federn in das Wappen verliehen. Um 1550 kam Mikolaj Mniszech aus Groß-Konczyc bei Freistad in Böhmen nach Polen und verblieb dort. Dieses Wappen führen in Polen nur die Mniszech.

 

 

Krupka. In rotem Felde zwei nebeneinander stehende silberne Lilien; Helmschmuck‑ eine silberne Lilie zwischen zwei Jagdhörnern (Elephantenrüsseln). Peter Kreutzberg (Kruczberg) kam aus Deutschland (Franken) nach Polen, wo ihm dieses, seinen Vorfahren, wie er nachwies, von Kaiser Friedrich erteilte Wappen, von König Zygmunt I. 1515 be­stätigt wurde. Sein Name wechselte sich in Polen in Krupek, dann Krupka um. Dieses Wappen führen die:

Krupka, Przeclawski, Tomaszewski.

 

 

Kruszowski. In blauem Felde ein aufrechtstehender, rechts ge­kehrter Bär, der zwei von rechts und links bis zur Hälfte in den Hals ge­schossene, gefiederte Pfeile hat; Helmschmuck: ein gleicher aufwachsender Bär mit den Pfeilen. Dieses Wappen stammt aus Ungarn, wo es die Nedecki aus Nededy führten, die sich nach Böhmen verzweigten, dort Skrauszewski nannten, von dort um 1550 nach Polen kamen, dort blieben und Kruszowski genannt wurden.

 

Kietlicz I. In blauem Felde drei in Schlingen gelegte goldne Ketten, welche, zu 2 und 1 gestellt, in der Mitte zusammengeknotet sind; Helmschmuck: drei Straußenfedern. ‑ Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Ahnherr des Wappens Kietlicz II. (s. folgend), der ein slawischer Fürst gewesen sein soll, der schon im 10. Jahr­hundert Christ geworden war, hatte vier Söhne. Da er diese aber nicht alle mit Gütern ausstatten konnte, erteilte er ihnen den Rat, der älteste sollte ihm im Besitze folgen, die andern möchten aber an fremden Höfen als Ritter ihr Glück suchen. Hiermit waren die Söhne einverstanden, und als die jüngeren sich zur Abreise schickten, nahm ihre Mutter eine goldne Kette von ihrem Halse, riss sie in drei gleiche Teile, die sie den Söhnen als Talisman verteilte. Die drei Söhne überließen nun ihrem ältesten Bruder den väterlichen Besitz und das alte Wappen, nahmen aber für sich und ihre Nachkommen die drei Ketten in blauem Felde als Wappen an. Dieses wurde schon 1174 in Polen eingeführt. Dasselbe führen die:

Brem, Cygan, Karwinski, Kiczki, Kietlicz, Pluzenski, Preteszewski, Rayski, Skidzinski, Skierkowski, Studenski, Zegota.

 

 

 

Kietlicz II. In schrägelinks geteiltem Schilde in dem oberen, etwas größeren goldnen Felde ein aufwachsender, rechts gekehrter, schwarzer Stier, das untere Feld in rot und silbern schrägerechts in sechs Felder geteilt; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Stier inner­halb eines Fluges, der rechte Flügel silbern, der linke rot, jeder belegt mit sechs Rosen in gewechselter Farbe. Es wird aber auch be­schrieben: schrägerechts geteilt, der Stier links gewendet, das untere Feld geteilt: schwarz, gold, schwarz, rot, silbern, rot; Helmschmuck: sechs schwarze Kapaunenfedern, rechts eine rote, links eine weiße Rose. Wohl diese letztere Form war das Stammwappen der Kietlicz. Es kam um 1550 nach Polen, nach Preussen und Liefland. Dasselbe führen die:

Kietlicz und Pilli.

 

Kirkor

 

Kita

 

Kizinek I. In rotem Felde ein schwarzes, schrägerechts ge­stelltes, mit dem Mundstück nach rechts gelegtes, nach unten ein gebogenes Jagdhorn, oben besetzt mit drei halben silbernen Lilien; Helmschmuck: zwei Jagdhörner (Elephantenrüssel), jedes außen mit drei halben weißen Lilien besetzt. Es kam aus Schlesien um 1550, ging dort aber nach etwa hundert Jahren wieder aus. Dasselbe führten die: Kizinek.

 

Kizinek II

 

Klamry

 

Klucz

 

Klucz rozdarty

 

Klopot

 

Kniaz

 

Kniaznim

 

Knieja

 

Kocina

 

Kollenczyk

 

Kolumna

 

Kolda

 

Kolka

 

Kolontaj

 

Komar

 

Komnaty

 

Komomiaka

 

Konczyc. In rotem Felde sieben schwarze Straussenfedern, als Busch fächerartig zusammenstehend; Helmschmuck: das Wappenbild. Über die Entstehung wird gesagt: In diesem uralten böhmischen Wappen war ursprünglich nur eine Straußenfeder. Als dann Wandalin Mniszech sieben Jahre in dem Heere Karls des Grossen mit Aus­zeichnung gefochten hatte, habe ihm dieser weitere sechs Straussen­federn in das Wappen verliehen. Um 1550 kam Mikolaj Mniszech aus Groß-Konczyc bei Freistad in Böhmen nach Polen und verblieb dort. Dieses Wappen führen in Polen nur die Mniszech.

 

Kopacz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kopasina. In rotem Felde schwebend zwei silberne Flüsse, welche in zwei Windungen von oben schrägrechts und schräg­links nach unten so zusammenfließen, dass sie zusammen beinahe die Form eines nach oben geöffneten Hufeisens bilden; zwischen beiden Flüssen ein 'senkrechtes Schwert, dessen nach unten gekehrte abgebrochene Spitze die Flüsse in ihrem Berührungspunkte überbrückt; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Über den Ursprung wird gesagt: Zur Zeit des Königs Boleslaw des Kühnen, 1059‑82, hat ein Ritter Kopasina den zwischen den beiden Dunajec-Flüssen lagernden Feind, die Pieczynger, überfallen und vernichtet und dafür vom Könige dieses Wappen erhalten, wie auch den Landstrich, auf welchem der Kampf stattgefunden hatte. ‑ In einem Krakauer Gerichtsdokumente von 1423 wird noch ein anderes Wappen Kopasyna beschrieben: Wappenbild: zwei Kugeln, jede besetzt mit einem Kreuze. Das erstere Wappen führen die:

Bledowski, Czastecki, Kopasinski, Miedzygorski, Sikorski, Slanka, Stenszczewski, Zaborski.

 

 

Korab. In rotem Felde eine goldene Gondel, in deren Mitte ein silberner, gezinnter Turm; Helmschmuck: das Wappenbild. Ursprünglich war die Gondel mit einem schwarzen, besegelten Mast versehen , der später durch den Turm ersetzt wurde. Der Ursprung des Wappens ist wohl auf eine maritime Beziehung zurückzuführen, was schon aus der Übereinstimmung des Namens Korab (Gondel) mit dem des Wappenbildes anzunehmen ist. Es soll durch einen Ritter Miorsz, aus England oder Deutschland, nach Polen gekommen sein, wohl schon im 10. Jahrhundert. Dieses Wappen führen die:

Adamczewski, Bielecki, Bieniedzki, Bobkowski, Boguslawski, Boguszewski, Boinski, Bojanowski, Bojemski, Bolemski, Borzkowski, Bronowski, Brzozowski, Chajecki, Chociszowski, Chojecki, Chrzanowski, Chwalibowski, Chyzanowski, Czachorowski, Czachowski, Czachurski, Czartkowski, Czechelski, Czepiel, Czerniecki, Dabrowski, Dolanski, Droszewski, Drozdowski, Dubalski, Dulibinski, Dyski, Dziekonski, Eysymont, Falibowski, Gadkowski, Galeski, Gliniecki, Gloskowski, Gniazdowski, Godziatkowski, Gorzycki, Grodzielski, Grudzielski, Grzedzica, Holowicki, Hordziejowski, Hotowicki, Jankowski, Kalowski, Karpinski, Karski, Katorowski, Kiend, Klodawski, Kobierzycki, Kocielkowski, Kokowski, Korabiewski, Koscielkowski, Kotnowski, Kotowiecki, Kotwicki, Kowalski, Kozieradzki, Kozlowiecki, Krapiewski, Krynicki, Kucharski, Laskowicz, Laskowski, Lobeski, Lutenski, Lutomski, Labecki, Laski, Lobeski, Lodz, kopatecki, Loza, Marski, Milczewski, Milaczewski, Mlodziejowski, Molski, Morawski, Moszczynski, Nadslawski, Nawoyski, Orzeszko, Orzeszkowski, Osowski, Ostrowski, Pacanowski, Pajecki, Pawlowski, Penza, Piatkowski, Piecznowski, Pierucki, Ponikwicki, Poradowski, Przeniewski, Radlicki, Rayski, Rulikowski, Rusiecki, Rusocki, Saleniewicz, Skarszewski, Skulski, Sliwnicki, Slonecki, Sobocki, Sokolowski, Szczurowicki, Szczurski, Taniszowski, Tarusz, Wdziekonski, Wojciechowski, Wojsanowski, Wojslawski, Wolanowski, Zadzik, Zbikowski, Zdzienicki, Zdzienski, Zeromski.

 

Korczak. In rotem Felde drei wagerecht über einander liegende, schwebende, silberne Flüsse, welche von oben nach unten sich verkürzen; Helmschmuck: eine goldene verzierte Schale, aus der ein schwarzer, nach links gekehrter Jagdhund halb hervorwächst. Die drei Flüsse, die auch mitunter, wie selbst das ganze Wappen, Stäbe (Wreby) genannt werden, werden auch wohl von unten nach oben sich verkürzend, geführt. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: ‑In frühester Heidenzeit wurde einem reichen und ritterlichen Ungarn der Thron von Ungarn angeboten; er schlug ihn aber aus und brachte einen aus der Familie der Kaninus in Vorschlag, der auch vorn Lande zum Herrscher erwählt wurde. Dieser Umstand gab zu der Fabel Veranlassung, dass die Ungarn sich einen Hund zum Fürsten erwählt hätten. Kaninus war grausam, weswegen der erwähnte un­garische Ritter ihn, dem Volksgeiste huldigend, vom Throne stieß und erschlug, seinen Leichnam im Lande umherzeigen ließ. Die ihm er­neut angebotene Herrscherwürde schlug er wieder aus, nahm aber das von dem neuen Herrscher ihm verliehene Wappen an: »ein Hund in einer Schale«, als Andeutung, dass er von dem von ihm vorgeschlagen gewesenen Kaninus das Land wieder befreit hatte. Dieses Wappen führten seine Nachkommen fort, von denen Zoarda von dem Hunnen­fürsten Attila als Unterfeldherr nach Italien gesendet wurde, das er bis Kalabrien und Apulien verwüstete, wo er die Städte Katona und Regiona baute. Ein Nachkomme des Zoarda soll dann in Neapel geblieben sein und von ihm sollen die Karaffa abstammen, welcher Name ins Polnische mit Korczak übersetzt wurde. Einem weiteren Nachkommen dieses Geschlechts und Wappens, das Czasza hieß, und zwar dem Demetrysz de Bozydar gab dann König Ludwig von Polen und Ungarn um 1375 als Vermehrung in das Wappen drei Flüsse, weIche die drei Hauptflüsse Ungarns, die Donau, Sau und Drau, bedeuten, zwischen denen die Familie nicht nur weite Besitzungen hatte, sondern auch dem Vaterlande viele ritterliche Dienste geleistet hatte. Dieses Wappen führen die:

Balaban, Bannynski, Barzi, Bedlewicz, Bedlewski, Bibel, Bibelski, Biernacki, Biernaszewski, Biernawski, Bierzawski, Blizinski, Bohowityn, Boratynski, Bortnowski, Bozydar, Branicki, Brodzki, Chankowski, Chanski, Choderowski, Choinski, Choloniewski, Chotecki, Chryczewski, Chyzewski, Cuper, Czarnkowski, Czaryski, Czasza, Czerniejowski, Czupa, Czurylo, Dabkowski, Daleszynski, Derewinski, Dermunt, Derszniak, Deubell, Dobraczewski, Dobraczynski, Dreling, Drochowski, Drohojewski, Dryniewicz, Drzemlik, Drzewinski, Dziechciewski, Glinski, Gluzinski, Gorajewski, Gorajski, Goralski, Hanski, Hotowicki, Hornowski, Horodenski, Horodyjski, Horo­dynski, Hoszewski, Hreczyna, Hubicki, Hynko, Ilinicz, lwonia, Jarkowski, Jarmolinski, Jaroszynski, Jelenski, Jesman, Jewlaszko, Kadlubiski, Kazimirski, Klimkowski, Komar, Komorowski, Konarzewski, Korbut, Korczak, Korczakowski, Korczminski, Korytynski, Kotowicz, Kozieradzki, Krasnodabski, Krezylowski, Krukiewnicki, Krupski, Krynicki, Krzeczowski, Lachodowski, Leszczynski, Lipski, Luszkowski, Lahodowski, Laniewski, Lawrynowicz, Luszczewski, Luszczukowski, Luszczynski, Lyszczynski, Malczycki, Melechowicz, Michalewski, Michalski, Mieleszko, Mleczko, Mogolnicki, Morochowski, Myszka, Newelski, Niwicki, Ornowski, Oscislawski, Ostrowski, Oszczyslawski, Pelczycki, Ploskonski, Podgolia, Podhorodenski, Portanty, Porwaniecki, Porwinski, Prochnicki, Prokopowicz, Pruchnicki, Przylupski, Rocimirski, Rynka, Rynkowski, Saczko, Sadlocha, Salomonski, Saladykowski, Samplawski, Saporowski, Serebryski, Sielicki, Siennowski, Silicz, Silnicki, Siwicki, Skoruta, Sledziewski, Smiotanka, Sobanski, Solomunski, Soltan, Sozanski, Stawski, Strasz, Strus, Struszkiewicz, Sutkowski, Swarzyczewski, Swidlo Swidlowski, Swiezynski, Szerebinski, Szumbarski, Szumlanski, Takiel, Tamanowski, Tankowski, Truchnowski, Truchowski, Tur, Ulczycki, Umiastowski, Warkowski, Wasiczynski, Wasielkowski, Wasilkowski, Wasiutynski, Wasuczynski, Waszczynski, Wereszczynski, Wesolowski, Wessel, Wierzchowski, Wolk, Wolod, Wolodyjowski, Wytyz, Zahorowski, Zajeczynski, Zaranek, Zborowski, Zegart, Ziolkowski, Zoratynski, Zorawinski.

Abweichend führen das Wappen die Drohojowski, Szumlanski, Kotowicz, Jelenski, Sielicki, Laniewski, Ulczycki, Swidlo und Daleszynski: als Helmschmuck nur drei Straußenfedern, ‑ die Hornowski: die Flüsse von unten nach oben sich verjüngend, über denselben ein ge­stürzter Halbmond, Helmschmuck drei Straußenfedern, ‑ die Dermunt und Siwicki: die Flüsse verjüngen sich von oben nach unten, unter denselben ist das Abdank‑Zeichen, Helmschmuck drei Straußenfedern, ‑ die Newelski: zwischen den beiden oberen Flüssen ist ein gestürzter Halbmond, Heimschmuck drei Straußenfedern, ‑ die Korytynski: die Flüsse verjüngen sich von oben nach unten, unter denselben ein die­selben halb umfassender Halbmond, Heimschmuck der Hundekopf, die Konarzewski: die Flüsse sind schräge gestellt, über denselben ein Stern, Helmschmuck drei Straußenfedern, ‑ die Strus: das Feld silbern, das Wappenbild rot.

Kornic

 

Korona

 

Korsak

 

Korwin. In rotem Felde ein auf einem wagerecht liegenden, schwarzen Baumstamm, der oben und unten je zwei abge­hauene Äste hat, sitzender, nach links gewendeter Rabe mit einem goldenen Ringe, dessen Diamant nach unten steht, im Schnabel; Helm­schmuck: drei Straußenfedern. Man findet aber auch die Abweichungen, dass der Baumstamm senkrecht steht, dass der Rabe rechts gewendet ist, dass er auch, statt der Straußenfedern den Helmschmuck bildet, oder auch wohl keinen Ring hat. Über den Ursprung, der nach Italien verlegt wird, sagt die Legende: Als der römische Feldherr Marcus Valerius Messalius, um 26 vor Chr., von einem Gallier zum Zwei­kampfe herausgefordert war, setzte sich während des Kampfes einplötzlich heranfliegender Rabe auf des Messalius Helm und beunruhigte den Gallier durch Flügelschlag und mit dem Schnabel so, dass Messalius ihn töten konnte. Nach diesem Ereignis erhielt Messalius den Bei­namen Corvinus, der für seine Nachkommen Familienname wurde. Ein Zweig der Corvinus wurde in der Walachei heimisch. Aus diesem dann walachischen Bojaren‑Geschlechte stammte Johannes Corvinus, der spätere Kronfeldherr von Ungarn, der für seine Verdienste von dem Könige Sigismund 1409 mit der Stadt Hunyad belehnt wurde und dann diesen Namen führte. Er war der Vater des Königs Mathias von Ungarn. Dann heißt es: Diesem Könige war durch einen Raben ein Ring gestohlen, der König verfolgte und schoss den Raben, erlangte so den Ring wieder; er gab dem Raben seines Wappens dann den Ring in den Schnabel. Ein Wawrzeta Corvinus (poln. Korwin) kam im 13. Jahrh. nach Polen, vermählte sich mit einer Erbtochter des Hauses Pobog und vereinigte deren Wappen Pobog mit dem seinen. Wawrzeta wurde Hetman und Hofmarschall des Herzogs von Masowien Konrad, der ihm 1224 den Besitz der Güter Slepowroni, Strachowa, Drozdzino und Wola im Lande Ciechanow bestätigte. Sein neues Wappen wurde nach dem Wappenbilde, auch wohl nach dem Haupt­besitz Slepowron (der Nachtrabe) genannt. Da Wawrzeta seinen Namen Korwin beibehielt wurde sein Wappen Slepowron, wohl auch noch Korwin, genannt. Zu Anfang des 16. Jahrh. trennten einige Nach­kommen, die den Namen Korwin weiter geführt hatten, aus ihrem Wappen Slepowron den Raben wieder heraus und kehrten so zu ihrem alten Stammwappen Korwin wieder zurück. Dasselbe führen die:

Bachowski, Bienkowski, Bierzynski, Boczkowski, Botowic, Cetnerski, Chromecki, Dmochowski, Dworakowski, Dzbanski, Gacki, Gasiorowski, Gosiewski, Harazinski, Jagodzinski, Jaholkowski, Jastrzebski, Kalinowski, Kamisowski, Kochanowski Korwin, Kossakowski, Kossenda, Kreczow, Kruczkowski, Kruk, Krukowski, Lipczynski, Lis­sowski, Lutostanski, Losniewski, Malaczewski, Michalski, Mietelski, Mlodnicki, Moczulsky, Morzkowski, Odolski, Olszewski, Pawlowski, Piotrowski, Prendowski, Sakowicz, Sobierajski, Solkowski, Sozanski, Starzynski, Szawrowski, Szwaronski, Terajewicz, Topczewski, Truskolaski, Wasilowski, Wolmer, Zarnowiecki, Zawistowski, Zorawski.

 

Korybut

 

Korzbok. In blauem Felde drei übereinander nach links schwimmende Karpfen; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Ein altes, wohl aus Polen um 1320 nach Schlesien gekommenes und von dort um 1400 in Polen wieder eingeführtes Wappen. Es ist das Stamm­wappen der Korzbok, die später in Schlesien auch Korczbach und Kurtzbach genannt wurden. Dieses Wappen führen die:

Brzozogajski, Karchowski, Korzbok, Lacki, Montigailo, Niesiolowski, Rybienski, Samotworski, Sarnowski, Stryjkowski, Suplica, Tucholka, Witkowski, Wostrowski, Zajdlicz, Zawadzki, Zeydler.

 

Kos

 

Kosciesza. In rotem Felde ein senkrecht stehender, balkenförmiger, ungefiederter, silberner Pfeil, an dem unteren Ende nach links und rechts auseinander gespalten, in der Mitte von einem Eisen, das ein Stück Säbelklinge ohne Griff bedeuten soll, durchkreuzt; Helm­schmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen wurde von dem Könige Boleslaw dem Kühnen einem Ritter Kosciesza verliehen, welcher sich in der Schlacht von Snowsk 1072 ausgezeichnet hatte. Der König sah ihn schwer verwundet liegen, mit einem gespaltenen Pfeile im Leibe, das zerbrochene Schwert in der Hand. Den Pfeil und ein denselben durchkreuzendes Schwertstück gab er ihm als Wappenbild, nannte das Wappen nach ihm selbst Kogciesza. Dobieslaw Kogciesza, wegen seines finsteren Blickes Strzegomia genannt, legte das Gut Strzegomia in der Wojewodschaft Sendomierz an. Es wurde das Wappen in dieser Gegend dann auch wohl Strzegomia genannt. Die erste Heimat des Geschlechts war wohl Großpolen, wo Koscieszki bei Kruszwic und Koscieszyn bei Miedzyrzecz (Meseritz) lagen. Dann ver­breiteten sich die Kogciesza nach Schlesien, wo sie 1143 an der Er­mordung des Bischofs Magnus von Breslau beteiligt waren, dann auch nach Masowien, wo sie 1440 den eximierten Gerichtsstand erhielten. Dieses Wappen führen die:

Alexandrowicz, Astutowicz, Bereszniewicz, Blus, Bodurkiewicz, Bolsanowski, Boreyko, Bouffall, Branwicki, Brzezinski, Brzostowski, Bujalski, Chodkiewicz, Chodzicki, Chodiko, Chotowski, Chrzastowski, Ciborowski, Dalinski, Dalwicki, Dolski, Dorohostajski, Doroszkiewicz, Dylewski, Dzieszuk, Gniewosz, Golejewski, Golaszewski, Golocki, Jalbrzykowski, Jarmola, Jarmolowicz, Jaszkowski, Jawor, Jaworski, Kakowski, Karnicki, Klausgielowicz, Klimowicz, Kobelski, Kobylski, Kojalowicz, Kolakowski, Kolozebski, Kopytkowski, Kosciecki, Koscielski, Koscieski, Kosciesza, Kosciszewski, Kosmowski, Kossowiecki, Kossowski, Kostrzessa, Kroger, Kulakowski, Kurnicki, Lazarowicz, Listowski, Laczynski, Mackiewicz, Meczynski, Merlo, Mezynski, Michalkiewicz, Miloszewski, Miroszewski, Mniszewski, Murawicki, Nagurzewski, Nahorecki, Narwit, Narwitowicz, Nieczkowski, Nielubowicz, Olszewski, Opelewski, Oranski, Ozegalski, Prawecki, Przyborowski, Przybylski, Pudlinski, Pudlowski, Pukszta, Rakowski, Rakoyski, Ratomski, Reszczynski, Rudawski, Rudziejewski, Rzezynski, Saniewski, Siechmowicki, Siekierzynski, Skorulski, Skrobot, Slawogorski, Stonczewski, Sopocko, Stanislawski, Stetkiewicz, Stryszewski, Strzegocki, Suliszewski, Sutkowski, Szalapski, Szklinski, Szymczykiewicz, Szymkowicz, Targonski, Trojnowicz, Tronowski, Tukalski, Wawronski, Wereszczaka, WesIawski, Wilamowski, Wnorowski, Wodynski, Wolski, Wolk, Wolkowicz, Wolodzko, Wronski, Zaba, Zakrzewski, Zaleski, Zaluski, Zambrzycki, Zberowski, Zbiruski, Zdzychowski, Zerzynski.

Verändert führen das Wappen die Chodkiewicz: Schild gespaltent rechts das Wappen Kosciesza, links in Rot ein weißer Greif mit, schwarzen Füssen, gegen die Teilungslinie gewendet, in der rechten Vorderpranke ein zum Hauen erhobenes Schwert haltend, Helmschmuck ein gleicher, halb aufwachsender Greif, ‑ die Skorulski, Alexandrowicz und Blus: der Pfeil ist zweimal durchkreuzt, Helmschmuck ein Pfauen­schwanz, ‑ die Pukszta: der Pfeil ist auch zweimal durchkreuzt, aber unten in drei Stücke gespalten, Helmschmuck drei Straußenfedern, die Wolkowicz: die Spaltenden des einmal durchkreuzten Pfeils sind je mit einem Stern besetzt ‑ die Dolski: der durchkreuzende Balken ist rechts gestümmelt, nur links vorhanden, ‑ die Szymkowicz und Murawicki: der Pfeil ist nicht durchkreuzt, ‑ die Dorohostajski: die Pfeilspitze bildet eine gerade Linie in Form eines T, ‑ die Dalinski: der Pfeil ist nicht durchkreuzt, aber links und rechts von je einem Stern begleitet, ‑ die Pudlowski: Helmschmuck zwei Palmen, links und rechts derselben je ein Kreuz, in deren Winkeln sich kleine Kreuze befinden, ‑ die Golaszewski: zwei Pfeile, schräge gekreuzt.

 

Kostrowicz

 

Kostrowlec

 

Kosy. In rotem Felde zwei silberne, nach innen gebogene, oben auseinandergehende, mit den Spitzen unten sich kreuzende Senseneisen; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. ‑ Dieses Wappen führte Maslaus, Mundschenk der Königin Rixa und Starost von Masowien, welcher zur Zeit des 1034 eingetretenen Interregnums sich zum selbständigen Fürsten von Masowien zu machen versuchte und sich dieserhalb mit den heidnischen Preussen verbündete. Nach der Rückkehr des Königs Kazimierz wurde er von diesem geschlagen und kam um. Dessen Tochter, Erbin großer Güter, gab König Kazimierz dem um dieselbe anhaltenden Hetman, welcher Maslaus besiegt hatte, zur Gemahlin Dieser Hetman führte das Wappen Prus I. und nahm zu demselben aus dem Wappen Kosy auch die Sensen, wenngleich in umgekehrter Stellung an, wodurch das Wappen Prus II. entstand. Das Wappen Kosy für sich ging ein.

 

Kot. In rotem Felde eine nach links gewendete, sitzende, weiße Meerkatze mit einem goldenen Gürtel um den Leib; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Über den Ursprung und die erste, Heimat desselben ist nichts bekannt. Dasselbe führen die:

Kot, Swarczynski, Swarozynski, Wilkolewicz, Woysznar, Woysznarowicz.

 

Kotwica

 

Kot Morski

 

Kotwicz I. In silbernem Felde ein roter Querbalken Helmschmuck: ein gepanzerter, hauender Schwertarm. Dieses Wappen kam aus Österreich durch die Brüder Henryk und Jan Pochner 1281 nach der Lausitz, wo sie das Schloss Kotwicz gründeten, nach dem sie sich nannten, das sie aber verloren, weil sie Feindseligkeiten gegen ihren Landesherrn, den Markgrafen, übten; sie siedelten nach Schlesien über, wo sie sich, auch ferner Kotwicz nannten; der Sohn des Jan ließ sich dann in Polen in dem Lande Wschowo nieder. Eine Ab‑

änderung dieses Wappens wird als Wappen Kotwicz II. bezeichnet. Dieses Wappen I. führen die:

Bodner, Czaplicki, Dluski, Dzieganowski, Gilewicz, Gilewski, Golycki, Gorc­zynski, Grodlinski, Hemindowski, Herniczek, lpohorski, Kalecki, Kaleczycki, Kalenkowicz Komorowski, Kotwicz, Krzycki, Kunigowski, Lenkiewicz, Muchlinski, Muczynski, Pochner, Radomicki, Silheim, Smolik, Smulikowski, Strupinski, Swederski, Sylchanowski, Tolkacz, Wezykowski, Wilkowski, Wryszkolski, Wyrzykowski, Zeceleraty, Zgorski.

Es führen jedoch die Lenkiewicz und Tolkacz in Silber einen schwarzen Balken.

 

Kotwicz II. In silbernem Felde ein roter Pfahl; Helm­schmuck: drei Straußenfedern. Das Wappen ist eine Abänderung des Wappens Kotwicz 1. Diese muss wohl zuerst durch einen Zweig der Kotwicz, der sich Strzala nannte, angenommen sein, weil dieses Wappen auch Strzala genannt wird. Nach dem Beinamen eines Zweiges der Strzala heißt das Wappen auch wohl Siestrzeniec. Zu demselben gehören die:

Bandzinski, Bohusz, Chmielik, Dulski, Geppert,  Henikowski, Kesminski, Kolecki, Kuczuk, Olbrotowski, Silchen, Siestrzencowicz, Skibinski, Strzala, Szykier, Zdzitowiecki

 

Kotwicza

 

Kownaty

 

Kownia. In rotem Felde drei blanke Schwerter mit den Spitzen nach unten gerichtet und mit diesen in einem Punkte zu­sammentreffend; Helmschmuck: Pfauenschwanz oder drei Straußenfedern. Es ist das Wappen aber vielfach noch vermehrt durch einen goldenen Halbmond unter den Schwertern, einen goldenen Stern unter diesem und zwei Sternen zwischen den Handgriffen. Es wurde auch Skowinia und, vielleicht richtiger Równia genannt. Über Ursprung und erste Heimat ist nichts bekannt. Durch weitere Vermehrung ent­stand 1581 das Wappen Pskowczyk. Dieses Wappen führen die:

Domaradzki, Juracha, Koniecki, Konwicki, Losniewski, Niszkiewicz, Pacholowiecki, Ptaczek, Ptak, Seredynski, Suskrajewski, Tuchlinski, Tur, Wysiecki, Zaszczynski.

 

Kozieglowie

 

Koziel

 

Kozika

 

Kozlarog

 

Kozlowski

 

Kroje. In rotem Felde drei silberne sichelförmige Pflug­eisen, die in der Mitte zusammenstehen, mit den Spitzen nach den Oberecks und nach unten gestellt sind; Helmschmuck: ein Pfauen­schwanz. Es stammt schon aus der Heidenzeit, doch ist die erste Heimat des Geschlechtes Kroje nicht bekannt. Aus diesem Wappen entstand das Wappen Rola. Dieses Wappen Kroje führen die:

Domamewski, Kopec, Kroja, Krzeszowski, Skotnicki, Tarnawski.

 

Kruczyn

 

Kruki

 

Kruniewicz

 

Krupka. In rotem Felde zwei nebeneinander stehende silberne Lilien; Helmschmuck‑ eine silberne Lilie zwischen zwei Jagdhörnern (Elephantenrüsseln). Peter Kreutzberg (Kruczberg) kam aus Deutschland (Franken) nach Polen, wo ihm dieses, seinen Vorfahren, wie er nachwies, von Kaiser Friedrich erteilte Wappen, von König Zygmunt I. 1515 be­stätigt wurde. Sein Name wechselte sich in Polen in Krupek, dann Krupka um. Dieses Wappen führen die:

Krupka, Przeclawski, Tomaszewski.

 

Kruszowski. In blauem Felde ein aufrechtstehender, rechts ge­kehrter Bär, der zwei von rechts und links bis zur Hälfte in den Hals ge­schossene, gefiederte Pfeile hat; Helmschmuck: ein gleicher aufwachsender Bär mit den Pfeilen. Dieses Wappen stammt aus Ungarn, wo es die Nedecki aus Nededy führten, die sich nach Böhmen verzweigten, dort Skrauszewski nannten, von dort um 1550 nach Polen kamen, dort blieben und Kruszowski genannt wurden.

 

Kryszpin

Krzywasn

 

Krzywda. In blauem Felde ein silbernes, nach unten offenes Hufeisen, welches ein silbernes Kavalierkreuz einschließt, oben mit einem solchen, aber um den rechten Balken verstümmelten Kreuze besetzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Über den Ursprung wird gesagt, dass von zwei Brüdern des Wappens Lubicz der eine dem andern bei der Erbteilung Unrecht (Krzywda) zugefügt habe, wes­halb ihm aus dem Wappen die Hälfte des einen Kreuzes genommen und das neue Wappen Krzywda genannt wurde. Die Heimat dieses Wappens ist wohl Krzywda in Podlachien. Das Wappen führen die:

Antuszewicz, Bajkowski, Bogucki, Chmura, Chrzastowski, Czarnocki, Danowski, Dembowicz, Dunczewski, Goski, Kierzkowski, Kieszkowski, Kobylinski, Lazenski, Lazowski, Lozinski, Nahojowski, Pisulski, Pogorzelski, Poleski, Polewski, Rojek, Rzewuski, Sankowski, Sienicki, Slaski, Soczycki, Swiecicki, Szankowski, Weglowski Wróblewski, Zgorzelski, Znaniecki.

 

Krzywosad

 

Krzyz. In rotem Felde ein goldenes Kavalierkreuz, unter welchem ein goldener, sechsstrahliger Stern; Helmschmuck: ein Kavalierkreuz. Es wird auch Krucyni oder Kruczyn genannt. Dieses Wappen, wie auch diejenigen Wappen, in denen ein Kreuz, wenn auch unter verschiedener Gestalt, ist, die auch Krzyz (Kreuz) genannt werden, sind wohl zu Anfang der Christenheit in Polen entstanden. Das Wappen Krzyz führen die:

Barwinski, Dalewski, Korniakt, Kosztulski, Kruszyna, Kulczycki, Pitschman, Skorobohaty, Swientopelk, Szczepkowski, Wrzezewski.

 

Krzyzostrzal

 

Ksiezyc

 

Ksiezyci Gwiardy

 

Kucze

 

Kudborz

 

Kudbryn

 

Kuna

 

Kuniglis

 

Kur

 

Kurcz

 

Kusza

 

Kuszaba

     

© Zurek & Cunow

 

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Werner Zurek & Cunow Martin
Werner Zurek & Cunow Martin