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Z
h. = herb = Wappen, h. własny
= eigenes Wappen,
Lab (Labbun, Labbun,
Lebbin). ‑ L. Gustkowski.
Labanka
(Labaka). ‑ L. Czarnicki.
Lacyozy. Schild quadriert,
im ersten und vierten Felde in Silber je ein gekrönter, schwarzer Adler, im
zweiten und dritten Felde in Blau je drei goldne fünfstrahlige Sterne zu 2 und 1
gestellt. Erhielten 1673 das polnische Indigenat.
Laussen (Lauson). Ein
Sparren, in der Spitze mit einem Stern belegt, von drei Granatkugeln begleitet;
Helmschmuck: ein Stern. Erhielten 1685 den polnischen Adel.
Lembinski. Ein nach oben
offener Halbmond von zwei senkrechten Pfeilen von oben nach unten
durchschossen, überhöht rechts und links von je einem Stern; Helmschmuck: ein
Halbmond, die Spitzen mit je einem Stern besetzt.
Lindenowski. Schild
schrägelinks geteilt, unten von Silber und Blau viermal schrägelinks gestreift,
oben in Rot ein wachsender, goldner Löwe; Helmschmuck: der Löwe wachsend
zwischen zwei rot und blau quergestreiften Büffelhörnern.
Linkiewicz (L.
Pozhorski). Ein an
dem rechten unteren Balken gestümmeltes Doppelkreuz auf einem Hügel.
Labecki. In rotem Felde
ein querliegendes, mit der Spitze links gekehrtes Schwert, auf welchem ein
gestürzter goldner Halbmond ruht.
Lacki. In rotem Felde ein
schwarzer, geflügelter, aber liegender Drache, dessen schuppiger, in einer
Schleife nach oben gewundener Schweif als Pfeilspitze endigt; der vordere Teil
des Drachens ist aber der silberne Oberleib eines Greif, der seine Tatzen am
Boden ausstreckt; zwischen dem Kopf des Greifs und den Drachenflügeln ist ein
goldnes Kavalierkreuz. Dieses Wappen, das Smok ‑ Gryf (Drachen‑Greif) genannt
wird, führen die:
Lacki und
Zawichojski.
Limont. ‑ In rotem Felde
ein senkrechtes, gestürztes Schwert, das auf einer Kugel steht, rechts und links
von je einer gleich großen Kugel begleitet ist; Helmschmuck: ein aufrechtes
Schwert zwischen zwei Straußenfedern. Dieses aus Italien eingeführte Wappen
führen die:
Limont und Liminski.
Lopot. In rotem Felde zwei
kreuzweise, schräge übereinander gelegte Stangen, wie sie zum Befestigen des
Stossbleches eines Säbels dienen, die eine Stange golden, die andre silbern;
Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen, auch Abszlang genannt, führen
die:
Bekowski,
Bykowski, Lopata, Lopatka, Lopatynski, Lopot Ptaszewicz.
Luk. In rotem Felde ein
schwarzer Bogen (luk), dessen unten befindliche Saite mit aufgelegtem, goldnen
Pfeil, dessen Spitze nach oben gerichtet ist, zum Abschnellen gespannt ist;
Helmschmuck: drei Straußenfedern. Es soll im Kriege Litauens gegen den Orden
einem Litauer verliehen sein, der seinen Gegner, der den Bogen auf ihn gerichtet
hatte, niedermachte. Dieses Wappen führen die:
Brzumienski,
Derewinski, Eydziatowicz, Hulkiewicz, Kaminski, Kierszanski, Kosanowski,
Kosarzewski, Koszycki, Kozarzewski, Krukowic, Lukaszewicz, Narkiewicz, Paszyc,
Piskarzewski, Podwinski, Przedrzymirski, Rodziewicz, Tatarowicz, Tur.
Lanik. ‑ L.
Gliszczynski.
Lantosz
(Lantosz, Lantaw, Lantow, Lantosk). Zweige: Lantoski, Kenstonowski.
Lettow. ‑ L. Vorbeck. In
Blau ein roter Querbalken, durch welchen eine zerbrochene Ankerstange gesteckt
ist; Helmschmuck: drei goldne Straussenfedern.
Lindner. ‑ Zwei sich
kreuzende Lindenzweige, jeder mit einem Blatt und einer Blüte.
Liniewski.
Lis (Lissow, Lis
Strzebielinski).
Lostin (Lostke,
Loistek, Lastke, Lossgen, Loske). Wappen Leliwa.
Luebtow
(Libstowski). ‑
Schild silbern‑blau geteilt, oben ein schwarzer, wachsender Eber, unten drei
goldne Sterne zu 2 und 1 gestellt.
Lukoczyn
(Lukotzin).
Labedz
Lacki
Lada
Langheim (Langhemde). In
Blau ein roter Greif; Helmschmuck: der Greif wachsend. Ein Zweig nannte sich
Borkowski, führte dann das Feld golden, als Helmschmuck: drei Straussenfedern.
Legendorf (Lehndorf, Maul, Legendorf-Mgowski). In
Rot ein schwarzer, abgehauener Baumstamm, querliegend, auf der oberen Seite mit
drei, auf der unteren Seite mit zwei gestümmelten Ästen, zwischen denen je zwei
und drei grüne Blätter. sind. Helmschmuck: fünf Straussenfedern.
Lenski. In Rot eine
silberne Straußenfeder; Helmschmuck: die Straußenfeder.
Lesgewang. In Rot drei
schächerkreuzförrnig gestellte, geharnischte Arme, in der Mitte derselben eine
weiße Rose; Helmschmuck: ein offener Flug, inzwischen die drei Arme, von denen
die beiden oberen die Flügel belegen.
Lewalt (Lewald). In Rot
ein gepanzerter Arm, dessen Hand einen goldenen Ring hält; Helmschmuck: eine
stehende Jungfrau, bekleidet, die linke Hand in die Seite gestützt, in der
rechten einen Ring haltend, auf dem Haupte eine goldne Krone, auf welcher drei
schwarze Birkhahnfedern stehen. Sie verzweigten sich in die Gorski, Jezierski
und Powalski, welche alle, wie auch ein Zweig, der den Namen Lewalt
weiterführte, das Wappen Rogala annahmen, und in die Plachecki, welche das
Stammwappen behielten.
Lichtenstein. Der Schild
ist durch sechs kleine Spitzen gespalten und durch sechs kleine Spitzen geteilt,
das erste und vierte Feld silbern, das zweite und dritte rot, alle leer.
Lichtfuss (Lichtefoten,
Litfus). In schwarzem Felde ein rechts gekehrter weißer Bärenkopf; Helmschmuck:
ein aufwachsender, vorwärts gekehrter, weißer Bär, der mit seinen Tatzen über
seinem rechts gewendeten Kopfe einen Blumenkranz hält, über welchem drei
Straussenfedern.
Lichtyan. In Rot ein
silbernes Rad mit acht Zacken und vier Speichen; Helmschmuck: ein gleiches Rad.
Lilien. In Blau die linke
Hälfte einer silbernen, heraldischen Lilie; Helmschmuck: ein achteckiges, blaues
Schirmbrett, belegt mit der halben Lilie.
Lilienfeld. Schild
geteilt, oben in Blau drei nebeneinander gestellte silberne Lilien, das untere
dreimal silbern‑grün gespalten; Helmschmuck: zwischen zwei Elefantenrüsseln eine
silberne Lilie.
Linda (von der Linde). In
Rot ein schrägerechts gelegter goldner Lindenast, oben mit drei, unten mit zwei
Blättern; Helmschmuck: zwei aufrechte Lindenzweige, der rechte mit zwei, der
linke mit drei Blättern.
Linski. Im Wappen ein
spitzer Hut, auf der Spitze ein Knauf, unten eine zusammengeschlungene Schnur.
Farben ?.
Lipski. In Rot drei
gepanzerte Arme übereinander, jeder in der Hand ein silbernes Hufeisen haltend;
Helmschmuck: zwei gleiche Arme, die zusammen ein Hufeisen hochhalten, zwischen
den Armen ein Vogel.
Loe (Lohen). In
schwarz‑silbern quadriertem Schilde ein goldner Querbalken; Helmschmuck: zwei
nach innen gebogene Ziegenhörner.
Loitz. Schild geteilt,
oben ein aufrechter Zweig mit acht Blättern, 'unten drei Rosen; Helmschmuck:
eine Lilie. Farben ?
Luzinski. In Blau ein
senkrechter, goldner Baumstamm, auf demselben oben eingepfropft drei durch einen
Stengel fächerartig zusammengehaltene grüne Blätter; Helmschmuck: eine fast ganz
aufwachsende, rot gekleidete Jungfrau mit aufgelöstem Haar, die Arme halb
erhoben, in der rechten Hand ein Hirschgeweih von je vier Enden, in der linken
drei grüne Blätter haltend. Sie stammen aus Deutschland, wo sie von Walden, auch
Wolde hießen.
Luzyanski (Marklichenrade,
Luzyan, Losainen, Lesseinem, Luzyanski - Roesselin). In Rot zwei senkrecht
stehende Hecht‑Kinnladen, mit den Zähnen einander zugekehrt; Helmschmuck: ein
Geierflug, jeder Flügel belegt mit einem gleichen Kinnbacken. Ein Zweig nannte
sich Lysomicki.
Lukocz, Wappen. In blauem
Felde eine schwebende rote Mauer von vier Reihen und mit vier Zinnen, aus
welcher ein Eber halb aufwächst, der im Maule zwei Weizenähren hält;
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt:
Als Mewe in Preussen belagert wurde (wann ?), schob einer der Belagerer einem
Freunde in der Stadt, durch ein Loch in der Mauer heimlich einen Eber zu, dem er
Ähren in das Maul gebunden hatte, in denen ein Brief versteckt war, in welchem
er den Freund fragte, ob die Stadt mit Proviant versehen sei und sich noch
halten könne; dieser antwortete auf demselben Wege, dass die Stadt wohl
versorgt, aber von einer bestimmten Seite aus, die er bezeichnete, leicht zu
nehmen sei, er deshalb einen Sturm anrate. Die Belagerer unternahmen den
angeratenen Sturm, eroberten und befreiten die Stadt. Derjenige, der den Rat
gegeben hatte, wurde mit diesem Wappen beliehen (von wem ?), das nach ihm Lukocz
genannt wurde. Dasselbe führen die:
Lukocki und
Luniewski.
Larissa. Siehe
auch Larysza.
Larysza. In rotem
Felde zwei neben einander stehende, silberne Pflugscharen, mit den Spitzen nach
oben, mit den Schneiden nach auswärts gerichtet; Helmschmuck: drei
Straußenfedern. ‑ Über den Ursprung wird gesagt: Jaromir, Fürst von Böhmen, von
seinem Bruder Wratyslaw verjagt, suchte Schutz in Polen, der ihm auch gewährt
wurde. Wratyslaw rückte deshalb 1062 kriegerisch in Polen ein. Als König
Boleslaw der Kühne ihm entgegenzog, kam ihm ein Mann entgegen, der zwei
Pflugscharen zum Schmied tragen wollte. Über die Gegend befragt, erklärte er
sich bereit die Truppen durch den Wald zu führen, was er auch tat. jenseits des
Waldes lagerten die Böhmen. Der Mann, der Larysz hieß, schlich sich vor
Tagesanbruch nach dem böhmischen Lager, und es gelang ihm, da dort alle
unbesorgt in tiefem Schlafe lagen, der Vorhut die Pferde fortzuführen. Der König
überfiel das Lager und erreichte einen vollständigen Sieg. Zur Belohnung verlieh
er dem Larysz außer weitem Besitz in Schlesien, dieses Wappen, das nach ihm
Larysza benannt, aber auch Laryssa und Larysz geschrieben wurde. Eine zweite
Benennung des Wappens mit Gleszyn oder Gleszyna kam zeitweise vor. Auch findet
man die Bezeichnung Larysza für das Wappen Strzemie. Das Wappen führen die:
Chocholaty,
Cchocholadzki, Domanski, Dumanski, Lariss, Larysza, Lebla, Lastowiecki,
Madalinski, Meczalski, Mendalski, Niedzielski, Palimaczynski, Perzanowski,
Szokalski, Wnuczek, Zdanowski.
Laska
Lawsowa
Lazanko
Leliwa.
In blauem Felde ein
goldener, nach oben geöffneter Halbmond, überhöht von einem sechsstrahligen
goldenen Sterne; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit dem Wappenbilde. Es
wird auch wohl ein rotes Feld geführt. Es gilt als Urwappen, und die Annahme,
dass es aus Deutschland eingeführt sei, ist durch nichts begründet. Die erste
Heimat des Wappens war wohl in der Wojewodschaft Sieradz. Eine Vermehrung des
Wappens durch ein Kreuz unter dem Halbmonde, die die Bobinski führen, wird
Dekaloga genannt. Dieses Wappen führen die:
Adamowicz,
Albicki, Anszewski, Bachrynowski, Badkowski, Bajer, Bakrynowski, Baszowski,
Baurski, Bedlinski, Bernatowicz, Besowski, Bielowski, Blocki, Bobinski, Bobola,
Bodzanta, Brazyfiski, Broniewski, Brzozdowski, Brzozogajski, Bulhak, Cerkas,
Chlebowicz, Chlasko, Choborski, Chociatowski, Chrusicki, Cichowicz, Czajowski,
Czapski, Czarnecki, Czechowicz, Czelatycki, Czerczycki, Czeski, Czichowski,
Czobor, Czubinski, Czudowski, Czulski, Dab, Dabrowski, Damerau, Danecki,
Daszkowicz, Daszkowski, Dobrzanski, Dorohostajski, Dorpowski, Draslawski,
Fryjewicz, Ganglowski, Gintowt, Goluchowski, Gorka, Gorkanski, Gortatowski,
Gozdzki, Graniewski, Granowski, Grochowski, Gwiazdowski, Hlaska, Irzykowicz,
Jaczewski, Jaroslawski, Jaskmanicki, Jelec, Jerzykowicz, Józefowicz, Juchnowicz,
Jurkowski, Juskiewicz, Kalenik, Karsnicki, Kaski, Kiewlicz, Kiski, Kokoski,
Koninski, Koppet, Kopystynski, Kostewicz, Kozielski, Krajewski, Kronicki,
Krzesz, Krzywoblocki, Kuchmistrzowicz, Kucinski, Kumaniecki, Kummer, Kunter,
Laskowski, Leliwa, Lgocki, Lipinski, Lisowski, Lostin, Lasko, Lozinski, Lubanka,
Lysakowski, Malszycki, Melsztynski, Miaskowski, Mierczynski, Mierzenski,
Mlaszkowski, Mlodkowski, Monwid, Monwidowicz, Morsztyn, Mutykalski, Narmunt,
Niernierzyc, Niesiolowski, Ninienski, Odyniec, Oklejski, Okuszko, Olechnowicz,
Olechowicz, Osostowicz, Ostaszkiewicz, Ostrowski, Ostrzeszewicz, Ostrzewski,
Paalsknis, Pacyna, Parys, Paszkowski, Pawlowski, Pawsza, Pieczychowski,
Pietraszewicz, Piglowski, Pilecki, Piorun, Plawinski, Poblocki, Podleski,
Pogorski, Pokrywnicki, Polonski, Poplawski, Pruski, Pruszak, Przywidzki,
Ptaszynski, Raczkowski, Radwanski, Rakowic, Rekuc, Rezwic, Rogowski, Rohozinski,
Rykowski, Ryx, Scierski, Sieninski. Sienkiewicz, Sierpski, Skorupa, Stawinski,
Slotwinski, Smoiski, Specimirski, Spiner, Splawski, Srzedzinski, Staniewicz,
Stanilewicz, Starowolski, Starzechowski, Staszkiewicz, Stiernski, Stryjkowski,
Sudnik, Sworski, Szalkiewicz, Szaniecki, Szczepiecki, Szpiner, Tarlo, Tarnau,
Tarnowski, Towgin, Trcienski, Tulkowski, Tyszkiewicz, Urak, Ustarbowski, Virion,
Wapczynski, Wardeski, Warnsdorf, Wesierski, Wiazewicz, Wieclawski, Wieroszemski,
Wietcki, Witski, Wodzicki, Wojakowski, Wojanowski, Wrzosek, Wyrozemski,
Wyrzykowski, Wyskocki, Wysocki, Zaborski, Zabrzezinski, Zaglinski, Zajaczkowski,
Zarski, Zienkowicz, Zurowski.
Es führen jedoch die Adamowicz: in Rot einen
gestürzten, silbernen Halbmond über einem aufrechten silbernen Pfeile, der links
von einem silbernen Stern begleitet ist; als
Helmschmuck: einen offenen silbernen Adlerflug.
Leszczyc. In rotem Felde
ein goldenes, auf vier silbernen Pfählen ruhendes Dach, also ein Heuschober
(bróg); Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit dem Wappenbilde, das aber
halbrechts steht. ‑ Ein Urwappen, das mitunter auch Laska, und nach dem
Wappenbilde auch Bróg genannt wurde. Die Heimat des Wappens war wohl die
Wojewodschaft Inowroclaw. Dieses Wappen führen die:
Belecki,
Bialeski, Bieganski, Boleminski, Boliminski, Bonczkowski, Chmielinski,
Chodorowski, Dokowski, Donoski, Donowski, Falecki, Grabionka, Gultowski,
Gutowski, Holy, Jabkowski, Jasieniecki, Jaskolski, Juszynski, Klonowski,
Kossowski, Kostecki, Koszutski, Krotowski, Laskary, Laskowski, Leszczyc,
Lubonski, Lubstowski, Lukawski, Mierucki, Mierzejewski, Mierzewski, Milaszewski,
Miroslawski, Mroczek, Nagorski, Ostrorog, Piekarski, Pierzchlinski, Piesek,
Plodowski, Plomykowski, Ponetowski, Popkowski, Popowski, Pszczynski, Radolinski,
Rysinski, Siemienski, Siestrzewitowski, Skarszewski, Skolimowski, Slupski,
Smielowski, Stawski, Strzeszewski, Strzezyminski, Sulislawski, Suminski,
Supinski, Surminski, Swiecki, Swiezowski, Swiszulski, Swizowski, Szuminski,
Walderowicz, Waliszewski, Wegorszewski, Wieruszewski, Wlosinowski, Wloszynowski,
Wygrazewski, Zaleski, Zielonacki, Zyznowski.
Lewart. In rotem, mitunter
auch blauem Felde ein rechtsgekehrter, goldgekrönter, aufrecht sitzender,
naturfarbener Leopard; Helmschmuck: ein gleicher Leopard halb aufwachsend. Es
ist ein eingeführtes Wappen, das durch seinen Namen Lewart, der im Böhmischen
Leopard bedeutet, auf Böhmischen Ursprung schließen lässt; doch wird angegeben,
dass es vom Rhein stammt, und unter Kazimierz dem Gerechten, um 1180, durch
einen Ritter Wichfried nach Polen gebracht wurde. Dieser war aus dem Lande Köln,
ein Sohn des Borgos und Enkel des Lamfried, welcher letztere dem Prinzen
Kazimierz während seines Aufenthaltes am Rhein gute Aufnahme und
Freundlichkeiten bewiesen hatte. In Anerkennung dessen verlieh Kazimierz,
nachdem er 1177 den polnischen Thron bestiegen hatte, ihm auf Lebenszeit die
Schlösser Sandecz, Oswiecim und Siewierz, neben anderen Privilegien. Wichfried
pflanzte den Stamm dieses Wappens, das auch Walny genannt wird, in Polen fort.
Dieses Wappen führen die:
Bakowski, Broniewski,
Firlej, Gorski, Kczewski, Konarski, Krwacki, Lewartowicz, Lewartowski,
Lewinski, Marczuszowski, Markuszewski, Melgiewski, Pety, Skwarc, Szlapa,
Thokarski, Tretius, Wodpol, Zakrzewski.
Licharz
Lila
Limont
Lis. In rotem Felde ein
silberner, ungefiederter, senkrecht nach oben gerichteter Pfeil, dessen Schaft
zweimal durchkreuzt ist; Helmschmuck: ein nach links gekehrter, aufwachsender
Fuchs mit aufwärts gerichteter Rute. ‑ Über den Ursprung wird gesagt: Ein
Ritter, welcher einen Fuchs (Lis) im Wappen führte, hatte zur Zeit des Königs
Kazimierz 1. im Jahre 1058 in dem Kriege gegen die Jazdzwinger und Litauer eine
größere Abteilung zu befehligen. Diese teilte er in zwei Teile, sendete den
einen zur Umgehung des Feindes aus, der bei Sochaczew an dem Flusse Bzura, auch
Mzura genannt, lagerte, Die umgehende Abteilung sollte dann einen Angriff
machen, sobald er durch einen mit Brennstoff umwickelten, in die Höhe
geschossenen Pfeil das Signal dazu geben würde. Nachdem er die Bereitschaft
dieser Abteilung sicher voraussetzen konnte, ließ er das Signal geben, die
Abteilung griff an, ebenso er selbst mit der zurückgebliebenen Abteilung, und
der so von zwei Seiten unerwartet angegriffene und dadurch verwirrte Feind
wurde vernichtet. Dafür erhielt der Ritter den Pfeil in das Wappen, zweimal
durchkreuzt als Hinweis auf den Angriff von zwei Seiten. Der Ritter behielt aber
den Fuchs als Helmschmuck bei. Dieses neue Wappen wurde nach dem Flusse, wo die
Tat geschah, Bzura, auch wohl Mzura, genannt. Nach dem ursprünglichen
Wappenbilde behielt es aber auch den Namen Lis bei. Der Ritter führte dann auch
wohl selbst den Namen Bzura und legte in der Wojewodschaft Krakau ein Dorf Bzura
an, das er später dem Kloster Jedrzejów schenkte. Er hinterließ einen Sohn, der
den Stamm fortsetzte. Lokale Bezeichnungen des Wappens waren auch Orzi ‑ Orzi,
wohl nach dem Flüsschen Orz in Masowien und Strempacz. Dieses Wappen führen
folgende Familien:
Biskupski, Boczka,
Bolestraszycki, Borowski, Bucela, Buchczycki, Bukczycki, Bzura, Bzurski,
Chometowski, Chominski, Chrzelowski, Cieszowski, Cyrus, Czamecki, Czarnocki,
Czarnota, Czyz, Fulko, Gatardowicz, Giebultowski, Gielbutowski, Glinski,
Goluchowski, Gottard, Grodowski, Grudowski, Grzegorzewski, Grzywa, Ilinski,
Jaczynski, Jarnicki, Jerlicz, Jezewski, Jodko, Kanigowski, Karnicki, Kasicki,
Kempinski, Kesztort, Kieysztor, Kniehenicki, Kolesinski, Komonski, Komorowski,
Kormunski, Konstantynowicz, Korsak, Korzeniewski, Kosmowski, Kozieglowski,
Kozlowski, Kroinski, Kulczycki, Kwilinski, Lipicki, Lisiecki, Lisowski, Lacki,
Makarowicz, Maluszenski, Medeksza, Metra, Michalowicz, Michniewicz, Mickiewicz,
Mieszkowski, Mikolajewski, Mironski, Mnichowski, Naczowicz Narbut, Nieczycki,
Niemierza, Niemsta, Ochab, Olszewski, Oltarzewski Ossendowski, Piaseczynski,
Pieczonka, Pieczynga, Postrumienski, Proszczowicz, Radziminski, Rappold,
Roszczyc, Roinicki, Rudnicki, Ruszczyc, Ruszel, Rymwid, Samsonowicz Sangaylo,
Sapieha, Sikorski, Sipowicz, Slupski, Starzynski, Suwigajlo, Swiatopelk,
Swierski, Szkudlski, Tausz, Tyminski, Ulinski, Wankowicz, Wankowski,
Wasiencowicz, Werbski, Wereszczaka, Wichorowski, Wiezlinski, Wilkanowski, Wolan,
Wolski, Woronowicz, Worowski, Wróblewski, Zabielo, Zadambrowski, Zajac, Zaleski,
Zawadzki, Zdan.
Verändert führen das
Wappen die Jerlicz: der Pfeil ist zweimal aber Schrägerechts durchkreuzt ‑ die
Rymwid, Mickiewicz, Sipowicz, Tyminski, Doroszkiewicz: der Pfeil ist nur einmal
durchkreuzt Helmschmuck. Drei Straußenfedern, ‑ die Makarowicz und
Wasiencowicz: der Pfeil ist von drei Stäben durchkreuzt, die sich nach oben hin
verjüngen, ‑ die Sapieha und Samsonowicz: neben dem etwas nach links gerückten
Pfeile ist rechts ein senkrecht gestellter, mit der Spitze nach oben, mit der
Schneide nach innen gekehrter Säbel, ‑ die Kesztort. der einmal durchkreuzte
Pfeil ist rechts und links von je einem Stern begleitet; Helmschmuck: zwei
Jagdhörner (Elephantenrüssel), ‑ die Cyrus: als Helmschmuck zwei pfahlweise
gestellte Sterne zwischen zwei Flügeln, ‑ die Kosmowski haben an dem Schaft
statt des Kreuzes nur einen linken halben Balken.
Liszki
Lodzia
Losiatynski. In rotem Felde ein goldnes
Kavalierkreuz, das von einem goldnen Ringe eingeschlossen ist, der oben mit
einem gefiederten, mit der Spitze nach oben gerichteten, silbernen Pfeile
senkrecht besetzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Zur Zeit des Königs
Ludwig (1370‑82), der auch König von Ungarn war, waren die Litauer verwüstend in
Masowlen eingedrungen. In dem ihnen entgegen geschickten polnischem Heere
zeichnete sich der Ritter Losiatynski durch große Tapferkeit aus; er erschlug im
Kampfe einen feindlichen Führer, dessen Begleiter, um dessen Tod zu rächen,
einen Pfeil gegen ihn abschoss , den er aber mit der Hand auffing, auf seinen
Bogen legte und `mit demselben den Schützen erlegte. Der König verlieh dafür dem
Losiatynski, der aus Wolynien war, dieses Wappen, das seine Nachkommen führen.
Lowinski
Luba
Lubicz.
In blauem Felde ein
silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, in dessen Mitte ein silbernes
Kavalierkreuz schwebt mit einem gleichen Kreuze ist das Hufeisen oben besetzt;
Helmschmuck: drei Straußenfedern. Über den Ursprung dieses Wappens wird gesagt:
In dem Kriege des Königs Kazimierz gegen die Preussen im Jahre 1190 nahm ein
Ritter, der ein Hufeisen (Podkowa) mit einem Kreuze im Wappen, das mit Podkowa
bezeichnet wird, wohl das Wappen Pobog gewesen sein mag, führte, den feindlichen
Führer gefangen und führte ihn dem Könige zu, wofür dieser dem Ritter ein
zweites Kreuz ins Wappen verlieh. Nach dem Flusse Lubicz, der jetzt Drewenz
heißt, wo das Gefecht stattgefunden hat, vielleicht bei dem jetzt an der Drewenz
belegenen Dorfe Lubicz, wurde das neue Wappen Lubicz genannt. Man findet es aber
auch als Luba, Luby, Lubycze und Podkowa bezeichnet. Aus diesem Wappen stammt
das Wappen Krzywda. Das Wappen führen die:
Anczewski,
Arynek, Babecki, Baczewski, Bakanowski, Bartikowski, Bartosiewicz, Baykowski,
Bednarski, Bialoblocki, Bialochowski, Bialynski, Biecz, Bledzewski, Bolanowski,
Borchowski, Borkowski, Borowski, Bortkiewicz, Borzechowski, Borzestowski,
Borzewski, Borzymowski, Brykczynski, Brzezinski, Brzowski, Brzozowski,
Brzumienski, Buczynski, Buderaski, Budzislaw, Borzyrnowski, Chaborski,
Chelchowski, Chojecki, Chotomanski, Chotolski, Choynowski, Chrominski,
Chrostowski, Cichocki, Cichowski, Ciecierski, Ciesielski, Cieslicki,
Ciezadlowski, Czaplicki, Czartoryski, Czerniewicz, Czerwinski, Czerwonka,
Dabkowski, Danilowski, Dernalowicz, Dobrzewinski, Dobrzyjalowski, Domaniewski,
Dryzdela, Duryewski, Dzierzenski, Dziezyc, Fedkowicz, Filicki, Gerkowski,
Gieczewicz, Gierczynski, Giewartowski, Glaczynski, Glebocki, Goreczkowski,
GosIicki, Gostynski, Gradowski, Greffen, Gregorowicz, Grochowski, Gruszecki,
Gruzewski, Gryniewicz, Gurski, Guzowski, Harynek, Hercyk, Hlebowicz, Holowka,
Horomatski, Hrehorowicz, Idzkowski, Jagniatkowski, Janczewski, Januszkiewicz,
Jaszowski, Jawornicki, Jaworowski, Jedrzejowicz, Jurewicz, Karwosiecki,
Kiewnarski, Kijowski, Klosinski, Koblinski, Kobylanski, Kochanski, Koczowski,
Konopka, Kopec, Kosminski, Kozicki, Kozinski, Kozlowski, Kozminski, Kozmirski,
Krosnicki, Krosnowski, Krzecz, Krzeczowski, Krzycki, Krzyczkowski, Krzyniecki,
Krzywicki, Krzywonowski, Kucharski, Kulnow, Kurowski, Kuziemski, Ligeza, Lipski,
Lisowski, Lissowski, Lopienski, Lubicz, Lutoborski, Lyskowski, Lapa, Lapinski,
Lazynski, Lekowski, Lopacinski, Lopacki, Lopienski, Loszewski, Lozinski, Luba,
Lugowski, Luzecki, Lysakowski, Makowiecki, Mankowicz, Markiewicz, Meysner,
Miecznikowski, Mierzejowski, Mierzynski, Milewski, Milosz, Misbacki, Miszewski,
Misztolt, Mlodynski, Mnichowski, Mniszewski, Mogilnicki, Monkiewicz,
Murzynowski, Myslecki, Nagrodzki, Nencha, Netrebski, Nieborski, Niebowski,
Nielawicki, Nieswiastowski, Niezabitowski, Ninski, Nitowski, Nowicki,
Obrapalski, Orlowski, Orzenski, Ossowski, Oszkowski, Oyrzynski, Pachowski,
Paczkowski, Pajaczkowski, Piadlewski, Piadzewski, Piczkowski, Piekutowski,
Pieszkowski, Pietraszko, Pinski, Piwnicki, Plejewski, Pluszczowski,
Plaszczyniski, Plazowski, Plodowski, Plotowski, Pokrzywnicki, Potocki, Prostek,
Proszynski, Przybyslawski, Przyluski, Punikowski, Puzewicz, Raczenski,
Raczewski, Radziminski, Rakowski, Rapacki, Reder, Rembielinski, Reyczynski,
Roder, Rokicki, Romanowicz, Rowicki, Rozycki, Rudnicki, Ruksza, Ruszkowski,
Rymkiewicz, Rytel, Sadowski, Sammek, Sawicki, Sedzicki, Serek, Serkowski,
Sielski, Sieminski, Sierakowski, Sierkowski, Sierkuczewski, Skiwski,
Skolimowski, Skoldycki, Smuszewski, Spedowski, Stabrowski, Stawecki, Stawicki,
Stogniew, Stojanowski, Stowerowski, Strzalkowski, Strzemeski, Strzeszewski,
Stypulkowski, Suchorski, Sulimirski, Sulistrowski, Supinski, Suski, Swiderski,
Swinski, Szantyr, Szeleszczyinski, Szeliski, Szerokowski, Szomowski, Szpakowski,
Szretter, Sztrem, Szumborski, Szydlowski, Szymonski, Targowski, Tarszenski,
Tropianski, Tupik, Tyborowski, Tylicki, Uscinski, Uszynski, Wadolkowski,
Wadolowski, Watlewski, Wegrzecki, Widlicki, Wielicki, Wierzbicki, Wierzbowski,
Wilpiszewski, Winski, Wisigierd, Wittinski, Wojciechowski, Wojnarowicz,
Wolinski, Wolski, Wolkowicki, Wolunski, Wortkowski, Woytkowski, Wróblewski,
Wyczalkowski, Wygrazewski, Wyrzykowski, Wysocki, Zabka, Zadykowicz, Zagrzewski,
Zahorski, Zakrzewski, Zaleski, Zaluska, Zaniewski, Zaorski, Zborzynski, Zbyslaw,
Zdzanski, Zolcinski, Zólkiewski, Zorzewski, Zydowa, Zydowicz, Zylicz, Zylinski.
Etwas verändert führen das
Wappen die Hercyk, Tupik, Kopec, Monkiewicz, Stabrowski und Wolkowicki: das
Kreuz auf dem Hufeisen fehlt, ‑ die Piadzewski: beide Kreuze, übereinander,
sind innerhalb des Hufeisens, ‑ die Zabka‑ das obere Kreuz fehlt, das Hufeisen
ist am linken Stollen von einem schrägelinks nach oben gerichteten Pfeil
durchbohrt, dann oben und neben dem Stollen von je einem Stern begleitet, ‑ die
Reder: das obere Kreuz erscheint mit dem unteren zusammenhängend, ‑ die
Pajaczkowski: das Feld rot, die Kreuze golden.
Lubiewa
Lubrza
Labedz.
In rotem Felde ein
silberner, stehender, nach links gewendeter Schwan (Labedz) mit goldenen Füssen
und goldenem Schnabel; Helmschmuck. ein gleicher, auf der Krone stehender
Schwan. Dieses Wappen wurde 1124 aus Dänemark durch Piotr Dunin eingeführt, dem
der König Boleslaw die Herrschaft Skrzynno bei Opoczno in der Wojewodschaft
Sendomierz verlieh. Dies war die erste polnische Heimat und Piotr der Stammvater
des sich zahlreich verbreitenden Geschlechts. Der Wappenname war zeitweise
Skrzynno, dann aber, dem Wappenbilde entsprechend, Labedz. Dieses Wappen führen
die:
Balbas, Balaszko,
Bartodziejski, Berwaldzki, Berzanski, Bielski, Blinstrub, Blaszkowski,
Borkowski, Breanski, Brzezinski, Bujnicki, Damniowski, Dowgaylo, Dowgird, Dunin,
Ganckow, Ginwill, Girski, Gliszczynski, Gluszewski, Gluszynski, Goligunt,
Golawinski, Goscikowski, Grajewskj, Grodzinski, Grudzinski, Holowczynski,
Horodyjski, Horoszewicz, Jagieltowicz, Jalgoldowicz, Jastrzebski, Jawgiel,
Jundzil, Kamionomojski, Kaniomojski, Karnkowski, Karwacki, Karwacki, Kasinowski,
Keplicz Kieyzgaylo, Klopocki, Kornorowski, Konczewicz, Koninski, Kostrzejowski,
Kozic, Kozicki, Kozielski, Krajewski, Kudrewicz, Kunczewicz, Kunicki,
Lipczynski, Lipski, Lubsienski, Labecki, Maciejowicz, Majewski, Marcinkiewicz,
Markiewicz, Matuszewicz, Matyszewicz, Mieczynski, Minigailo, Missopad,
Modliszewski, Monstold, Mozeyko, Niemieksza, Niemieszka, Ostrowski, Otoski,
Owadowski, Pantkowski, Petrusiewicz, Pietkowski, Pilecki, Ploetz, Polib, Primus,
Prokulbicki, Przychowski, Przystalowski, Przyszowski, Radonski, Radostowski,
Rafalowski, Rajecki, Ratynski, Rostocki, Ruskowski, Rzuchowski, Sasulicz,
Sebastyanowicz, Siemaszko, Siemniszko, Skrzynski, Slepsc, Smialkowski,
Smoszewski, Stos, Studzinski, Suligostowski, Szemiot, Szempinski, Szostakowski,
Szpot Szpotanski, Szpotowski, Sztorc, Szwichowski, Talenti, Talwosz, Tanajewski,
Telefus, Todt, Tomasiewicz, Trzcinski, Trzebicki, Urbanowicz, Waleszynski,
Warszewski, Wasowicz, Weyssenhoff, Widejko, Wodziradzki, Wojenski, Wolski,
Wolodkiewicz, Woyszko, Zaleski, Zawisza, Zborzynski, Zuchowski.
Etwas verändert führen das Wappen die Girski: das Feld ist blau, der Schwan hat
einen Fuß auf das Abdank‑Zeichen gesetzt, auch als Helmschmuck, ‑ die Kudrewicz:
Helmschmuck drei Straußenfedern, ‑ die Szemiot: das Feld ist blau, Helmschmuck:
ein halb aufwachsender silberner Löwe, ‑ die Widejko: der Schwan schwimmt auf
Wasser; Helmschmuck: drei Straußenfedern, ‑ die Woyszko: Helmschmuck: ein
Halbmond überhöht von einem Stern, ‑ die Ginwil und Goligunt: Helmschmuck: ein
bewaffneter Arm, ‑ die Szpot: der rechts gekehrte Schwan hat eine goldene Krone
um den Hals und einen goldenen Diamantring im Schnabel; Helmschmuck der Schwan
oder auch ein Spieß zwischen zwei nach innen gekehrten Halbmonden. ‑ Es wird
noch gesagt, dass ein Tatar, als er sich mit einer Dunin des Wappens Labedz
vermählte, zu diesem Wappen angenommen wurde, doch mit der Veränderung, dass in
diesem neuen Wappen der Schwan goldenen Schnabel und goldene Füße haben sollte,
welches Wappen dann deren Nachkommen führten.
Lada. In rotem Felde ein
nach unten offenes, silbernes Hufeisen, oben besetzt Mit einem goldnen
Kavalierkreuz, das Hufeisen rechts und links begleitet von je einem gestürzten
Pfeil mit silberner Spitze, dessen schwarzer ungefiederter Schaft oben gespalten
ist, unter dem Hufeisen und unter ‑den Pfeilen sind zwei nebeneinander stehende,
mit den Mundstücken sich zugekehrte, schwarze, unbeschlagene, kleine Jagdhörner;
Helmschmuck. ein Adlerflug. Es wird das Wappen dann auch etwas verändert
geführt: das Feld wohl auch blau, ‑ dann als Heimschmuck drei Straußenfedern,
oder, jetzt wohl allgemein, ein aufwachsender gekrönter Löwe mit beiden Pranken
ein senkrechtes Schwert haltend. ‑ Über den Ursprung des Wappens wird gesagt.
Ein Ritter des Wappens Jastrzebiec, Besitzer auf Lada in Masowien, wurde, als er
auf seinem Lande bei den Feldarbeitern war, zur Zeit des Königs Boleslaw 1248,
plötzlich von den Jazdzwingern, die damals verwüstend in das Land fielen,
umringt. Er verteidigte sich mit seinen Leuten und gewann den Rückzug nach einem
Walde, wo er durch das Jagdhorn die Jagdleute des Herzogs von Masowien
herbeirief, mit denen er den Feind verjagte. Er erhielt dafür von dem Könige die
Jagdhörner und die Pfeile oder Jagdspeere als Vermehrung in sein Wappen, in dem
auch die Stellung des Hufeisens verändert wurde. Das neue Wappen wurde nach dem
Gute Lada ebenfalls Lada genannt. Später kam auch die Benennung Mancz vor.
Dieses Wappen führen die:
Bartoszowicz,
Bienkowski, Bilinski, Bogdanowicz, Borzymowski, Brodowski, Cybulski, Czarnowski,
Czerniakowski, Czerniechowski, Dobrzyszewski, Glatowski, Gnatowski, Gradzki,
Grodecki, Grodzicki, janikowski, Klodnicki, Klodzienski, Kobylinski, Kokoszka,
Kopanski, Koronowski, Kotowski, Kowalewski, Krczytowski, Kroczowski, Kuczewski,
Lipski, Lada, Ladowski, Ladzic, Lazomski, Lazowski, Mandecki, Moczarski,
Mozarowski, Noskowski, Pilch, Proszkowski, Radonski, Radostowski, Redzina,
Redzinski, Skrzynski, Smerzynski, Sobolewski, Swidlicki, Trabski, Walicki,
Wasowicz Wasowski, Wlad, Zablocki, Zaleski, Zaorski, Zarciszewski, Zawistowski,
Zwolinski.
Lagoda. Ein rot und
silbern quergeteilter Schild; Helmschmuck: drei Straußenfedern. ‑ Ein sehr
reicher Herr namens Wirsing siedelte sich in Krakau an, wo er Wierzynek genannt
wurde. Er wurde um 1340 Ökonom und Schatzmeister des Königs Kazimierz, der ihn
in den polnischen Adel mit diesem Wappen aufnahm. Dasselbe wurde nach seiner
Besitzung Lagoda bei Szadek in der Wojewodschaft Sieradz, Lagoda, aber oft auch
Wierzynkowa genannt. Dasselbe führen die:
Garlicki,
Platemberg, Werenko, Wernicki, Wernikowski, Wierzynek.
Lebno
Leliwa.
Lodzia. In rotem Felde
eine goldne Barke, ohne Mast und ohne Segel, deren Seitenwände, vier Bretter
hoch, in der Mitte parallel sind, dann rechts und links in Spitzen
zusammenlaufen; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit einer gleichen Barke
(Lodz). Die erste Heimat dieses nach dem Wappenbilde Lodzia genannten Urwappens
war wohl die Umgegend von Posen, wo noch jetzt ein Gut Lodz liegt. Dieses Wappen
führen die:
Baranowski, Baubonaubek, Bieczynski, Bieganowski, Bieniedzki, Bilinski,
Bludowski, Bninski, Bobolecki, Bolewski, Borzykowski, Brocki, Brodnicki,
Bylinski, Chrzastowski, Czarnecki, Czarnkowski, Czolczynski, Dachowski,
Dobratycki, Glebocki, Gnoinski, Gorka, Gorski, Gradzki, Grotowski, Ilowiecki,
lwanowski, Iwinski, Jalowiecki, Kobylinski, Kokorzynski, Komornicki, Korytowski,
Kossowski, Krzecki, Krzeczkowski, Krzeszynski, Ksieski, Kunowski, Kurnatowski,
Lachowicki, Lachowicz, Ludomski, Labecki, Lodzic, Maniecki, Michalski, Miczucha,
Mienych, Moscinski, Moszczenski, Moszynski, Naramowski, Opalinski, Ordega,
Osypowski, Pokorzynski, Poninski, Powodowski, Przekora, Rabinski, Radzewski,
Rogalinski, Rostkowicz, Roszkowski, Rzeczycki, Sapkowski, Skalawski, Stabkowski,
Sluzowski, Smigielski, Smogorzewski, Starczynowski, Starkowiecki, Starowolski,
Sulinski, Sulkowski, Swierezewski, Szczypierski, Szkalowski, Szoldrski,
Taczalski, Tlocki, Tomicki, Wegierski, Wiecborski, Wyganowski, Zabinski,
Zakrzewski, Zalinski, Zdziechowski, Zdzychowski, Zgorski, Zyrowiecki,
Zytowiecki.
Lopot
Lososia
Lubicz.
In blauem Felde ein
silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, in dessen Mitte ein silbernes
Kavalierkreuz schwebt mit einem gleichen Kreuze ist das Hufeisen oben besetzt;
Helmschmuck: drei Straußenfedern. Über den Ursprung dieses Wappens wird gesagt:
In dem Kriege des Königs Kazimierz gegen die Preussen im Jahre 1190 nahm ein
Ritter, der ein Hufeisen (Podkowa) mit einem Kreuze im Wappen, das mit Podkowa
bezeichnet wird, wohl das Wappen Pobog gewesen sein mag, führte, den feindlichen
Führer gefangen und führte ihn dem Könige zu, wofür dieser dem Ritter ein
zweites Kreuz ins Wappen verlieh. Nach dem Flusse Lubicz, der jetzt Drewenz
heißt, wo das Gefecht stattgefunden hat, vielleicht bei dem jetzt an der Drewenz
belegenen Dorfe Lubicz, wurde das neue Wappen Lubicz genannt. Man findet es aber
auch als Luba, Luby, Lubycze und Podkowa bezeichnet. Aus diesem Wappen stammt
das Wappen Krzywda. Das Wappen führen die:
Anczewski,
Arynek, Babecki, Baczewski, Bakanowski, Bartikowski, Bartosiewicz, Baykowski,
Bednarski, Bialoblocki, Bialochowski, Bialynski, Biecz, Bledzewski, Bolanowski,
Borchowski, Borkowski, Borowski, Bortkiewicz, Borzechowski, Borzestowski,
Borzewski, Borzymowski, Brykczynski, Brzezinski, Brzowski, Brzozowski,
Brzumienski, Buczynski, Buderaski, Budzislaw, Borzyrnowski, Chaborski,
Chelchowski, Chojecki, Chotomanski, Chotolski, Choynowski, Chrominski,
Chrostowski, Cichocki, Cichowski, Ciecierski, Ciesielski, Cieslicki,
Ciezadlowski, Czaplicki, Czartoryski, Czerniewicz, Czerwinski, Czerwonka,
Dabkowski, Danilowski, Dernalowicz, Dobrzewinski, Dobrzyjalowski, Domaniewski,
Dryzdela, Duryewski, Dzierzenski, Dziezyc, Fedkowicz, Filicki, Gerkowski,
Gieczewicz, Gierczynski, Giewartowski, Glaczynski, Glebocki, Goreczkowski,
GosIicki, Gostynski, Gradowski, Greffen, Gregorowicz, Grochowski, Gruszecki,
Gruzewski, Gryniewicz, Gurski, Guzowski, Harynek, Hercyk, Hlebowicz, Holowka,
Horomatski, Hrehorowicz, Idzkowski, Jagniatkowski, Janczewski, Januszkiewicz,
Jaszowski, Jawornicki, Jaworowski, Jedrzejowicz, Jurewicz, Karwosiecki,
Kiewnarski, Kijowski, Klosinski, Koblinski, Kobylanski, Kochanski, Koczowski,
Konopka, Kopec, Kosminski, Kozicki, Kozinski, Kozlowski, Kozminski, Kozmirski,
Krosnicki, Krosnowski, Krzecz, Krzeczowski, Krzycki, Krzyczkowski, Krzyniecki,
Krzywicki, Krzywonowski, Kucharski, Kulnow, Kurowski, Kuziemski, Ligeza, Lipski,
Lisowski, Lissowski, Lopienski, Lubicz, Lutoborski, Lyskowski, Lapa, Lapinski,
Lazynski, Lekowski, Lopacinski, Lopacki, Lopienski, Loszewski, Lozinski, Luba,
Lugowski, Luzecki, Lysakowski, Makowiecki, Mankowicz, Markiewicz, Meysner,
Miecznikowski, Mierzejowski, Mierzynski, Milewski, Milosz, Misbacki, Miszewski,
Misztolt, Mlodynski, Mnichowski, Mniszewski, Mogilnicki, Monkiewicz,
Murzynowski, Myslecki, Nagrodzki, Nencha, Netrebski, Nieborski, Niebowski,
Nielawicki, Nieswiastowski, Niezabitowski, Ninski, Nitowski, Nowicki,
Obrapalski, Orlowski, Orzenski, Ossowski, Oszkowski, Oyrzynski, Pachowski,
Paczkowski, Pajaczkowski, Piadlewski, Piadzewski, Piczkowski, Piekutowski,
Pieszkowski, Pietraszko, Pinski, Piwnicki, Plejewski, Pluszczowski,
Plaszczyniski, Plazowski, Plodowski, Plotowski, Pokrzywnicki, Potocki, Prostek,
Proszynski, Przybyslawski, Przyluski, Punikowski, Puzewicz, Raczenski,
Raczewski, Radziminski, Rakowski, Rapacki, Reder, Rembielinski, Reyczynski,
Roder, Rokicki, Romanowicz, Rowicki, Rozycki, Rudnicki, Ruksza, Ruszkowski,
Rymkiewicz, Rytel, Sadowski, Sammek, Sawicki, Sedzicki, Serek, Serkowski,
Sielski, Sieminski, Sierakowski, Sierkowski, Sierkuczewski, Skiwski,
Skolimowski, Skoldycki, Smuszewski, Spedowski, Stabrowski, Stawecki, Stawicki,
Stogniew, Stojanowski, Stowerowski, Strzalkowski, Strzemeski, Strzeszewski,
Stypulkowski, Suchorski, Sulimirski, Sulistrowski, Supinski, Suski, Swiderski,
Swinski, Szantyr, Szeleszczyinski, Szeliski, Szerokowski, Szomowski, Szpakowski,
Szretter, Sztrem, Szumborski, Szydlowski, Szymonski, Targowski, Tarszenski,
Tropianski, Tupik, Tyborowski, Tylicki, Uscinski, Uszynski, Wadolkowski,
Wadolowski, Watlewski, Wegrzecki, Widlicki, Wielicki, Wierzbicki, Wierzbowski,
Wilpiszewski, Winski, Wisigierd, Wittinski, Wojciechowski, Wojnarowicz,
Wolinski, Wolski, Wolkowicki, Wolunski, Wortkowski, Woytkowski, Wróblewski,
Wyczalkowski, Wygrazewski, Wyrzykowski, Wysocki, Zabka, Zadykowicz, Zagrzewski,
Zahorski, Zakrzewski, Zaleski, Zaluska, Zaniewski, Zaorski, Zborzynski, Zbyslaw,
Zdzanski, Zolcinski, Zólkiewski, Zorzewski, Zydowa, Zydowicz, Zylicz, Zylinski.
Etwas verändert führen das
Wappen die Hercyk, Tupik, Kopec, Monkiewicz, Stabrowski und Wolkowicki: das
Kreuz auf dem Hufeisen fehlt, ‑ die Piadzewski: beide Kreuze, übereinander,
sind innerhalb des Hufeisens, ‑ die Zabka‑ das obere Kreuz fehlt, das Hufeisen
ist am linken Stollen von einem schrägelinks nach oben gerichteten Pfeil
durchbohrt, dann oben und neben dem Stollen von je einem Stern begleitet, ‑ die
Reder: das obere Kreuz erscheint mit dem unteren zusammenhängend, ‑ die
Pajaczkowski: das Feld rot, die Kreuze golden.
Luk
Lukocz
Lzawa. In blauem Felde
zwischen zwei nach außen geöffneten silbernen Hufeisen ein gestürztes blankes
Schwert mit goldenem Griff; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Über den Ursprung
des Wappens wird gesagt: Zur Zeit des Leszek Bialy, 1206‑27, träumte ein Ritter
des Wappens Belina im Feldlager, dass die Feinde das Lager überfallen und rief
erwachend Alarm. Alle wurden aufgeweckt und eilten zu den Waffen, doch war kein
Feind zu sehen. Zur Strafe für seine Übereilung, die, wenn sie als absichtlich
erkannt worden wäre, seine Bestrafung mit dem Tode verlangt hätte, wurde dem
Ritter aus seinem Wappen ein Hufeisen aberkannt und das neue Wappen wurde Lzawa
(von lzawy, weinerlich, ängstlich zu Mut) genannt. Dieses Wappen, das mitunter
auch Czawia und Czewa genannt wurde, führen die:
Boturzynski,
Konarski, Pironski, Pruszkowski, Swiechowski, Zyrowski.
Es führen das
Wappen verändert die Pruszkowski: statt des Schwertes nur eine einfache Linie;
Helmschmuck: ein aufwachsender Hirsch.
Madrostki. In rotem Felde
ein silberner Kesselring, nach oben geöffnet, wie im Wappen Nowina, auf
demselben ein mit der Spitze nach oben gerichteter, gefiederter, silberner
Pfeil, dessen Schaft einmal durchkreuzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern.
Dieses Wappen ist aus dem Wappen Nowina entstanden: Von zwei Brüdern des Wappens
Nowina erschoss im Zorn der eine den andern mit einem Pfeil. Lange blieb der
Täter unentdeckt. Doch durch Gewissensbisse geplagt bekannte sich der Täter
freiwillig und bat um Strafe. Wegen seiner tiefen Reue wurde ihm die Todesstrafe
erlassen, es wurde ihm jedoch zum Gedächtnis seiner. Tat das Schwert aus seinem
Wappen abgesprochen und statt desselben ein Pfeil, weil mit einem solchen die
Tat geschah, in dasselbe gesetzt, und zwar durchkreuzt als Zeichen der Reue und
Busse, auch wurde das blaue Feld durch ein rotes ersetzt. Ob unter König
Boleslaw, 1227‑70? Das Wappen wurde Madrostki genannt, wahrscheinlich nach dem
Ort der Tat. Dieser Ort lag wohl in Großpolen. Auch erscheint der Wappenname
Szmiara und Zmiara, der sich wohl auch auf eine Ortschaft bezog. Mehrere
Familien kehrten zum Wappen Nowina zurück. Das Wappen Madrostki führen die:
Borzniowski, Golecki, Kruszyna,
Lissowski, Mikulowski, Wilczek.
© Zurek & Cunow
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