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h. = herb = Wappen, h. własny
= eigenes Wappen,
Obrona
Odrowaz. In rotem
Felde ein silberner, unbefiederter Pfeil, dessen Schaft sich unten in zwei Enden
spaltet, die nach unten herzförmig zusammengebogen sind, deren Spitzen sich aber
nicht berühren, sondern ein wenig nach auswärts gebogen sind; Helmschmuck: ein
Pfauenschwanz, belegt mit dem nach links gekehrten Wappenbilde. Über den
Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Vorfahr aus Mähren hatte in fremdem Lande
mit dessen Bewohnern um die Wette mit dem Bogen geschossen und auch gerungen,
war aber immer glücklich gewesen und hatte durch diese seine Geschicklichkeiten
die Gunst des dortigen Fürsten erlangt. Einer aus dem Gefolge desselben war
darüber eifersüchtig und wollte vor seinem Fürsten mit dem Fremden um
Nasenstüber wetten. Der Vorfahr, der dies für eine Schmach ansah, fasste den
Gegner beim Schnurrbart und riss ihm diesen mit der Oberlippe aus, die er auf
den Pfeil steckte und dem Fürsten zeigte. Dieser gab dem Ritter zum Andenken an
seine bewiesene Überlegenheit als Wappen: den durch den Schnurrbart gesteckten
Pfeil und nannte dieses Wappen Odrzywas (Schnurrbart‑Ausriß), woraus später
Odrowaz wurde. In dem Wappen sollten also die beiden heruntergebogenen
Schaftenden den Schnurrbart bedeuten. Die Nachkommen dieses Ritters sollen
schon um 847 im Großmährischen Reiche unter Ratislaw vorgekommen sein, um 1080
kamen sie nach Polen, 1158 nach Böhmen. In Polen war der erste Sitz des
Geschlechts wohl in der Wojewodschaft Sendomierz. Dieses Wappen führen die:
Abratowicz, Aramowicz, Augustynowicz, Baranowski, Bebnowski, Bialaczewicz,
Bialaczowski, Bilicz, Blezowski, Blaszkowicz, Bohurynski, Brachowski, Buchta,
Burkacki, Bylina, Cedrowski, Chlewicki, Chreptowicz, Chwalkowski, Cizowski,
Czelo, Debinski, Duracz, Dziewiatl, Egrodzynski, Galka, Giwanowski,
Gliszczynski, Godowski, Gorski, Gostynski, Gostwicki, lwanowski, Jachnowski,
Jaczynic, Jaczynski, Jelenski, Kamienski, Kapuscinski, Kapusta, Karsnicki,
Kietlinski, Konecki, Kotulinski, Krawarski, Kruzilowski, Krzyszkowski, Kulinski,
Kurzanski, Kuszel, Lasota, Lewiecki, Litawor, Luskina, Maluja, Maniewski,
Mieszkowski, Miklasz, Milzecki, Minkiewicz, Minowski, Mironiski, Mleczko,
Mniewski, Nieswienski, Obulecz, Odrowaz, Olsztyinski, Ossowski, Pacanowski,
Pawlowicz, Pekalski, Pieniazek, Ploszowski, Pniewski, Polecki, Potempski,
Potrykowski, Pruszkowski, Przedwojewski, Przedworski, Ptaszynski, Rembieszycki,
Rozdrazewski, Siedlecki, SiedInicki, Skorzewski, Strasz, Straszewicz, Strusz,
Szczekocki, Sypniewski, Szydlowiecki, Tworkowski, Wadolowski, Waligórski,
Wanikowski, Werda, Wilkonski, Wizgerd, Wolski, Wolynski, Wysocki, Zaba,
Zaranowski, Zarszynski.
Etwas verändert führen das
Wappen die Jelenski: der Schaft des' Pfeiles hat einen linken Kreuzbalken,
Helmschmuck: der Pfauenschwanz ohne Wappenbild, auch wohl unter dem Pfeil noch
ein rechts gestümmeltes Kreuz, ‑ die Luskina und Zaranowski: der Pfeil ist
einmal durchkreuzt, Helmschmuck: drei Straußenfedern, ‑ Die Zaba: der Pfeil ist
zweimal durchkreuzt, Helmschmuck drei Straußenfedern.
Ocisk. 0. Trzebiatowski.
Oderski. In Blau ein goldnes Rad; Helmschmuck: ein
gleiches Rad. Sie kamen aus Schlesien um 1640 nach. Polnisch Preussen.
Olszewski. Ein
geharnischter Arm, der eine Lanze mit ausgezacktem Fähnlein hält; Helmschmuck:
drei Straußenfedern zwischen zwei Lanzen. Sie stammen wohl aus Deutschland, wo
sie Wegier hießen, sich in Preußen um 1650 Olszewski nannten, nach Masowien
übersiedelten.
Orla glowa. In goldnem
Felde ein schwarzer Adlerkopf (orla glowa) mit Hals und einem Teil der Brust,
mit offenem Schnabel und ausgeschlagener Zunge; Helmschmuck: das Wappenbild.
Dieses Wappen führen die:
Gwozdziecki,
Myslanski, Nasierowski, Oppersdorff, Pikolar, Stablowski.
Es führen das Wappen
jedoch verändert die Oppersdorf, die 1663 das polnische Indigenat erhielten: den
Adlerkopf silbern und gekrönt in Rot.
Orlikowski.
‑ In Silber ein
querlaufender blauer Fluss; Helmschmuck: ein auf dem Knie ruhendes gepanzertes
Bein.
Osseken.
Ostrorog. ‑ 0. Zeromski.
Odwaga
Odwaga, Wappen. In Gold
eine rote Mauer von sieben Steinreihen, auf derselben drei Planken;
Helmschmuck: eine weiße Fahne, deren Ende einmal um den schrägerechts gestellten
Fahnenstock geschlungen ist. Der Ursprung des Wappens wird an die Eroberung
eines festen sarazenischen Schlosses zur Zeit des Kreuzzuges unter Gottfried von
Bouillon geknüpft; ein Vorfahr bestieg zuerst die Mauer und pflanzte auf
derselben die Fahne auf. Dieses für seine Kühnheit (odwaga) dem Ritter
verliehene Wappen wurde Odwaga, später auch Mur (die Mauer) genannt. Dasselbe
führen die Konopacki, Kossowski, Milewski.
Oppenkowski
(Openkowski, Opechowski).
In Rot drei silberne
Lilien neben einander; Helmschmuck: ein silberner Geier mit ausgebreiteten
Flügeln.
Odyniec
Odyniec. In blauem Feld ein senkrechter,
silberner, unbefiederter Pfeil, dessen Schaft von kurzem Balken durchkreuzt,
dann unten schrägerechts gebrochen ist; mitunter ist der Pfeil noch von einem
goldnen Sterne überhöht; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Über den Ursprung
wird gesagt: In den Kämpfen gegen die Tataren befand sich in dem russischen
Heere ein Soldat, der sehr stark war, es im Ringen mit dem stärksten Menschen
aufnahm, sich auch gegen die Feinde durch Tapferkeit und Erfolge auszeichnete.
In den russischen Ländern pflegte man einen sehr starken Mann Odyniec (wilder
Eber) zu nennen, und so hieß auch allgemein der Soldat; in einem Kampfe erschoss
er den Führer der Tataren, die sich flüchteten; man fand die Leiche des Führers
in der der Pfeil gebrochen war. Der Fürst verlieh dem Soldaten dieses Wappen,
das er, wie ihn selbst, Odyniec nannte. Dasselbe führen die:
Barynowski,
Bohusz, Brozowiecki, Brzozowiecki, Burba, Holcowski, Odyniec, Odynski,
Szostowicki, Szyszka, Wislouch.
Ostrogski. Das Wappen
Leliwa, überhöht von dem Wappen Ogonczyk; über dem Schilde eine Fürstenkrone.
Dieses Wappen wurde 1530 von Konstantyn Ostrogski, der von den russischen
Fürsten abstammte und deren Wappen, den Ritter Georg, einen Drachen tötend,
führte, angenommen, weil er, der Wojewode von Troki war, in russischer
Gefangenschaft grausam behandelt worden war und mit Moskau nichts mehr gemein
haben wollte. Die Ostrogski sind erloschen.
Oszczewski. In blauem
Felde zwei silberne, offene Triangel, die mit den Spitzen auf einander stehen,
von denen das obere ein kleines silbernes Kavalierkreuz einschließt;
Helmschmuck: drei Straußenfedern. ‑ Es soll dieses Wappen einem der Vorfahren
der Oszczewski verliehen sein, der zuerst in das feindliche, in Form dieser
Dreiecke angelegte Lager drang und dadurch den Nachfolgenden den Weg zum Siege
bahnte.
Oginiec
Oginiec. In blauem Felde eine rote Lagerpforte,
die oben mit einem silbernen Kreuze besetzt ist, dessen oberer Balken sich in
zwei auswärts gebogene Spitzen spaltet; über dem Schilde eine Fürstenmütze, oben
mit einem Kreuze geziert. Über den Ursprung wird gesagt, daß es von einem
russischen Fürsten einem Mitglied seines Hauses verliehen sei, der die durch die
Lagerpforte bereits in das Lager des Hauptquartiers eingedrungenen Tataren
zurückgetrieben und geschlagen hatte. Dieses Wappen wird Oginiec und auch Brama
genannt. Dasselbe führen die:
Fedorowicz,
Oginski, Puzyna, Puzynowicz, Rafalawski.
Okminski. In blauem Felde
das silberne Zeichen des Wappens Abdank, das von der Spitze eines gestürzten,
silbernen Pfeiles belegt ist, dessen Schaft in der Mitte einen Ring trägt, oben
statt des Gefieders mit einer zweiten Pfeilspitze versehen ist; Helmschmuck:
Drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die: Okminski.
Olszewski. ‑ In blauem
Felde zwei senkrecht stehende, mit den Spitzen nach auswärts gekehrte, silberne
Klammereisen, zwischen denen das goldne Kreuz eines Säbels so gelegt ist, daß
das Wappenbild wie ein N erscheint; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses
Wappen führen die: Olszewski.
Ostrozecki. In rotem Felde
drei silberne Abdank‑Zeichen, von denen das oberste gestürzt ist, deren Mitten
durch einen silbernen Längenstab verbunden sind; Helmschmuck: drei
Straußenfedern. Dieses Wappen führen die: Ostrozecki.
Ogonczyk.
In rotem Felde ein
silberner halber, nach unten offener Ring, oben besetzt, mit einer silbernen
Pfeilspitze; Helmschmuck: zwei nach oben gestreckte, weiß bekleidete
Frauenarme. Mitunter halten die Hände auch den halben Ring. ‑ Über den Ursprung
des Wappens wird gesagt: der Volksstamm der Kumanen, der in Ungarn und auch in
Mähren eingebrochen war, führte von dort viele Leute gefangen fort. Als er im
Jahre 1250 mit reicher Beute ab zog, führte einer dieser Heiden auch die
einzige Tochter des Edelmanns Odrowaz mit sich fort. Es kam durch Zufall Piotr
de Radzikowo, ein tapferer Jüngling dazu, zu welchem die weinende Jungfrau um
Hülfe flehend ihre Arme ausstreckte. Piotr verfolgte den davon eilen den
Heiden, holte ihn ein und tötete ihn, hob die Jungfrau auf das Pferd des Heiden
und setzte sie dann an sicherem Orte ab. Die Jungfrau, von Dank durchdrungen,
nahm von ihrem Finger einen Ring, brach ihn in zwei Hälften und gab die eine
Hälfte ihrem Ritter mit der Erklärung, dass sie keinem anderen angehören wolle
als ihm. Mit Dank nahm Piotr diese Erklärung entgegen, musste sich jedoch, weil
Pflichten ihn abriefen, für die erste Zeit verabschieden. In längerer Zeit, da
Piotr nicht wiedergekehrt war, ließ sie sich, obgleich ihres Versprechens
eingedenk, durch ihre Eltern bestimmen, einem um sie werbenden Freier von Geburt
und Vermögen, wie liebenswürdigem Wesen, die Hand zu reichen. Schon war der Tag
der Hochzeit bestimmt, als Piotr erschien und ihr den halben Ring vorzeigte und
sie an ihr Versprechen erinnerte. Sie erklärte mit Freuden, ihr gegebenes Wort
nun, nachdem Piotr wiedergekehrt war, diesem zu halten. Die Eltern gaben ihre
Einwilligung, sie wurde seine Gemahlin, und zur ,Erinnerung an die Befreiung
nahm Piotr nun das Wappen Odrowaz seiner Gemahlin an, aber mit der auf die
Errettung hindeutenden Abänderung. Dieses neue Wappen wurde Pogonczyk (von
Pogon, die Verfolgung) genannt. Piotr hatte zwei Söhne: Ogon und Powala, nach
denen das Wappen später Ogonczyk und auch Powala genannt wurde. Die Nachkommen
des Ogon kamen nach Schlesien und von dort nach Großpolen, die des Powala nach
der Wojewodschaft Sieradz und nach Podlachien. Dieses Wappen führen die:
Afri, Augustynowski, Balinski, Berewski, Bialoblocki, Biechowski, Bielicki,
Blikowski, Blom, Bogorski, Bonislawski, Borowiecki, Borowski, Broniewski,
Bukowiecki, Butowiecki, Chmielewski, Chodorecki, Chudzinski, Ciecholewski, Cym,
Czarnolucki, Czarnorucki, Czarnotulski, Czerski, Czyszkowski, Dabrowski,
Dobiecki, Dobruchowski, Domajowski, Drwalewski, Drzewiecki, Dzialynski,
Dzieciolowski, Gliwicz, Goczewski, Godziszewski, Golenski, Golembski, Gornicki,
Gorynski, Gorzechowski, Grodzicki, Grotkowski, Hayko, Horodenski, Jakimowicz,
Janczewski, Jankowski, Jarosz, Juszynski, Kadzidlowski, Kamienski, Kijewski,
Kloczko, Klodzki, Klodzkowski, Kochanski, Koncza, Konczyc, Korecki, Koscielecki,
Koscielski, Kostolicki, Kotlinski, Kraft, Krynkowski, Kucinski, Kuczborski,
Kutnowski, Lesiowski, Leznicki, Letowski, Magnuszewski, Makowski, Makowski,
Malanowski, Markus, Marsztyn, Mierzwinski, Mijakowski, Mikolajewski,
Miroslawski, Mniewski, Morawiec, Murzynowski, Myslakowski, Niedrzwicki,
Niedzwiecki, Nowacki, Oganowski, Ogon, Ogonowski, Opruth, Paczynski, Padzewski,
Paprocki, Parul, Patynski, Piatkowski, Piskarzewski, Pogonowski, Pogorski,
Powala, Proszynski, Pruszkowski, Radojewski, Radost, Radzikowski, Rosnowski,
Roszkowski, Roznowski, Rozynski, Rucinski, Sakowski, Sangaw, Sidorowicz,
Sieczkowski, Sierakowski, Siewierski, Skarbek, Skarbienski, Skorzewski,
Skrzypienski, Smogorzowski, Sokolowski, Stachowski, Stanski, Starosielski,
Sulenski, Swiecinski, Szwykowski, Tokarski, Tolwinski, Trojanowski,
Trzebuchowski, Twardowski, Widlicki, Wiesiolowski, Wilamowicz, Wlewski,
Wolinski, Wolski, Woyszyk, Wydzierzewski, Wysocki, Zabrodzki Zagajewski,
Zakrzewski, Zaorski, Zarpalski, Zboinski, Zegrowski, Zeleski, Zoltowski,
Zolwinski, Zrzelski, Zwolski.
Okminski
Oksza. In rotem Felde eine senkrechte, mit dem
langen, schwarzen Stiele nach unten und mit der Schneide nach rechts gestellte
silberne Axt; Helmschmuck: die Axt mit der unteren Spitze der Schneide in die
Krone gehackt. Dieses Wappen ist aus Böhmen durch die Wierszowiec eingeführt.
Der böhmische Fürst Mnat, der Jagdleidenschaft ergeben, lebte fasst nur im Walde
und kümmerte sich fast gar nicht um die Landesverwaltung, die er dem ihm
vertrauten Ritter Wierszowiec vollständig überließ. Dieser von Ehrgeiz
getrieben, wollte sich die Herrschergewalt aneignen und zettelte eine
Verschwörung zu seinen Gunsten an. Fürst Mnat, der hiervon Kenntnis erhielt,
erschien plötzlich in Prag, berief eine Versammlung seiner Grossen und stellte
diesen die Frage, was für eine Strafe der verdient habe, der seinem Fürsten, der
ihm das vollste Vertrauen schenkte, hinterlistig die Treue breche? Die
allgemeine Antwort war: »den Tod !« Da sprach Mnat zu Wierszowiec: »Dieses
allgemein gegen dich, der du mich vernichten wolltest, ausgesprochene Urteil
bestätige ich, will dir jedoch die Wahl lassen, ob du dich selbst töten oder
durch den Henker sterben willst!« Wierszowiec tötete sich mit dem eigenen
Schwerte. Der Fürst befahl, dass das Geschlecht des Schuldigen, das mehr oder
weniger mit diesem einverstanden gewesen war, das bisher geführte Wappen Wiersza
(d. i. in Blau eine goldene Fischreuse) abzulegen habe und auf dem Schilde
fortan zwei gekreuzte Henkerbeile in rotem Felde zu führen habe. Dieses neue
Wappen wurde in Böhmen Bradacice, auch Bratczyc genannt. Das Misstrauen der
Fürsten gegen die Wierszowiec vererbte sich und diese, sich immer gefährdet
sehend, flüchteten nach Polen, wo sie Landbesitz erhielten. Hier leistete Jan
Wierszowiec dem Könige Bolestaw, der von dem Böhmenherzog Swiatoplug in Glogau
1103 belagert wurde, dadurch einen großen Dienst, dass, er sich aus eigenem
Antriebe in das böhmische Lager schlich und den Herzog Swiatoplug tötete; dann
focht er ritterlich auf dem Hundsfelde 1109 gegen den Kaiser und wurde dafür von
dem Könige mit Gütern in der Wojewodschaft Sieradz belehnt. Um die Schmach, die
die Flucht der Wierszowiec aus Böhmen verursacht hatte, zu sühnen, sammelten
Raciborz Werszowiec und andere seines Geschlechts Leute und zogen mit denselben
den Böhmerherzogen Fryderyk und Przemysl, welche mit dem Herzoge Konrad von
Mähren im Kriege lagen, 1160 zu Hülfe, zeichneten sich durch Tapferkeit aus und
trugen viel zum Siege bei. Dafür erlangten Raciborz und seine
Geschlechtsgenossen nicht nur die Gunst des Fürsten, sondern erhielten auch das
Schloss Prynda an der Bayrischen Grenze und anstatt der beiden Beile im Schilde
als Wappen nur eine Axt, die zweite Axt als Helmschmuck. Dieses Wappen wurde
dann Oksza (Axt) genannt. Es kam aber auch die Benennung Kolda vor. Dieses
Wappen führen die:
Bleszynski,
Brzeski, Chocimowski, Chometowski, Chudzinski, Czechowski, Domarat, Dulek,
Dzierzbicki, Dziewiecki, Gorlicki, Goslawski, Grabowski, Grochowalski, Gromacki,
Jackowski, Jerikowski, Klobukowski, Klomnicki, Miedzwiecki, Minimond, Naglowski,
Okszynski, Orzechowski, Ostrowski, Partheka, Pijanowski, Plaskowski, Porowski,
Radoszewski, Rey, Rokossowski, Rzuchowski, Siekierka, Siemikowski, Stablewski,
Strzelecki, Strzezecki, Topolski, Trzcinski, Watrobinski, Watrobka, Watrobski,
Wielkowski, Wierszowiec, Witowski, Wlostowski, Zdrodowski, Zdrowski.
Olawa
Oliwa. ‑ In grünem Felde eine halbe heraldische Lilie, unten mit Wurzeln
versehen, oben von zwei zwischen den Blättern stehenden roten Rosen begleitet;
Helmschmuck: ein aufwachsender gekrönter Löwe mit ausgeschlagener Zunge. Dieses
Wappen soll einem Ritter des Wappens Gozdawa verliehen sein, der an dem Orte des
jetzigen Klosters Oliwa die alten Preussen geschlagen hat. Man findet auch die
Benennung Olawa. Geführt wurde das Wappen von Enold, Bischof von Kruswia
1157‑60. Dieses Wappen führen nur die Grajewski.
Orla. In silbernem Felde
ein roter Adler mit nach oben ausgebreiteten Flügeln, aber ohne Kopf, der
Halsrumpf oben mit einem sechsstrahligen, goldenen Sterne besetzt; Helmschmuck:
fünf Straußenfedern. ‑ Über den Ursprung dieses wohl aus Ungarn eingeführten
und dort Szaszani genannten Wappens wird gesagt: Der Vorfahr, aus fürstlichem
Geschlechte stammend, hatte aus Rache seinen Bruder erschlagen und wurde ihm
deshalb aufgegeben, den Adler, den er im Stammwappen hatte, künftighin ohne Kopf
zu führen; Nachkommen von ihm, die sich im Felde auszeichneten, wurde dann der
goldene Stern, anstatt des Adlerkopfes, verliehen. Dieses Wappen wurde in Polen
auch Saszor und Szaszor, auch Opola, Opala und Zapale genannt. Dasselbe führen
die:
Bardzki,
Bukowski, Chobieniecki, Chynka, Gielbowski, Gieraltowski, Gorajski, Grabowski,
Jarogniewski, Kielbowski, Lgocki, Ligocki, Myslinski, Olszewski, Orlowski,
Osnicki, Pacewicz, Palczewski, Przetocki, Placzynski, Rogowski, Salmonowicz,
Saszowski, Szarszawski, Wielamowski, Wilamowski, Wojenko, Zaloga, Ziemborowski.
Olszewski
Olobok
Opala
Opola
Opole
Orda
Oria
Orla
Orla Glowa
Orlik
Orzel bialy
Orzi – Orzl
Orzywas
Osek
Oseka
Oseki
Osmina
Osmorog. In rotem Felde
ein silbernes, ausgebogenes Kreuz, dessen vier Balken bis zur Mitte gespalten
sind (ein sogenanntes geankertes Kreuz), in jedem Spalt am Ende ein Apfel oder
eine Orange; Helmschmuck: ein auffliegender Birkhahn. ‑ Dieses Wappen soll zur
Zeit des Herzogs Mieczyslaw, 963‑992, einem Ritter Gieralt, der lange dem
eingeführten Christentum widerstand, sich dann aber in Rom taufen ließ, vom
Papste verliehen sein. Den Birkhahn, den Gieralt bisher führte, behielt er als
Helmschmuck bei. Als Gieralt nach Polen zurückkehrte, wurde sein Wappen nach dem
Wappenbilde Osmorog (Achtspitz), auch wohl Osmina, dann aber richtiger nach
seinem Namen Gieralt genannt. Die Heimat des Geschlechtes Gieralt, das auch
Gerald und selbst Gerlach genannt wurde, war in der Wojewodschaft Krakau. Das
Wappen führen die:
Dymienski, Fasciszewski,
Gieralt, Gieraltowski, Gierczynski, Gierzynski, Ginejt, Gniewek, Koczonowski,
Magnus, Mozgawski, Rzeszynski, Siemichowski, Skretowski, Slonecki, Surgut,
Sokot, Surzycki, Towianski, Wezycki, Wolski, Wrobilski, Wyzycki, Zemleszczery.
Osorya. In rotem Felde ein
goldenes Wagenrad, dem die obere Felge und auch Speiche fehlen, so dass nur
sieben Speichen verbleiben, in dem vorhandenen Zwischenraum steht auf der Nabe
ein Kreuz, das sich über den äußeren Kreis des Rades erhebt; Heim schmuck: drei
Straußenfedern. ‑ Über den Ursprung wird gesagt: Ein polnischer Edelmann Osorya
bemühte sich in Böhmen um die Hand einer Dame, die er auch J erhielt, jedoch
unter der Bedingung, dass er in Böhmen bleiben müsse, andernfalls er die ihm
gewährte reiche Mitgift wieder zurückzugeben habe. Osorya blieb einige Zeit in
Böhmen, ließ sich dann aber einen Wagen mit hohlen Rädern bauen, die er dann mit
Geld füllte. In diesem Wagen fuhr er nach Polen zurück, wo er blieb und Güter
kaufte Zur Erinnerung an die geglückte Ubersiedelung nahm er dieses Wappen an,
weiches nach ihm Osorya genannt wird. Es findet sich aber auch der Name Szarza,
woraus später Starza wurde, und auch die Benennung Ossolinczyk. In Masowien hieß
dass Wappen auch wohl Poswist (d. i. der Pfiff) und will man diese Bezeichnung
dadurch erklären, dass ein Vorfahr, der sich fröhlich etwas vorpfiff, plötzlich
von Feinden überfallen wurde, die er aber schlug, ‑ dann aber auch dadurch, dass
ein Vorfahr dieses Wappens, der in einer Stadt viele Menschen hatte niedermachen
lassen, bei dem Verlassen der Stadt von den Bürgern ausgepfiffen wurde Dieses
Wappen führen die:
Billicki,
Bochlowski, Bogdan, Boklowski, Brochocki, Bukowski, Buszkowski, Cieplinski,
Dobiecki, Filipowski, Kolo, Kolomyiski, Konarski, Kondracki, Konradzki,
Kostrzecki, Kowalowski, Krzywoszewski, Kurski, Lasowski, Lazanski,
Niepoczoltowski, Pelka, Pieskowski, Rus, Rusecki, Schleewitz, Sedzimir,
Stadnicki, Stensz, Swieczka, Szczaniecki, Terawski, Trojanowski, Twerbus,
Tworkowski, Tyrawski, Zlocki, Zlotnicki.
Ossolinczyk
Ostau. In Silber eine mit
dem Ellenbogen nach oben gekehrte, also gestürzte Armschiene, begleitet oben von
zwei roten Rosen, unten von einer Rose;, Helmschmuck: eine rote Rose, besteckt
mit einem Busch schwarzer Hahnenfedern.
Ostischau (Ostichau). In
schwarzem Felde drei silberne, schrägerechte Balken; Helmschmuck: ein Flügel,
belegt mit drei gleichen Balken. Sie nannten sich später Ostaszewski, und in
Zweigen: Uzdowski, die das Wappen Boncza annahmen, Bolominski, die das Wappen
Leszczyc annahmen, ‑ Frankenowski und Selesinski.
Otterfeld. In Rot auf
einem liegenden Baumstamm eine Fischotter (wydra), die einen Fisch im Maule
hält; Helmschmuck: zwei rote Rosen an zwei grünen Blätterzweigen. Dieses Wappen
heißt polnisch Wydra. Sie nannten sich später Rybinski.
Ostoja. In roten Felde
zwischen einem nach rechts und einem nach links geöffneten goldenen Halbmonde
ein silbernes, mit der halb abgebrochenen Klinge nach unten gekehrtes,
senkrechtes Schwert; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Es wird jetzt aber
überwiegend ein ganzes Schwert geführt. ‑ Über den Ursprung des Wappens wird
gesagt. König Boleslaw der Kühne (1059‑1082) sendete dem ins Land eingebrochenen
Feinde, den Böhmen, den Oberst Ostoja mit Truppen entgegen. Dieser wusste sich
dem feindlichen Lager unbemerkt zu nähern, dieses zu überfallen und alle, die
nicht getötet wurden, gefangen zu nehmen. Einer der Gefangenen, dessen polnische
Voreltern als Gefangene nach Böhmen gekommen waren, versicherte eidlich, gegen
seine Freilassung dem Obersten Ostoja zu einem noch größeren Erfolge behilflich
zu sein. Freigelassen begab derselbe sich in das Lager des feindlichen Hetmans,
dem er von der Niederlage nichts mitteilte, den er aber veranlasste, dem
Truppenteil, dem er angehörte und der in der Vorhut war, Verstärkung zuzusenden.
Ostoja, von der feindlichen Stellung unterrichtet, umzingelte diese, verband
sich mit anderen Fähnlein und überfiel in der Nacht den Feind, der teils
vernichtet teils in dien Flucht geschlagen wurde Für diese Tat erhielt Ostoja
vom Könige dieses Wappen, in welchem durch das gestürzte und gebrochene Schwert
wohl die Niederlage des Feindes angedeutet werden sollte, und durch die Monde,
dass er in zwei Fällen zur Nachtzeit besiegt wurde. Ostoja, dessen Namen das
Wappen führt, wurde auch mit Gütern beschenkt. Auch der Gefangene, der zu diesem
Siege behilflich war, erhielt dieses Wappen. Aus diesem Wappen ging später das
Wappen Przegonia hervor, und wegen der Ähnlichkeit dieser beiden Wappen führten
einige Familien bald das eine, bald das andere. Es gibt mehrere Güter Ostoja,
die erste Heimat dieses Geschlechts mag Ostoja bei Kroeben im Grossherzogtum
Posen gewesen sein. Dieses Wappen führen die:
Baduski,
Balicki, Banczelski, Bankowski, Baranowski, Beczelski, Biestrzecki, Blinowski,
Blociszewski, Boguslawski, Boratynski, Broniowski, Bukowski, Byjel, Bzowski,
Chelmowski, Chelmski, Chodkowski, Chodorkowski, Chotkowski, Chroscicki,
Chrostecki, Chrostowski, Chrzastowski, Chudzinski, Chyzewski, Chyzynski,
Czapiewski, Czechowicz, Czernikowski, Danielewicz, Darowski, Dmosicki,
Dobromirski, Domaradzki, Domosicki, Dreling, Dubaniewski, Dubkowski, Fink,
Gajewski, Gawlowski, Glewski, Glokman, Olebocki, Otoginski, Glowczewski, Gniady,
Codziszewski, Gralewski, Helczynski, Hrebnicki, Ilowiecki, Jaklinski,
Janiszewski, Jerzykowski, Jotejko, Kaczanowski, Karabczewski, Kargowski,
Karlewicz, Karlinski, Kaweczynski, Kiedrowski, Kiedrzynski, Klebowski,
Komorowski, Konczycki, Konradzki, Korabczejewski, Kostkowski, Kotkowski,
Kotnowski, Kowalski, Kozak, Kozniewski, Krepski, Kreza, Krzelczycki,
Krzelezycki, Krzelowski, Krzesz, Krzywiec, Ksiaznicki, Kurcz, Kurosz, Lenski,
Leski, Lniski, Lubochowski, Maleczkowski, Marchocki, Marchowicki, Marylski,
Masz, Miedzwiecki, Mietelski, Miklaszewski, Mikorski, Mioduszewski,
Modliszewski, Modrzejowski, Mosalski, Moscicki, Moscisz, Nagorczewski, Nagorski,
Nass, Niedzwiecki, Nieradzki, Nos, Nyko, Ochocki, Okolowicz, Olewinski,
0liwinski, Orda, Ordynski, Osieczkowski, Ostaszewski, Ostojski, Owsiany,
Ozieblowski, Palecki, Pekowski, Petkowski, Piaszynski, Pilawski, Plat Podgorski,
Podwysocki, Pokroszynski, Politanski, Poniecki, Potocki, Przeszminski, Raczko,
Radgowski, Radogorski, Radogowski, Redei, Rekosz, Roguski, Rokosz, Roiniatowski,
Rudzicki, Rylski, Rzeplinski, Samborski, Samorok, Scibor, Sciborski, Sedzimir,
Siedlecki, Siedliski, Siemonski, Sieradzki Skorka, Skrzyszewski, Slonski,
Slupski, Sluszka, Smuszewski, Solecki, Stachelski, Stachorski, Starzeski,
Starzycki, Staszewski, Steblecki, Stobiecki, Strzalka, Strzalkowski, Strzelecki,
Suchcicki, Suchorabski, Sultzen, Sutocki, Swierczynski, Szmiglowski,
Szyszkowski, Targonski, Telinski, Tolkacz, Tomkiewicz, Tucznia, Turkul,
Turznicki, Ublinski, Ulejski, Unichowski, Ustarbowski, Wadowski, Wasilewski,
Wojewodka, Wolski, Woynowski, Woyszyk" Wyrzek, Wysocki, Zahorowski,
Zabierzowski, Zabokrzycki, Zaborowski, Zagorski, Zajarski, Zajerski, Zakrzewski,
Zarogowski, Zawadzki, Zebedey, Zlociszewski, Zloszcz.
Mit folgenden
Veränderungen führen das Wappen die Pokroszynski: das Schwert ist von den beiden
Monden nicht beseitet, sondern von zwei übereinander stehenden, gestürzten
Monden belegt; als Helmschmuck nur drei Straußenfedern, ‑ die Orda: statt des
Schwertes zwei übereinander stehende Sterne zwischen den Monden, ‑ die Lniski,
Fink, Plat und Skrzyszewski. kein Schwert, statt dessen sind die einander näher
gestellten Monde von einem Sterne überhöht; als Helmschmuck die Monde und den
Stern in gleicher Stellung, ‑ die Zawadzki: statt des linken Mondes neben dem
Schwerte zwei über einander stehende Sterne.
Ostroga
Ostrogski
Ostrzew. In rotem Felde
ein senkrechter, schwebender, oben und unten abgeschnittener, schwarzer
Baumklotz mit drei gestümmelten Ästen auf der rechten und zwei solchen auf der
linken Seite; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Dieses Wappen soll zur Zeit des
Fürsten Wladyslaw Herman um 1082 aus Böhmen in Polen eingeführt sein. Hier wurde
es Nieczuja genannt und aus ihm ging durch Vermehrung das ebenfalls Nieczuja
genannte Wappen hervor. Das Wappen wird auch wohl Pien genannt, aber durch die
Worte Pien und Ostrzew, die beide einen Klotz bezeichnen, wurde nur das
Wappenbild genannt und diese beiden Namen sind jetzt fast ganz ungewöhnlich und
der alte Zuruf Nieczuja ist wieder allgemein. ‑ Es wurde dieses Wappen auch wohl
Cielepele genannt, aber irrtümlich, es wird im 15. Jahrh. ein eigenes Wappen
Cielepele genannt, das beschrieben ist: ein Baumklotz mit drei grünen Blättern;
es ist aber wohl verlassen. Das Wappen Nieczuja‑Ostrzew führen die:
Berkowicz,
Cebulka, Dembinski, Fracki, Grzymultowski, Letowski, Nadletowski, Wierzbicki,
Wlodek.
Ostrozecki
Owada. In rotem Felde, auf
grünem Boden, ein goldener Turm mit zwei offenen Toren, auf dem Turme liegt als
Zinne eine goldene Adelskrone; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen
wurde. von König Bolestaw dem Kühnen um 1070 seinem Soldaten Owada, der ihn in
Kiew zu dem sogenannten goldenen Tore gefahrlos geleitete, erteilt und nach ihm
genannt. Dieses Wappen führen die:
Jaszowski.
© Zurek & Cunow
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