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Z
h. = herb = Wappen, h. własny
= eigenes Wappen,
Rabiej. In goldnem
Felde auf silbernem Dreihügel ein Rabe. Ein Zweig nannte sich Gnojnicki.
Radziminski. In Rot ein
hinter einem silbernen Dreihügel aufsteigender, silbergeharnischter Arm, der
einen silbernen Pfeil schwingt.
Raes. Schild schwarz‑rot gespalten, rechts ein
silbernes Hochkreuz, dessen oberer, rechter und linker Arm jeder mit drei
Quersprossen, der untere Arm mit fünf Sprossen durchkreuzt ist, links drei
silberne rechte Schrägebalken; Helmschmuck: ein schwarzer und ein goldner
Adlerflügel, beide sich halb deckend, die Schwingen nach links gekehrt. Sie
stammen aus dem Herzogtum Luxemburg, kamen 1642 nach Polen. Dieses Wappen führen
auch die: Przedwojewski.
Rarowski. In Rot sechs
goldne Ziegeln, zu 3, 2 und 1 (wohl auch zu 1, 2 und 3) gestellt; Helmschmuck:
zwischen zwei mit den Köpfen einander zugekehrten, den Schwanz nach oben
richtenden Delphinen, der rechte rot, der linke silbern, ein Reichsapfel mit
Kreuz. Über den Ursprung wird gesagt: Als im 11. Jahrhundert die Türken die
Stadt Budzynia in Kroatien sich angeeignet hatten, unternahm ein Ritter Rhor mit
der ihm untergebenen kaiserlichen Mannschaft einen Sturm auf die Stadt, bestieg
als einer der ersten die Stadtmauer und ließ diese durch Herunterwerfen von
Ziegeln ersteigbarer machen. Dafür erhielt er vom Kaiser dieses Wappen, die
Ziegel sollen an die Abbrechung der Mauer erinnern, der Reichsapfel sollte als
Zeugnis gelten, daß die Stadt durch die Heldentat des Rhor dem Kaiser
wiedergewonnen war. ‑ Jan Rohr (Rohr, Ror) aus Schlesien erhielt 1580 das
polnische Indigenat, nannte sich Rarowski.
Rotermund. Ein rechter
Schrägebalken, oben von einem schrägerechten Pfeil, unten von einem
schrägerechts nach oben schwimmenden Karpfen begleitet. Stammen aus Böhmen,
erhielten 1585 das polnische Indigenat.
Rap (Rapik). R. Gostomski.
Rask (Raske). R.
Trzebiatowski.
Reiske (Raiske,
Reschke, Rayski, Rysk).
Reka (Reck). ‑ In Blau ein
silberner Stierkopf; Helmschmuck: ein goldner Stern zwischen zwei Krebsscheren.
Zweig:
Trzebiatowski.
Reka. In rotem Felde ein silbergepanzerter,
rechter Arm (reka), dessen Hand drei goldne, silbergefiederte Pfeile hält, die
kreuzweise gelegt sind, der mittlere Pfeil nach oben gerichtet, die beiden
andern Pfeile gestürzt. Dieses Wappen wurde, wie angenommen wird, von einem
litauischen Großfürsten einem Ritter erteilt, den er zu den Tataren mit einer
Kriegserklärung sendete, welche der Ritter durch Überreichung dreier Pfeile den
Tataren versinnbildlichte. Das Geschlecht des Ritters, der nicht genannt wird,
scheint erloschen, das Wappen ein verlassenes zu sein. ‑ Reka wird auch ein
Wappen genannt: in Rot ein aus einer Wolke ragender, silbergepanzerter
Schwertarm, im Schildesfuß ein grüner Dreihügel; Helmschmuck: ein Pfeil
innerhalb eines offenen Fluges. Dieses Wappen führen die. WesIawski.
Rozynski. In Blau ein
goldner, senkrechter Stab, dessen oberes Ende mit zwei kleinen Hochkreuzen
besetzt ist, die schrägerechts und schrägelinks herunterhängen, die untere
Spitze des Stabes trägt ebenfalls zwei solche Kreuze, die den ersteren
entgegengesetzt nach oben stehen; über dem Schilde eine Fürstenmütze, auf der
ein Kreuz. Es ist dies das Wappen der um 1650 erloschenen Fürsten Rozynski.
Rubiesz. In rotem Felde
die drei sich nach unten verjüngenden silbernen Stäbe des Wappens Roch III., der
obere ist besetzt mit dem Schaft eines silbernen Pfeiles, der oben eine Spitze
und in der Mitte des Schaftes eine zweite Pfeilspitze hat; Helmschmuck: drei
Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:
Alabis, Alambi,
Andryewicz, Gatkiewicz, Rubiesz, Rubosz.
Rustejko. In rotem Felde zwei schwarze Jagdhörner,
mit den Mundstücken senkrecht nach oben und nach außen gestellt, zwischen
denselben ein senkrechtes, gestürztes blankes Schwert; Helmschmuck: drei
Straußenfedern. Ober den Ursprung wird gesagt: Ein Vorfahr fiel gleichzeitig mit
seinem Herrn in moskauische Gefangenschaft, aus der er aber bald befreit wurde.
Er benutzte seine Freiheit, um mit seinem Schwerte ein Loch in die
Gefängnismauer zu machen und durch dasselbe seinem Herrn die Flucht zu
ermöglichen, mit dem er dann nach Litauen zurückkehrte, wo ihm dieses Wappen
erteilt wurde, das nach ihm Rustejko genannt wurde. Dasselbe führen die:
Rustejko, Rydzewski, Rzewnicki.
Rekow (Reckow).
‑ In Silber ein
schwarzer, schreitender Bär; Helmschmuck: drei silberne, je auf einen goldnen
Stern gestürzte Jagdspieße.
Rekowski. ‑ In Blau ein
nach links gekehrter roter Krebs, über demselben ein gestürztes Schwert,
begleitet rechts von einem links geöffneten Monde, links von zwei Sternen
untereinander.
Rekowski. ‑ In Blau zwei
goldne Sterne untereinander, von einem silbernen Hufeisen umschlossen.
Repke (Rebke, Ropke,
Roepke). ‑ In Silber ein blauer Querbalken, belegt mit einem kleinen goldnen
Monde und zwei Sternen, unter demselben ein Rebhuhn; Helmschmuck: drei
Straussenfedern.
Roggenbuk. ‑ In Silber
drei quergezogene blaue Flüsse.
Roggenpan.
Rosen. ‑ In Gold drei rote
Rosen zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, begleitet von zwei
silbernen Wieseln.
Rostken. ‑ In Blau ein
vorwärts gekehrter goldner Löwenkopf mit aufgerissenem Rachen; Helmschmuck: drei
Straussenfedern.
Rostok (Rustok). ‑ Schild
silbern‑schwarz gespalten, rechts ein halber, an die Teilungslinie gelehnter
schwarzer Adler, links eine halbe, ebenfalls angelehnte, silberne Lilie.
Royk (Roik). ‑ Zweige:
Lewinski (Wappen Brochwicz 3), Parszczycki.
Rudgis (Rugis, Ruedgisch).
‑ In Blau ein auf grünem Boden stehender Baum, begleitet im rechten Obereck von
drei goldnen, zu 2 und 1 gestellten Sternen, im linken Schildeseck ‑von einem
goldnen, rechts geöffneten Halbmonde; Helmschmuck: ein Hirschgeweih. Auch wohl.
in Silber drei goldne Sterne; Helmschmuck: der Halbmond.
Rukoczin.
Rulaw
(Hirszgrin Rulaw).
Ruman
(Roman). ‑ Wappen Leliwa. Zweig: Lipinski.
Ruscinski
(Ruszczyc, Ruszinski).
In Rot ein silberner Löwe
mit einem Straußenkopf.
Ruszk. ‑ R
Siemierowski (Wsiemierowski).
Rybka. ‑ k
Podjaski, R. Rybinski.
Rappe (Rapp, Rappen). In
silbernem oder blauen Felde drei schwarze oder silberne, schwebende,
übereinander gestellte, also verschieden große Sparren; Helmschmuck: drei
Straussenfedern.
Rautenberg (Rotenberg).
Ein links gekehrter, an Unterleib und Füssen geschorener Schafbock; Helmschmuck:
ein aufwachsender Schafbock. Ein Zweig nannte sich Klinski.
Rauter (Rautter). In rotem
Felde ein schrägerechts liegender, die Schildesränder nicht berührender,
silberner Balken mit drei Zinnen.
Regawski
(Regawski ‑ Tetzlaf).
In goldnem Felde an grünem
Ufer eines blauen Gewässers ein silberner, mit einem Kranze gezierter Grabstein.
Rembow, Wappen. In rotem
Felde ein senkrechter Wurfspeer, der von zwei mit den Spitzen nach oben
gerichteten, gefiederten Pfeilen in einem Punkte schrägerechts und schrägelinks
überkreuzt ist; Helmschmuck: ein schwarzer, geschlossener Adlerflug. Dieses
Wappen führen die:
Rembowicz,
Rembowski, Sabinski.
Rembow. In rotem Felde
eine silberne Rose; Helmschmuck: inmitten eines offenen silbernen Fluges ein
geharnischter Arm, dessen Hand mit einer Rose bedeckt ist. Ein Zweig nannte sich
Szadlinski.
Reszkowski
(Reschken, Reszka).
In Rot ein goldnes
Jagdhorn mit silbernen Beschlägen, auf das zwei nach unten zusammenlaufende,
silberne Pfeile gestürzt sind, zwischen denen ein goldner Stern. Helmschmuck:
drei fächerartig gestürzte silberne Pfeile.
Reuss. In rotem Felde ein
schrägerechter, goldner Balken, aus weichem die schwarz gekleideten Brustbilder
dreier Russen hintereinander aufwachsen.
Reyman. In rotem Felde
eine silberne, schwarz gefugte Mauer mit vier spitzen Zinnentürmchen, jedes mit
zwei Luken; Helmschmuck: drei Straussenfedern.
Reyten (Reuten, Reitein).
In rotem Felde auf silbernem Pferde ein gepanzerter Reiter, der in jeder Hand
eine Lanze hält, deren Spitze bis zur Hälfte des Schaftes in zwei Teile
gespalten ist; Helmschmuck: ein gepanzerter Mann, der in der Rechten zwei solche
Lanzen und einen Wurfspeer hält. Zweige nannten sich Karnicki, Kitnowski und
Szynweski.
Roeber. In silbernem Felde
ein blau geharnischter, aus dem rechten Obereck hervorgehender Arm, dessen Hand
einen goldnen Schlüssel hält; Helmschmuck: zwei solche aufgereckte Arme, jeder
mit einem Schlüssel in der Hand.
Roebern. Schild rot‑blau
gespalten, rechts ein halber, an die Teilungslinie gelehnter silberner Adler,
links drei rote Rosen zu 2 und 1 gestellt. Sie vereinigten dieses Wappen (doch
die Rosen silbern) mit dem der Berzewicz (in Blau ein aus einem roten Felsen
aufwachsender Steinbock) und nannten sich Sprengel von Roebern und Borzewicz.
Rokosz, Wappen. In blauem
Felde auf natürlichen Wellen ein schwimmendes Meerpferd, dessen hintere Hälfte
ein Fischschwanz ist; Helmschmuck: ein gleiches Meerpferd. Es wird jedoch auch
wohl nur das halbe Pferd, ohne Fischschwanz geführt. Es wird auch Hibrida und
Polkonia (halbes Pferd) genannt. Dasselbe führen die.
Brajczewski,
Dzwierznicki, Rokosz, Rokoszewski, Stybihen.
Rolbiecki. (Rolbeck). In
Rot zwei silberne, ins Andreaskreuz gelegte Pfeile über oder hinter einem
goldnen Halbmonde; Helmschmuck. ein wachsender silberner Löwe. Auch führten sie
wohl statt der beiden Pfeile nur einen Pfeil über dem Monde, dessen beide Hörner
mit je einem goldnen Stern besetzt sind; Helmschmuck: ein senkrechtes Schwert
oben auf der Spitze mit einem Stern besetzt.
Ronow. Zwei sich kreuzende
schwarze, fünfmal gestümmelte Baumäste. In einem Zweige nannten sie sich
Krzynecki.
Roskau. In Rot ein blauer,
rechter Schrägebalken, belegt mit drei goldnen Sternen; Helmschmuck: ein Stern.
Ein Zweig nannte sich Bajerski.
Rothe (Rohte). In Rot ein
silberner rechter Schrägebalken, in dem ein roter Löwe, der Balken auf jeder
Seite von drei goldnen Sternen begleitet; Helmschmuck: ein aufrechtes Schwert
zwischen zwei Hörnern.
Rozemberg (Rosemberg,
Rosenberg). Schild blau‑silbern geteilt, oben drei goldne Halbmonde
nebeneinander, unten drei rote Rosen an drei Zweigen eines beblatteten Stils;
Helmschmuck: ohne Krone die drei Rosen.
Rozycki. In Blau ein
goldner, nach oben geöffneter Halbmond, darüber ein kleines silbernes
Kavalierkreuz; Helmschmuck: drei Straussenfedern.
Rubach. In Blau drei
Pflanzen zu 2 und 1 gestellt, jede mit einer Wurzel und drei aus einem Punkt
ausgehenden Blättern: Helmschmuck: drei goldne, nebeneinander stehende Ähren
auf hohen Stengeln. Ein Zweig nannte sich Pluskowenski.
Rubit (Rubisch, Rubicz).
In Rot ein silberner Quer‑ (oder auch schrägelinker) Balken, belegt mit drei
roten Rosen.
Ruediger (Ridger,
Rhediger, Ruedger, Rydiger). Schild rot gespalten, rechts drei rote rechte
Schrägebalken, links ein aus der Teilungslinie ragender gepanzerter linker Arm,
dessen Hand ein S‑förmiges Eisen hält; Helmschmuck: ein gleicher Arm zwischen
zwei rotsilbern geteilten und gewechselten Adierflügeln. Sie nahmen in einem
Zweige 1552 das Wappen Pomian an.
Runge (Rungen). In Blau
zwei übers Kreuz gelegte silberne Rungen, über denen eine rote Rose;
Helmschmuck: ein wachsender, blau gekleideter Mann, der die beiden kreuzweisen
Rungen vor sich hält, mit schwarzem Hut, auf dem sechs Straussenfedern. Ein
Zweig nannte sich Sypniewski.
Russen. In Rot ein
breiter, goldner Schrägerechtbalken, der mit den Brustbildern von drei schwarz
gekleideten Russen belegt ist" oder auch wohl ein gewöhnlicher Schrägbalken mit
den Brustbildern oben besetzt.
Rustke (Rustken). In Blau
ein auf Wasser zwischen Schilf schwimmender Schwan. Ein Zweig nannte sich
Rostkowski, auch Rustkowski.
Rypp. In Silber auf einem
roten viereckigen Kissen mit vier goldnen Quasten ein schwarzer Hahn.
Rys, Wappen. In Blau ein
rechts laufender, den goldgekrönten Kopf links wendender Luchs (Rys);
Helmschmuck‑. drei natürliche Lilien an beblatteten Stengeln nebeneinander, der
mittelste Stengel bedeckt mit einem sechseckigen goldnen Stern. Dieses Wappen,
führen die:
Bakowski,
Drzewiecki, Jackow, Jackowski, Janicz, Kobierski, Lackoronski, Langnau,
Lipowski, Nostycz, Rysiewicz, Tokarski.
Radonski. In rotem Felde ein silberner, schrägerechter Balken, oben und unten
von je einer silbernen Rose begleitet; Helmschmuck: fehlt. Es wurde aus
Schlesien nach Polen eingeführt, wohl um 1650.
Dasselbe führen die: Radonic und Radoniski.
Radoniski
Radoszynski. In rotem
Felde ein waagerechter silberner Stab, der an jedem Ende rechtwinklig nach unten
gebogen ist. Von diesen Enden, die etwas länger als das Mittelstück sind, endet
das linke in Form eines Kavalierkreuzes, das rechte in einer halben, nur auf der
rechten Seite vorhandenen Pfeilspitze; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses
Wappen führen die: Radoszynski.
Rudecki. In Blau ein
goldner, gestürzter Halbmond, der einen goldnen Stern einschließt, über dem
Monde sind 2 waagerecht übereinander, mit der Spitze nach rechts liegende
silberne Pfeile; Heimschmuck. drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:
Rudecki.
Ruski. Es ist das
russische (ruski) Staatswappen und Wappen der russischen Fürsten, das vorne
beschrieben ist. Diejenigen Familien, welche sich von dem Dynastenstamm der
Rurik ableiteten, führten dieses Wappen, den heiligen Georg mit dem Drachen,
doch die meisten von ihnen, die in dem polnischen Adel Aufnahme fanden, als die
russischen Provinzen an Polen fielen, änderten ihr Wappen in ein anderes um, das
hier im Text behandelt ist, führten dieses auch wohl neben dem Stammwappen. Von
den Ruryk leiten sich ab die:
Czetwertynski,
Krzczonowski, Labanowski, Mirski, Nowosielski, Odnowski, Oginski, Ostrogski,
Palecki, Pozarzycki, Prunski, Puzyna, Rostkowski, Starodubowski, Szuyski,
Worotynski, Zaslawski.
Radonski. In rotem Felde
ein silberner, schrägerechter Balken, oben und unten von je einer silbernen Rose
begleitet; Helmschmuck: fehlt. Es wurde aus Schlesien nach Polen eingeführt,
wohl um 1650.
Dasselbe führen die:
Radonic und Radoniski.
Radwan.
In rotem Felde eine an
waagerechtem Stabe hängende goldne Kirchenfahne mit drei mit goldnen Fransen
besetzten viereckigen Enden, oben besetzt mit einem goldnen Kavalierkreuze;
Helmschmuck: drei Straußenfedern. ‑ In dem Feldzuge des Königs Boleslaw des
Kühnen (1059‑ 82) gegen die Russen war der Rotmeister Radwan mit Führung der
Vorhut betraut. Er stieß am Flusse Bug auf einen so starken Feind, daß an einen
erfolgreichen Kampf mit demselben nicht zu denken war. Um aber vor dem Feinde
nicht zu fliehen, beschloss Radwan dennoch, mit seiner kleinen Truppe den
Angriff, auf die Gefahr hin den Tod zu finden. Er wurde auch geschlagen und zum
Rückzuge gezwungen und verlor seine Fahne. Um seine Truppe wieder zu sammeln und
zu nochmaligem Angriff zu führen, nahm er aus der Kirche des Dorfes in das sie
gekommen waren, eine Kirchenfahne, die den Seinen vorgetragen wurde. Der Feind
glaubte bei dem erneuten Angriffe der Polen, daß diese neuen Zuzug erhalten
hatten, zog sich eiligst zurück, so das Radwan Herr des Gefechtsfeldes blieb.
Der König verlieh dem Radwan als Auszeichnung die Kirchenfahne in das Wappen,
welches nach ihm den Namen Radwan erhielt. Es wurde aber auch, wohl nach dem
Besitz von Geschlechtszweigen, Wierzbowa, Wierzbowczyk, Kajaund Radwany‑Kaja
genannt. ‑ Dieses Wappen führen die: Babski, Bagienski, Batogowski, Becki,
Bialobrzeski, Bieniewski, Bienkiewicz, Bochowicz, Bochwicz, Brandysz, Branecki,
Broniewicz, Buchwic, Bunczyn, Bydlowski, Charmanski, Chelstowski, Chlewinski,
Chlugwanski, Chluski, Chormanski, Cikowski, Coluszanski, Czapka, Czapla,
Dabrowski, Debski, Desznowski, Dobrosielski, Dobruski, Dostojowski, Dziewulski,
Fiedziuszko, Folgierski, Folkiewicz, Frystacki, Fulgierski, Glinski, Gluchowski,
Gorski, Grodecki, Grodziecki, Grodzki, Hluszanin, Jakacki, Janowicz,
Jarzebinski, Jasktowski, Jastkowski, Jeziorkowski, Jezefowicz, Judycki, Kania,
Karmanski, Karski, Kaszyc, Kissowski, Kohalowski, Kornar, Konarzewski,
Kononowicz, Korabiewski, Kowalewski, Krotki, Krotkiewski, Krukowski, Kryczynski,
Krzyczewski, Krzymaski, Krzystek, Kunaszewski, Kuielewski, Lachowicz,
Leszczynski, Lubanski, Lubawski, Lodzinski, Lukawski, Magnuszewski,
Miemczewiski, Mioduski, Nabut Nadarzynski, Nicki, Niegoszowski, Obarzankowski,
Okeski, Okuszko, Olegnicki, Oltszynski, Osinski, Ostaszewski, Oswiecim,
Ozieblowski, Pakoslawski, Pakoszewski, Paszkiewicz, Pawecki, Pelka, Peperzynski,
Pietruszewski, Piwko, Plichczynski, Pluzanski, Polajewski, Prakowski, Prokowski,
Proniewicz, Przygodzki, Przypkowski, Radonski, Radwan, Radwanski, Radziszewski,
Rakowski, Rpinski, Rudecki, Rudgiesz, Rusiecki, Rybinski, Serny, Serwienski,
Siemionowicz, Skarzewski, Stawkowski, Sluzewski, Solokaj Stanislawski, Stecki,
Straszewski, Suchorzewski, Suchorzeski, Swiszczewski, ,Szarawski, Szczyt,
Szemrawski, Szyrnanowicz, Toczyski, Tumalewski, Uchanski, Uklanski, Wiadrowski,
Wierzbicki, Wilam, Wilk, Wirski, Wolkunowski, Wolodkiewicz, Woykunowski,
Woyslawski, Wylam, Wilk, Wierzbicki, Zabialski, Zadwilichowski, Zarski,
Zebrzydowski, Zembocki.
Etwas verändert führen
das, Wappen die Dostojowski: statt des Kreuzes einen Ring‑, als Helmschmuck
einen mit einem Schwerte bewaffneten, gepanzerten, aufwachsenden Arm, ‑ die
Hluszanin: als Helmschmuck fünf Straußenfedern, die von rechts nach links von
einem Speer durchstochen sind, der in der Mitte einen Ring trägt, ‑die Judycki:
das mittlere Fahnenende und das Kreuz fehlen, die Fahne ist in der Mitte von
unten nach oben von einem Pfeile durchbohrt, als Helmschmuck ein Rabe mit dem
Ring im Schnabel auf einem mit dem Eisen rechts gekehrten Pfeile stehend, ‑ die
Kohalowski: anstatt des Kreuzes eine Lanzenspitze mit Fahne, ‑ die Krzyczewski:
wie die Judycki, nur ist der Pfeil von oben nach unten gerichtet, als
Heimschmuck drei Straußenfedern, ‑ die Paszkiewicz und Solokaj: statt des
Kreuzes eine Pfeilspitze, ‑ die Siemionowicz: ersetzen das mittelste Fahnenende
durch einen fünfstrahligen Stern, ‑ die Swiszewski: zwei Fahnen übereinander,
ohne Kreuze.
Radzic
Ramult. In rotem Felde
fünf silberne Rosen zu 2, 1 und 2 gestellt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. ‑
Dieses Wappen führte der aus Frankreich stammende Bischof von Kruswica Baldwin
(1111‑28), dessen Bruder Ramult in Polen verblieb und hier den Stamm begründete.
‑ Dieses Wappen führen die:
Bombek,
Czerminski, Krzecieski, Lagiewnicki, Losminski, Peski, Pierzcinski, Ramult,
Sicinski, Wigniewski, Wytreba.
Ratuld. In rotem Felde ein
goldner, nach oben offener halber Ring, in der Mitte besetzt mit einem goldnen
Hochkreuz; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Über den Ursprung ist, nichts
bekannt, doch wurde es schon 1296 geführt. Die Heimat des Wappens ist in der
Wojewodschaft Krakau. Wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Wappen Szeliga wird es
mit diesem oft verwechselt. Das Wappen Ratuld führen die: Olechowski,
Plechowski, Ratuld, Robakowski,
Rawicz. In goldnem Felde
ein schreitender, den rechten vorderen Fuß erhebender schwarzer Bär, auf
welchem, nach vorwärts gekehrt, eine Jungfrau sitzt, in blauem Gewande, das den
Hals frei lässt, die Arme nur bis zum Ellbogen bedeckt, die Arme nach beiden
Seiten ausgebreitet, das Haar offen, auf dem Haupte eine goldne Krone;
Helmschmuck: zwischen zwei Hirschhörnern, jedes mit fünf Enden auf der
Außenseite, ein halb aufwachsender, nach links gewendeter schwarzer Bär, der in
der linken erhobenen Tatze eine rote Rose hält. Über den Ursprung des Wappens
wird gesagt: Ein König in England hinterließ einen Sohn und eine Tochter,
welcher er als einstige Mitgift bedeutende Schätze bestimmt hatte. Der zur
Herrschaft gelangte Sohn wollte so große Reichtümer durch die Verheiratung
seiner Schwester mit einem der vielen fremden Bewerber nicht verlieren und liess
die Schwester, um sich ihrer zu entledigen, mit einem wilden gefräßigen Bären
zusammen bringen. Dieser tat ihr jedoch nichts, sondern zeigte eine anhängliche
Freundlichkeit gegen sie, liess sich von ihr streicheln und selbst mit einem
Gürtelbande zäumen und leiten. Sie setzte sich auf denselben und ritt davon nach
sicherem Zufluchtsorte. Der Bruder, der dieses Wunder hörte, bat die Schwester
um Verzeihung und willigte in ihre Vermählung mit einem Fürsten von Lothringen,
mit dem sie mehrere Söhne hatte, denen auf Ersuchen dieses Wappen verliehen
wurde. Die Nachkommen dieser Söhne verbreiteten sich auch nach Böhmen, wo sie
sich nach dem Wappenbilde auch wohl Ursyn nannten. Aus diesem Geschlechte war
Wawrzeniec Lorek, Bozej genannt, von dem böhmischen Herzoge Bretyslaw, der seine
Familie des Landes verwiesen hatte, beleidigt und erschlug ihn im Jahre 1100.
Als Borzywoj, Bruder des Bretyslaw, zur Regierung kam, verzieh er Bozej und
dessen Bruder Mutyna diesen Mord und gab ihnen die Güter Bozej, Sanz, Mutyna und
Lewtomorzyce 1101 zurück. Swiatopelk aber, zur Herzogswürde gelangt, liess 1108
Mutyna und dessen zwei Söhne Bozej und Borszak, auch deren Verwandte Unislaw
und Domislaw ermorden, weshalb die anderen Familienglieder, aus Besorgnis für
ihre Sicherheit, nach Polen auswanderten, wo der König Bolestaw Krzywousty sie
freundlich aufnahm und ihnen Landbesitz in der Wojewodschaft Rawa gab. Nach
dieser neuen Heimat wurden Geschlecht und Wappen Rawa genannt, woraus später
Rawicz wurde. Vereinzelt kam auch die Benennung Kostrowicz vor. Dieses Wappen
führen die:
Amszynski,
Bakowski, Bandrowski, Bar, Baranowski, Beldowski, Biedrzycki, Bielski,
Bienieski, Binbink Bliskowski, Bochenski, Bogucki, Boguski, Boryszewski,
Borzewicki, Brabantski, Broszniowski, Celgowski, Chobrzynski, Chodynski,
Ciecierski, Cwikla, Czekierski, Czerski, Czeski, Czysta, Dabrowski, Dalmat,
Debinski, Debski, Depult, Dergon, Dobroniewski, Dobrzeniecki, Dorostajski,
Drzewicki, Dziekonski, Dziewulski, Fagel, Filipicki, Fribes, Gadecki, Gadzicki,
Gajecki, Galimski, Gano ‑ Lipski, Gawronski, Gieszkowski, Gniewosz, Golynski,
Gorski, Gowarczewski, Goworek, Gradzki, Grot Grotowski, Gut, Gutkowski, Homicki,
Jarocki, Jarowski, Jasienski, Jaslikowski, Jastkowski, Jaszczurowski, Jawoysz,
Jeziorkowski, Kamienski, Karwowski, Kazimirski, Kiemlicz, Kieniewicz,
Kliszowski, Kloczowski, Klopocki, Kochan, Koninski, Kornilowicz Kosibski,
Kosinski, Kossecki, Kossowski, Kostro, Kostrowicki, Kotlinski, Kozicki,
Kragnicki, Krasowski, Kruczynski, Krukowski, Krzyczykowski, Kujawski, Kurosz,
Lasota, Lasotawicz, Lenk Legniewski, Lewicki, Linowski, Lipicki, Lipinski,
Lacki, Letowski, Lupinski, Magier, Makocki, Malina, Malgiewski, Mecinski,
Meleniewski, Melgiewski, Meysztowicz, Michowski, Miechowski, Mikulski,
Mikulowski, Mitrowski, Mnichowski, Modliszewski, Monko, Mosinski, Myslowski,
Nadarski, Niedzialkowski, Niemczewicz, Niesielkowski, Niesulowski, Niewierski,
Niszczewski, Noskowski, Nowomiejski, Nozowski, Nurzynski, Okolski, Oledzki,
Olszewski, Oldakowski, Oski, Ostrowski, Otrembus, Owsiany, Ozarowski, Ozegalski,
Ozga, Pachniewski, Pankracki, Paroski, Piasecki, Plocki, Podczaski, Poddebski,
Podkonski, Porazynski, Prandota, Prosinski, Pruszynski, Przyjemski,
Przystalowicz, Pszczynski, RabIewski, Raciborski, Radomyski, Radziejowski,
Rakocy, Rapcewicz, Rawa, Regulski, Reszczenski, Roemer, Rogolinski, Rojek,
Rokicki, Rokotnicki, Rudzinski, Rusiecki, Rzepinski, Saleniewicz, Samborzecki,
Sib, Siedlecki, Skawinski, Skinder, Skowieski, Skubisz, Slugocki, Slupecki,
Smiarowski, Smorczewski, Snopkowski, Solomerecki, Stachowski, Stanowski, Stocki,
Stokowski, Strachocki, Suchodolski, Sulistrowski, Suliszewski, Sum,
Swierzbinski, Swiniowski, Szabranski, Szachlacki, Szacinski, Szantyr, Szczerba,
Szczycinski, Szuliszewski, Szumowicz, Szydlowski, Tadejowski, Tczynski,
Tomislawski, Trzcinski, Urzelowski, Warsz, Warszawski, Warszowski, Wegrzynowski,
Wiercinski, Wilkowski, Wisimirski, Wojaczynski, Wojcinski, Wolski, Wolminski,
Wolucki, Woycicki, Woyczynski, Woznicki, Woznienski, Wrecki, Wroczenski,
Wysocki, Wyszomirski, Zabinski, Zaborowski, Zacwilichowski, Zaczkowski,
Zagrodzki, Zakaszewski, Zaleski, Zaluski, Zawada, Zdembinski, Zdziechowski,
Zelasowski, Zelazo, Ziemacki, Ziemak, Znamierowski, Zoledkowski, Zoledowski,
Zwan.
Reka
Rembow
Roch
Roch I. In rotem Felde
eine hohe steinerne (schwarze oder auch silberne), goldgekrönte Säule;
Helmschmuck: eine gleiche Säule. ‑ Das Wappen stammt aus Italien, wo es nach dem
Wappenbilde Kolumna genannt wurde. Um 950 kamen die aus Etrurien stammenden
Ritter Palemon Libo und Prosper Cesarinus, welche das Wappen Kolumna führten,
mit 500 Mann Gefolge, von Süden her, von der Küste des Schwarzen Meeres, nach
der wüsten Litauischen Küste, wo sie die Stadt Libau anlegten. Sie blieben dort
und Palemon gelangte zur Herrschaft über das dortige Land und ganz Litauen,
begründete die Dynastie der Palemonen. Hatto, Erzbischof von Gnesen, 970‑72,
Prokulf, Bischof von Krakau, 986‑996 und Tymoteus, Bischof von Posen, 1001‑20,
stammten aus Italien und führten dieses Wappen. Durch Nachkommen des Palemon und
des Prosper Cesarinus, und vielleicht auch durch Verwandte der genannten
Bischöfe blieb das Wappen in Litauen und Polen. Ein Sprosse dieses Geschlechts'
Kolumna, namens Pierzchala, erhielt 1238 ein anderes Wappen, in dem sich ‑ein
Schachspielturm (Roch) befindet, das Roch und auch Pierzchala genannt wurde,
welche Namen sich auch auf das Wappen Kolumna übertrugen. Um diese beiden Wappen
auseinander halte zu können, bezeichneten die Heraldiker das Wappen Kolumna mit
Roch I, das Wappen Pierzchala mit Roch II. Es wurden auch wohl dieselben
Familien bald dem einen bald dem anderen Wappen zugezählt. Das Wappen 1 führen
nach allgemeiner Annahme die:
Chraplewski, Cieciszewski,
Czosnowski, Klembowski, Kozuchowski, Larysz, Lesniowolski, Lesniowski, Lacki,
Lazniewski, Myszczynski, Nadolski, Oborski, Peczynski, Pogroszewski,
Pruszkowski, Pryami, Przeciszewski, Sabin, Tokarski, Turowicz, Walewski,
Wylazlowski, Wysocki, Zaboklicki, Zolynski.
Roch II. In silbernem
Felde ein schwarzer Schachspiel‑Turm; Heimschmuck: fünf Straußenfedern. Über
den Ursprung dieses Wappens wird gesagt, dass ein Ritter des Wappens Kolumna im
Feldlager mit einem Herzoge von Mosowien Schach spielte und ihn mit dem Turme
matt setzte, worauf der Herzog ihm diesen Turm (Roch) ins Wappen gab, das Roch
genannt wurde. Rogcislaw, Wojewode von Plock, ein Nachkomme des beliehenen
Ritters, wurde von dem Herzoge Konrad von Masowien im Jahre 1238 gegen die
Litauer und Jazdzwinger entsendet, die den Kreis Czerwinsk mit Feuer und Schwert
verwüsteten. Roscislaw, der erfahren hatte, dass der Feind ihm in etwa gleicher
Stärke gegenüber stehe, griff ihn an, ohne seine Verstärkung, die sich auf
bestimmtem Punkte sammeln sollte, abzuwarten. Der Feind zog sich zurück, um den
nachdrängenden Rogcislaw dahin zu ziehen, wo größere Truppenmassen standen.
Dieser merkte die Falle und zog sich vor der Übermacht zurück, stieß so durch
Zufall auf seine inzwischen versammelte Verstärkung, mit der er dann den Feind
wieder aufsuchte, angriff und schlug. Es wurde dann Rogcislaw, weil er vor dem
Feinde geflohen war (pierzchal), Scherzweise Pierzchala genannt. Als Belohnung
für seine Tapferkeit legte ihm Herzog Konrad den Namen Pierzchala bei, der auch
auf sein Wappen Roch ausgedehnt wurde. Diese beiden Namen übertrugen sich auch
auf das stammverwandte Wappen Kolumna, das zur Unterscheidung von dem Wappen
Pierzchala mit Roch I, das letztere aber mit Roch II. bezeichnet wurde. Dieses
führen die:
Bielicki,
Brulenski, Chorazyczewski, Dauksza, Glowinski, Grabie, Holowczyc, Kamelski,
Kunczewicz, Luclawski, Lukornski, Mroczek, Pawlowski, Perkowski, Piasecki,
Pierzchala, Radominski, Roch, Serocki, Sienicki, Szczodrowski, Tokarski,
Turowski, Umiastowski, Wiszowaty, Wröblowski, Zaniewski.
Roch III. In rotem
Felde drei wagerechte, silberne Stäbe über einander, die sich von oben nach
unten verjüngen, der obere, also längste Stab ist oben besetzt mit einer halben
silbernen heraldischen Lilie; Helmschmuck: eine gleiche halbe Lilie. Über den
Ursprung dieses Wappens ist nur soviel bekannt, dass es von dem Könige Kazimierz
III. (1333‑70) einem Kosciuszko verliehen wurde, dem er für Verdienst auch das
Gut Siechnowice schenkte. Es wird der dem Wappen gegebene Namen Roch dadurch
wohl auch zu erklären versucht, dass man annimmt, dass die Stäbe Felsstücke, und
zwar die Stücke einer zertrümmerten Felssäule bedeuten sollen, deren Kapitäl
durch die halbe Lilie angedeutet wird. Der Name Roch wäre dann von dem
italienischen Rocca (der Fels) abzuleiten. Dieses Wappen, Roch III. genannt,
führen die:
Hurko, Karsza,
Klimowicz, Kosciuszko, Przezdziecki, Rosudowski, Suzin, Waluzyniec, Wyszynski.
Rogala. In gespaltenem
Schilde in dem rechten silbernen Felde ein rotes Hirschhorn mit vier Ästen, in
dem linken roten Felde ein schwarzes Büffelhorn; Helmschmuck: rechts ein
schwarzes Büffelhorn, links ein rotes Hirschhorn. Über den Ursprung wird
gesagt: Als König Boleslaw Krzeywousty im Jahre 1109, aus dem Feldzuge in
Preussen und Pommern zurückkehrend, bei dem Orte Raski ausruhte und sich mit de
Jagd vergnügte, kam er in Gefahr von einem wilden Büffel überfallen zu werden.
Ein im Gefolge des Königs befindlicher Ritter Bibersztein erfasste den Büffel an
einem Horn, riss ihn zu Boden und drehte ihm dabei das Horn aus. Der König
verlieh als Belohnung für seine Errettung dem Bibersztein zu dessen Stammwappen
noch ein Büffelhorn ins Wappen, unter Veränderung des goldenen Feldes in ein
silbernes. Dieses neue vermehrte Wappen wurde von Rog (das Horn) Rogala genannt.
Es wird dasselbe von einzelnen Familien auch etwas verändert geführt, sei es
dass das Feld ungeteilt bleibt, die Stellung der Hörner gewechselt ist, auch die
Feldfarben verschieden sind. Zu diesem Wappen gehören die:
Bech, Bechowski,
Bibersztein, Bielanowski, Bolko, Boiszewski, Brzezanski, Butkowski, Chadzynski,
Charmanski, Chrzanowski, Chynowski, Cielemecki, Czambor, Duczyminski,
Dziatkowski, Filcz, Gorski, Grunenberg, Grzebski, Harbaszewski, Hirosz, Hodicki,
lwanowski, Jarzecki, Jezierski, Jutrowski, Kaczorowski, Kaluski, Kamienski,
Karniewski, Kazniewski, Kicinski, Kielpinski, Kobrzynski, Kocienski,
Koczorowski, Kolczynski, Koliczkowski, Kolitowski, Koscinski, Kosienski,
Kosinski, Kostkiewicz, Kostrowicki, Krasicki, Krasowski, Kummern, Kunstetter,
Kurzatkowski, Lapanowski, Lewicki, Lewoniewicz, Lichowski, Lipski, Lissonicki,
Loka, Luka, Lapanowski, Laski, Loski, Machcinski, Machnacki, Mandywel,
Marszewski, Maruszewski Miroslawski, Modrzewski, Niwicki, Nowicki, Odrzywolski,
Orczynski, Orzechowski, Osikowski, Ostrowski, Paruszewski, Pikulski, Pilchowski,
Pilko, Popielowski, Poplawski, Powalski, Przeciszewski, Punikiewski, Raszynski,
Raykowski, Reczajski, Rembiewski, Rogala, Rogalinski, Rogalski, Rokicki,
Rozwadowski, Rozycki, Rudgierz, Rynski, Sanchocino, Siecinski, Sierpinski,
Skalski, Skalka, Skomowski, Skromowski Skulski Stawkowski, Slodzej,
Sobiescianski, Swaracki, Swierski, Szczygielski, Targowski, Tchorzewski,
Tittmansdorf, Trembinski, Troszynski, Trzylatkowski, Turski, Tyrau, Uwilinski,
Wagrodzki, Wagrowski, Wasilewski, Wedrychowski, Wegrzynowski, Wencki, Wessel,
Witunski, Wybicki, Wydrazewski, Wyslocki, Zaborowski, Zagorski, Zagorzycki,
Zarnowski, Zawadski, Zembocki, Zernicki.
Rokosz
Rola. In rotem Felde drei
silberne, sichelförmige Pflugeisen, die in der Mitte zusammenstehen, mit den
Spitzen nach den Oberecks und nach unten gestellt sind, in der Mitte, wo sie
zusammenstehen, mit einer silbernen Rose belegt sind; Helmschmuck: fünf
Straußenfedern. ‑ Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Ritter Rola des
Wappens Poraj hinterließ nur eine Tochter, die er dem Schutze des Königs, wohl
Kazimierz I. (1041‑58) anempfahl, der sie mit einem Ritter des Wappens Kroje
vermählte. Dieser vereinigte beide Wappen zu einem neuen, das Rola genannt
wurde, später auch wohl Rolicz. Dieses Wappen führen die:
Arciszewski,
Bartochowski, Bialaczowski, Bojanek, Bolkowski, Bork, Borucki, Brulenski,
Chorkowski, Chrapicki, Chroscicki, Chrzanowski, Czernianski, Dangel,
Danielowski, Debski, Dobinski, Dobrogost, Domanowski, Drwalowski, Dworzanski,
Dziankowski, Dzierzanski, Gadomski, Gajewski, Gawronski, Glosowski, Gloszkowski,
Goczlowski, Gogolewski, Gogolinski, Golski, Goslowski, Grodzki, Gromadzinski,
Groszkowski, Gurminski, Gumowski, lwanowski, Janicki, Januszowski, Jarochowski,
jaroszewski, Kaliszkowski, Kamienski, Klimkowski, Kloskowski, Klosowski,
Kobylinski, Kobylnicki, Kochanski, Komorowski, Konarski, Kot, Kozielski,
Kreciejewski, Krzeciewski, Kucharski, Kuczek, Lubieniecki, Lubieniek, Lublinski,
Lubnicki, Magnuszewski, Marcinowski, Marynowski, Michalski, Mielicki, Minski,
Modlibowski, Modrzewski, Niegibulski, Niemojewski, Ossowski, Oltuczony, Owsiany,
Parzeczewski, Piekarski, Piszczatowski, Pleszczynski, Plonski, Pniewski,
Podczaski, Pruski, Pruszek, Psurski, Pucek, Rakowiecki, Rogaski, Rogilski, Rola,
Rolicz, Roszkowski, Rozniecki, Rozycki, Rusienski, Rzeczycki, Rzeszewski,
Sadkowski, Skibicki, Skibienski, Skorwid, Skotnicki, Slubicki, Sokolowski,
Stanislawski, Stezycki, Stroilowski, Stylagowski, Stypulkowski, Swietoslawski,
Swiezewski, Szadkowski, Szczycinski, Tarnowski, Topczewski, Truskawiecki,
Ungern, Wargawski, Wawrzecki, Wegierski, Wioteski, Witowski, Witunski,
Wnorowski, Wolski, Wyszczelski, Zaleski, Zaluskowski, Zbijewski, Zbrozek,
Zgleczewski.
Rownia
Roza
Rozmiar
Rozynski
Rubiesz
Rudnica. In blauem
Felde ein silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, das einen senkrechten, mit
der Spitze nach oben gerichteten, silbernen Pfeil umschließt; Helmschmuck: drei
Straußenfedern. ‑ Über den Ursprung dieses Wappens ist nichts bekannt, es ist
schon 1450 im Lande Ostrzeszow bekannt gewesen und wurde auch Nastep (der
Erfolg) genannt. Dieses Wappen führen die:
Daniszewski,
Kniaznin, Kostecki, Mejer, Radecki, Rudnicki, Sarnowski, Starzynski.
Doch etwas verändert
führen das Wappen die Daniszewski: das Hufeisen ist nach oben geöffnet und links
von dem Pfeile von oben nach unten schrägelinks durchbohrt, ‑ die Radecki: das
Hufeisen nach unten geöffnet, aber von dem Pfeil von oben nach unten senkrecht
durchbohrt.
Ruski
Rustelko
Rys
© Zurek & Cunow
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