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h. = herb = Wappen, h. własny
= eigenes Wappen,
Wal. Schild gold-silbern gespalten, rechts ein
halber, an den Spalt gelehnter schwarzer Adler, links ein schwarzer Querbalken,
oben und unten mit je drei roten Spitzen besetzt. Sie stammen aus Danzig,
schrieben sich dort Wahl, erhielten 1658, das polnische Indigenat.
Walbach. - Schild gold-blau gespalten, vorne ein schwarzer einen Felsen
hinaufspringender Steinbock, links ein silberner Fluss, senkrecht oder auch
schrägerechts laufend; Helmschmuck: ein Pfauen-schwanz. Sie stammen aus
Deutschland, wo sie Wolbach, auch Wolbock hießen. Sie erhielten 1569 den
polnischen Adel. Ein Zweig nannte sich Bartlinski, nahm aber das Wappen Sowka
an.
Waxman. In Gold eine rote, gezinnte, mit drei Schießscharten versehene Mauer,
aus der ein silbern gerüsteter, bärtiger Mann aufwächst, den linken Arm in die
Hüfte gestützt, mit dem rechten ein Schwert schwingend; Helmschmuck: ein
gleicher, aufwachsender Mann. Sie stammen aus der Schweiz, erhielten 1569 den
polnischen Adel. Dieses Wappen, das Zbroyny Maz (bewaffneter Mann) genannt wird,
führen auch die: Szotkiewicz.
Wegner. Schild rot-silbern geteilt, oben ein wachsendes, silbernes Einhorn,
unten zwei schwarze Pfähle, zwischen denen eine rote Rose. Sie saßen in Preussen,
wo sie Wegnern hießen, erhielten 1635 den polnischen Adel.
Wegrzynowicz. In Rot ein goldner Löwe, überhöht von drei goldnen Sternen
nebeneinander; Helmschmuck: drei Straußenfedern.
Weselini. Schild blau-silbern geteilt, oben ein auf der Teillinie- liegender,
roter Seehund mit silbernem Schwanz, mit beiden Pfoten sich an einem auf der
Teillinie stehenden Baumstumpf haltend, an den er mit einer Kette um den Hals
gefesselt ist, unten ein rechts
gekehrter Fisch; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Die Weselini stammen aus
Siebenbürgen, erhielten 1590 das polnische Indigenat.
Wesola, Wappen. In Blau, auch wohl in Schwarz ein rechter Schrägebalken, in zwei
Reihen silbern-rot geschacht; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses, auch
Gaudium genannte Wappen führen die: Wiese.
Wichert. Schild silbern-blau quadriert, im ersten und vierten Felde ein
aufgerichteter Pfeil, im zweiten und dritten Felde drei silberne, zu 2 und 1
gestellte Sterne. Sie erhielten 1667 den preussischen, 1686 auch den deutschen
Reichsadel und auch 1686 das polnische Indigenat.
Wilcza Glowa, Wappen. In Blau ein Wolfskopf (wilcza glowa). Dieses Wappen
führen die Klein (Kleyna), welche 1662 den polnischen Adel erhielten.
Wilkaniec. In Blau ein nach unten offenes Hufeisen, oben besetzt mit einem
Kreuze, unter dem Hufeisen ein Wolfskopf.
Wilmowski. Schild geteilt, oben in Schwarz ein goldner Löwe, unten golden-rot
gespalten mit zwei einander zugekehrten, gestürzten Jagdhörnern in gewechselten
Farben mit schwarzen Schnüren; Heim-schmuck: der Löwe wachsend zwischen zwei
schwarzen Büffelhörnern. Die Wilmowski hießen ursprünglich Skoczowski, erhielten
als solche 1553 den polnischen Adel.
Winter. Schild gespalten, rechts in Gold ein blauer, linker Schrägebalken,
belegt mit zwei goldnen Sternen, links in schwarzem, mit silbernem Gitter
durchzogenen Felde ein goldner Querbalken; Helmschmuck: ein wachsender Adler mit
einem Eichenzweige im Schnabel. Die Winter saßen in Thorn, erhielten 1632 den
deutschen Adel als Winter von Sternfeld, 1658 das polnische Indigenat.
Winter. In Blau auf natürlichem Boden links ein trockner Baum, rechts ein nach
links schreitender, geharnischter Mann, der mit der linken Hand den Baum fasst,
mit der rechten ein Beil schwingt. Die Winter erhielten 1650 den schwedischen
Adel, dann 1659 das polnische Indigenat und gleichzeitige Wappenvermehrung:
Schild ge-spalten mit einem Herzschild, in welchem in Silber die goldnen
Buch-staben J. C. (Joh. Casimir), über dem Herzschild eine goldne Königs-krone,
in dem rechten roten Felde über einem mit drei goldnen Sternen belegten linken,
wohl blauen Schrägebalken ein aus Wolken am rechten Schildesrande
hervortretender Schwertarm, unter dem Balken ein linksgekehrter, goldner,
gekrönter Löwe, im linken Felde das Stammwappen: Mann und Baum.
Wizemberg. In blauem Felde zwei schwarze, goldgekrönte, mit goldnem Halsband
versehene Füchse mit hochgehobener Rute, welche nebeneinander, einer den andern
halb deckend, einen vom halben Schildesfuß bis zum halben rechten Schildesrande
reichenden Felsen-berg hinauflaufen; Helmschmuck: ein schwarzer, aufwachsender
Hirsch innerhalb eines schwarzen Fluges.
Wadwicz. In rot-silbern gespaltenem Schilde in jedem Felde ein mit dem Kopf nach
oben gerichteter, etwas gekrümmter, mit dem Rücken nach innen gekehrter Fisch
von gewechselter Tinktur; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. - Über den Ursprung
des Wappens wird angegeben: Ein Ritter, Wadwicz genannt,' wurde von König
Boleslaw III. (1102-39) zweimal als Gesandter nach Dänemark ent-sendet, musste
zur Ausführung seiner Sendung eine Seefahrt unter-nehmen; auf der zweiten
Rückfahrt erlitt er Schiffbruch und rettete sich nur mit schwerer Mühe ans Land.
Der König verlieh dann ihm und seinen Nachkommen dieses Wappen, das den Namen
des Ritters Wadwicz erhielt; nach einem scherzhaften Worte des Königs sollte
Wadwicz die Meerfische aus Dankbarkeit dafür tragen, dass sie ihn nicht
verschlungen haben. jetzt wird das Wappen vorzugsweise von litauischen Familien
geführt, welche dasselbe an dem Versammlungs-tage zu Horodlo 1413 annahmen. Zu
dem Wappen gehören die:
Adamkowicz, Boreysza, Kamieniecki, Klimkowski, Lodziata, Matyaszewicz, Mezyk,
Montygierd, Nadarzynski, Naruszewicz, Roski, Roszkiewicz, Stankiewicz, Wadwicz,
Wandalowicz, Welawski, Wirulowicz, Wolczek.
Waga. In rotem Felde ein silbernes Hochkreuz, dessen Fußbalken sich nach unten
spaltet, in seinen Spaltenden dann nach oben schrägerechts und schrägelinks
soweit gebrochen ist, daß ein waagerechter Stab, der die Enden dieser nach oben
gebrochenen Teile verbindet, genau unter dem ersten Spaltungspunkte liegt. Der
Fußbalken des Kreuzes ist mit einem silbernen, gestürzten Halbmonde über-legt;
Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die: Abramowicz,
Korzeniowski, Niepokojczycki, Pociej, Rys, Waga.
Wal. Schild gold-silbern gespalten, rechts ein halber, an den Spalt gelehnter
schwarzer Adler, links ein schwarzer Querbalken, oben und unten mit je drei
roten Spitzen besetzt. Sie stammen aus Danzig, schrieben sich dort Wahl,
erhielten 1658, das polnische Indigenat.
Walbach. - Schild gold-blau gespalten, vorne ein schwarzer einen Felsen
hinaufspringender Steinbock, links ein silberner Fluss, senkrecht oder auch
schrägerechts laufend; Helmschmuck: ein Pfauen-schwanz. Sie stammen aus
Deutschland, wo sie Wolbach, auch Wolbock hießen. Sie erhielten 1569 den
polnischen Adel. Ein Zweig nannte sich Bartlinski, nahm aber das Wappen Sowka
an.
Waxman. In Gold eine rote, gezinnte, mit drei Schießscharten versehene Mauer,
aus der ein silbern gerüsteter, bärtiger Mann aufwächst, den linken Arm in die
Hüfte gestützt, mit dem rechten ein Schwert schwingend; Helmschmuck: ein
gleicher, aufwachsender Mann. Sie stammen aus der Schweiz, erhielten 1569 den
polnischen Adel. Dieses Wappen, das Zbroyny Maz (bewaffneter Mann) genannt wird,
führen auch die: Szotkiewicz..
Wegner. Schild rot-silbern geteilt, oben ein wachsendes, silbernes Einhorn,
unten zwei schwarze Pfähle, zwischen denen eine rote Rose.. Sie saßen in
Preussen, wo sie Wegnern hießen, erhielten 1635 den polnischen Adel.
Wegrzynowicz. In Rot ein goldner Löwe, überhöht von drei goldnen Sternen
nebeneinander; Helmschmuck: drei Straußenfedern.
Weselini. Schild blau-silbern geteilt, oben ein auf der Teillinie- liegender,
roter Seehund mit silbernem Schwanz, mit beiden Pfoten sich an einem auf der
Teillinie stehenden Baumstumpf haltend, an den er mit einer Kette um den Hals
gefesselt ist, unten ein rechts
gekehrter Fisch; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Die Weselini stammen aus
Siebenbürgen, erhielten 1590 das polnische Indigenat.
Wesola, Wappen. In Blau, auch wohl in Schwarz ein rechter Schrägebalken, in zwei
Reihen silbern-rot geschacht; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses, auch
Gaudium genannte Wappen führen die: Wiese.
Wichert. Schild silbern-blau quadriert, im ersten und vierten Felde ein
aufgerichteter Pfeil, im zweiten und dritten Felde drei silberne, zu 2 und 1
gestellte Sterne. Sie erhielten 1667 den preussischen, 1686 auch den deutschen
Reichsadel und auch 1686 das polnische Indigenat.
Wilcza Glowa, Wappen. In Blau ein Wolfskopf (wilcza glowa). Dieses Wappen
führen die Klein (Kleyna), welche 1662 den polnischen Adel erhielten.
Wilkaniec. In Blau ein nach unten offenes Hufeisen, oben besetzt mit einem
Kreuze, unter dem Hufeisen ein Wolfskopf.
Wilmowski. Schild geteilt, oben in Schwarz ein goldner Löwe, unten golden-rot
gespalten mit zwei einander zugekehrten, gestürzten Jagdhörnern in gewechselten
Farben mit schwarzen Schnüren; Heim-schmuck: der Löwe wachsend zwischen zwei
schwarzen Büffelhörnern. Die Wilmowski hießen ursprünglich Skoczowski, erhielten
als solche 1553 den polnischen Adel.
Winter. Schild gespalten, rechts in Gold ein blauer, linker Schrägebalken,
belegt mit zwei goldnen Sternen, links in schwarzem, mit silbernem Gitter
durchzogenen Felde ein goldner Querbalken; Helmschmuck: ein wachsender Adler mit
einem Eichenzweige im Schnabel. Die Winter saßen in Thorn, erhielten 1632 den
deutschen Adel als Winter von Sternfeld, 1658 das polnische Indigenat.
Winter. In Blau auf natürlichem Boden links ein trockner Baum, rechts ein nach
links schreitender, geharnischter Mann, der mit der linken Hand den Baum fasst,
mit der rechten ein Beil schwingt. Die Winter erhielten 1650 den schwedischen
Adel, dann 1659 das polnische Indigenat und gleichzeitige Wappenvermehrung:
Schild ge-spalten mit einem Herzschild, in welchem in Silber die goldnen
Buch-staben J. C. (Joh. Casimir), über dem Herzschild eine goldne Königs-krone,
in dem rechten roten Felde über einem mit drei goldnen Sternen belegten linken,
wohl blauen Schrägebalken ein aus Wolken am rechten Schildesrande
hervortretender Schwertarm, unter dem Balken ein linksgekehrter, goldner,
gekrönter Löwe, im linken Felde das Stammwappen: Mann und Baum.
Wizemberg. In blauem Felde zwei schwarze, goldgekrönte, mit goldnem Halsband
versehene Füchse mit hochgehobener Rute, welche nebeneinander, einer den andern
halb deckend, einen vom halben Schildesfuß bis zum halben rechten Schildesrande
reichenden Felsen-berg hinauflaufen; Helmschmuck: ein schwarzer, aufwachsender
Hirsch innerhalb eines schwarzen Fluges.
Waskiewicz. In blauem Felde ein goldnes Hochkreuz, dessen Stamm von der Mitte ab
gespalten ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen wurde von König
Jagiello für Tapferkeit gegen die Tataren verliehen. Dasselbe führen die:
Waskiewicz.
Wojeyko. In silbernem Felde ein schwarzer, goldbewehrter, gekrönter Adler,
dessen Kopf gespalten ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen
führen die: Wojeyko.
Waldorf
Walka
Walny
Warnia. In silbernem Felde ein roter, senkrecht mit dem Kopf nach oben
gestellter, die Scheren, die Beine und den Schwanz ausstreckender Krebs;
Helmschmuck: ein gleicher Krebs. Über den Ursprung dieses Wappens ist nichts
bekannt, es war in Polen schon 1250 heimisch. Man glaubt, dass dem Wappen der
Name Warnia nach der unglücklichen Schlacht bei Warna 1444 ge-geben wurde, wo
sich Ritter dieses Wappens auszeichneten, dennoch in schwere türkische
Gefangenschaft fielen. Dieses Wappen führen die:
Boszkowski, Czymbajewicz, Dabrowski, Gnoinski, Gnojnicki, Lekszycki, Lekszycki,
Nosal, Plaza, Raczek, Rapacki, Turski, Zarzecki.
Wasklewicz
Watta
Waz. In rotem Felde eine schwarze Schlange, mit dem goldgekrönten Kopfe nach
oben gestellt, von wo aus sie sich in senkrechter Richtung nach unten dreimal
schlängelt und dann nach oben zweimal um sich selbst windet; im Maul hält sie
den mit einem grünen Blatt versehenen Stil eines herabhängenden grünen Apfels;
Helmschmuck: fünf Straussenfedern. - Nach dem Wappenbilde (Waz, die Schlange, -
Wezyk, die kleine Schlange) wird das Wappen Waz, auch wohl Wezyk genannt. Über
den Ursprung desselben ist nichts bekannt, doch wird es in Polen schon 1190
genannt. Es kommen im 14. und 15. Jahrhundert auch die Benennurigen Zachorz und
Zatorza vor, namentlich in der Wojewodschaft Krakau. Diese, wie auch die
Wojewodschaft Sendomierz sind wohl als die erste Heimat dieses Stammes
anzusehen. Dieses Wappen führen die:
Ambrozewicz, Borek, Brzostowicz, Cichonski, Cichowski, Ciechomski, Cimochowski,
Czechowicki, Dlotowski, Dobrzankowski, Furs, Fursewicz Grozowski, Jasienski,
Koczalski, Koczelski, Koracz, Kostrowicki, Kostrowski, Koszarski, Kotuszowski,
Kowacz, Koyczan, Kozanecki, Kozarski, Kuczkowski, Kurowski, Kuzarski, Loyko,
Magiera, Maldrzycki, Maldrzyk, Niedych, Orynski, Osinski, Piasecki, Pisecki,
Podolecki Polajowski, Rudzki, Rzeszowski, Siedlecki, Siemia, Skrzynski,
Szamoszewski, Szemiosz, Waz, Wezowski, Wezyk, Widawski, Wielawski, Zmigrodzki.
Verändert führen das Wappen die Podolecki, Cichowski und Waz in goldnem Felde
die Schlänge ohne Krone, ohne Apfel und nur nach unten und nicht
zurückgeschlängelt - die Wezyk, Kozarski, Wezowski, Osinski, Siedlecki und
Widawski: die Schlange ebenfalls nur nach unten geschlängelt, aber gekrönt und
im Maule einen blauen Reichsapfel mit einem goldnen Kreuze, - die Jasienski zwei
gekrönte und ebenso gestaltete Schlangen mit den Mäulern einander zugekehrt, die
Kostrowski und Ambrozewicz: die Schlange windet sich um einen Spieß. Ein andres
Wappen Waz: eine gekrönte Schlange, die ein Kind halb verschluckt, führte Bona
Sforca, Tochter des Herzogs Johann von Mailand, geboren 1494, vermählt 1518 mit
dem Könige von Polen Zygmunt I.
Wczele. Der ganze Schild ist gold-silbern geschacht doch kommt auch eine
Abwechselung von blau-silbern, auch von schwarz-golden vor. Es soll der Schild
ein Schachbrett vorstellen, deshalb muss die Zahl der Reihen wohl als 8 und 8
angenommen werden; Helmschmuck: eine bis zum Knie etwa aufwachsende Mohrin mit
goldner Krone auf dem Haupte und einer weißen Binde, deren Enden links und
rechts abstehen, um die Stirn mit den nackten Armen ein Schachbrett vor sich
haltend, das bis zur Hälfte aus der Krone aufwächst und bis zur halben Höhe der
weißbekleideten Brust der Mohrin reicht. Über den Ursprung dieses Wappens wird
gesagt: Ein Slavonier namens Holub kam auf seinen Reisen auch nach Spanien an
den Hof eines maurischen Fürsten. Holub, im Ritterdienste sich auszeichnend, war
auch ein guter Schachspieler und wurde von der Tochter des Fürsten zum
Schachspiel aufgefordert, für welches die in diesem Spiele sehr gewandte
Prinzessin, ihres Gewinnes im Spiel sich sicher fühlend, die Bedingung stellte,
dass der Gewinner dem Verlierer das Schachbrett an den Kopf werfen solle. Holub
gewann, wollte jedoch aus ritterlicher Artigkeit die Bedingung nicht erfüllen,
worauf indessen die Prinzessin, wie auch der Fürst, der Zeuge des Spiels gewesen
war, bestanden, und so warf er ihr gezwungen das Schachbrett an den Kopf, sie
dadurch leicht an der Stirn verletzend. Der Fürst verlieh zur Erinnerung an
dieses Ereignis dem Ritter Holub das obige Wappen.
Dieses wurde zuerst Lebno (von leb, der Kopf), dann aber in Polen Wczele (von w
czolo, an die Stirn), auch Szachownica (das Schachbrett) genannt. Nach Polen kam
es zur Zeit des Königs Boleslaw Krzywousty 1103. - Dieses Wappen führen die:
Berkowski, Cema, Chelkowski, Chwalkowski, Daleszynski, Dobiejowski, Droszewski,
Dzberkowski, Dziekczynski, Dzieleczynski, Foglar, Galeski, Gniazdowski, Golian,
Grabski, Gurowski, Herman, Holub, Jalkowski, Kaczanowski, Karminski, Karnicki,
Karszanowski, Kemblan, Leben, Lechon, Ludzislawski, Lutenski, Mielinski,
Myslecki, Naleski, Pelcz, Pogorzelski, Pretficz, Rumiejowski, Rzegnowski,
Siekowski, Szolowski, Trzecki, Tumigrala, Wlosciejowski.
Weda
Wesola
Wezyk
Wickerau
Wieniawa. In goldnem Felde ein schwarzer vorwärts gestellter Kopf eines
Bisonochsen mit halbmondförmigen kurzen roten Hörnern, mit einem gold-schwarz
gewundenen Ringe durch die Nase; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es wird das
Wappen aber auch abweichend geführt, so wird der Ring mitunter ganz
fortgelassen, oder Ring und Hörner sind rot, dann wird auch wohl der Stierkopf
in den Helmschmuck gesetzt. Die Szczepanowski des Wappens Prus ver-einigten das
Wappen Wieniawa mit dem ihrigen, indem sie dieses in den Helmschmuck, den
Stierkopf in den Schild setzten, die Leszczynski erhielten vom Kaiser Friedrich
III. 1473 als Vermehrung des Wappens in den Helmschmuck einen aufwachsenden
goldnen Löwen mit einem Schwerte in den Pranken. Über den Ursprung dieses
Wappens wird gesagt: Ein Fürst von Mähren wurde auf der Jagd durch einen
Bisonochsen bedroht, den der in Begleitung des Fürsten befind-liche Ritter
Lastek bei den Hörner ergriff und zurückriss, ihm dann eine Gerte von einem
jungen Eichbaum durch die Nase zog und ihn mit dem mährischen Zurufe »Wien haw«
(d. i. Komm mit) wieder vor den Fürsten führte. Als nun der Ochs einem Höflinge
zum Halten über-lassen war, riss er sich los, worauf Lastek ihn mit seinem
Schwerte tötete. Lastek wurde dafür von dem Fürsten mit Gütern beschenkt und mit
diesem Wappen beliehen, das nach dem Zurufe wien haw seinen Namen erhielt, der
sich in Wieniawa veränderte. In Böhmen wurde es nach der dasselbe führenden,
hervortretenden Familie Persztein genannt. Durch einen Persztein, der im Gefolge
der böhmischen Prinzessin Dabrowka, Gemahlin des Polenfürsten Mieczyslaw I.,
war, sich 963 in Polen niederließ, wurde dieses Wappen hier eingeführt. Dasselbe
führen die:
Bambelski, Bedlenski, Bialozor, Blandowski, Robbe, Bodzeta, Bognarewicz,
Bognarowicz, Bossuta, Brodnicki, Bronisz, Chabielski, Chmielewski, Ciswicki,
Czerminski, Denowski, Dlugosz, Dlugoszewski, Dziekanowski, Dzierzkowicz, Elgot,
Goluchowski, Goslawski, Gozdzikowski, Grabowski, Hadziewicz, Hordziewicz,
Hulewicz, Janwicz, Jundzil, Kaweczynski, Klimaszewski, Kolaczkowski, Kopsowicz,
Kossowski, Kozinicki, Leszczynski, Libiszewski, Lingk, Lubieszowski, Lastek,
Mankszyc, Manowski, Marklowski, Mezyk, Miacinski, Michalowski, Narkiewicz,
Nieprowski, Obichowski, Pelka, Persztein, Pohl, Puchala, Rostkowski, Rylo,
Sacrarius, Skrzetuski, Slenski, Slesinski, Slabosz, Soczolowski, Spargalth,
Srzednicki, Strzembosz, Szczepanowski, Szymonkowski, Tszyrski, Twardawa,
Wegierski, Wieniawski, Woyski, Woyslawski, Zadorski, Zebrowski, Zubrzycki.
Wieruszowa. in silbernem Felde ein nach links schreiten-der den linken
Vorderfuss erhebender Ziegenbock, dessen vordere Hälfte schwarz, die hintere
Hälfte mit den Hinterfüssen rot-silbern geschacht ist; Helmschmuck: fünf
Straussenfedern.. - Man nimmt an, dass dieses Wappen eine bei einer Vermählung
angenommene Vereinigung der von den Eheleuten geführten Wappen Koziel und Wczele
sei. Das Ge-schlecht dieses neuen Wappens saß, als Schlesien noch zu Polen
gehörte, in den Fürstentümern Oswiecim und Zator, verbreitete sich von dort nach
Sachsen in das Meissener Land und kam von dort schon im Anfange des 15. Jahrh.
nach Polen zurück. Der Name des Wappens wird von der Stadt Wieruszow an der
Przosna abgeleitet. Dieses Wappen führen die:
Bielski, Bokij, Galewski, Gorecki, Hackebeyl, Kepinski, Kepski, Kostanecki,
Kowalski, Michalowski, Niemojewski, Pakisz, Salecki, Stolecki, Walknowski,
Wierusz.
Wierzbna
Wierzbna. In einem durch einen goldenen schmalen Balken geteilten blauen Felde
in dem oberen wie unteren Teile desselben je drei neben einander stehende
goldene Lilien; Helmschmuck: eine korinthische Säule, die in der oberen Hälfte
von unten nach oben von einem Pfeile schrägerechts durchbohrt ist. Über den
Ursprung des Wappens wird gesagt: Werboslaw Graf von Wrbna in Böhmen, der um 895
gelebt hat, hatte in den Kriegen gegen Frankreich um die Abhängigkeit
Lothringens, sowie in denen um die Wiedervereinigung Deutschlands mit Italien
mit Auszeichnung gefochten. Der Kaiser verlieh ihm drei Lilien ins Wappen und
der König von Frankreich, der diesem früher so gefürchteten Gegner, nach der
Weise ritterlicher Tafelrunde den Brudernamen beilegte, verlieh ihm ebenfalls
die drei französischen Lilien, die unter die zuerst verliehenen gestellt wurden.
Als die Römer besiegt worden waren, durchschoss Werboslaw mit seinem Wurfpfeil
den römischen Feldherrn aus dem Geschlecht der Colonna. Darum verlieh Kaiser
Otto I. dem Werboslaw die vom Pfeil durchschossene Säule (colonna) als
Helmschmuck. Aus Böhmen kamen die Wrbna schon um 1220 nach Schlesien und von
dort um 1400 nach Großpolen, wo sie, ebenso ihr Wappen, Wierzbna genannt wurden.
Dieses Wappen führen die:
Brantalski, Gronowski, Grynfar, Laszczynski, Pawlowski, Rydzynski, Slonczynski,
Wierzbna, Wierzbnowski, Wierzwinski.
Es führen die Grynfar das Feld rot.
Wieze. In rotem Felde auf grünem Boden stehen neben einander zwei silberne,
schwarz gefugte, viereckige Türme (wieze), jeder mit drei zu 2 und 1 stehenden
viereckigen Fenstern und mit einem spitzen Dach; Helmschmuck: drei
Straussenfedern. - Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Als von dem Feinde
ein Schloss an der Oder belagert wurde, schlug sich ein Ritter durch deren Linie
und kam mit seinen Leuten den Belagerten zu Hilfe. Es wurde nun die Verteidigung
so tapfer weitergeführt, dass der Feind abziehen musste. Dafür habe König
Boleslaw III. Krzywousty dem Ritter dieses Wappen verliehen, also um 1125. Die
Heimat des Wappens war Schlesien, von wo es nach Polen um 1500 kam. Dasselbe
führen die:
Borynski, Kozlowski, Nidecki, Osynski, Raszyc, Welczek, Weprowski, Wieprzewski,
Wolk.
Doch verändert führen das Wappen die: Raszyc, Borynski, Kozlowski, Osynski,
Wieprzewski: einen runden Turm mit Zinnen, auf dem zwei kleine Türme mit Zinnen
stehen, jeder mit einer Öffnung; Helmschmuck. das Wappenbild.
Wierzbowa
Wierzbowczyk
Wierzynkowa
Wyszpolski. In rotem Felde eine waagerechte, mit den Spitzen nach unten gekehrte
silberne Eisenklammer, die senkrecht von einer kleineren, mit den Spitzen rechts
gekehrten Eisenklammer durchkreuzt wird, über dieser letzteren steht ein goldner
Stern, und unter derselben stehen zwei goldne Sterne übereinander, das ganze
Wappenbild ist dann rechts und links von je einem goldnen, nach auswärts offenen
Halbmonde begleitet; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:
Wyszpolski.
Wieze
Wilcza Glowa
Wilcze Kly
Wilcze Kosy
Wloszek. In rotem Felde zwei mit den Klingen nach oben gerichtete blanke
gekreuzte Schwerter, die von vier weißen Rosen, in jedem Zwischenraume eine,
begleitet sind; Helmschmuck: drei Straussen-federn. Dieses Wappen führte der aus
Italien stammende Bischof Marcellus von Kruswica oder Kujawien 1014-35, dessen
Bruder sich in Polen niederließ, wo er Wloch (der Italiener) genannt wurde,
welcher Name sich für seine Nachkommen und das Wappen in Wloszek ver-änderte.
Dieses führen nur die:
Simoniewski und Wloszek
Wojejko
Wojnla
Wreby
Wukry. In rotem Felde drei wagerechte, schwebende, nach unten sich verkleinern&
silberne Flüsse, über denen zwischen einem nach oben geöffneten und einem
gestürzten goldnen Halbmonde ein goldnes, an dem rechten Balken gestümmeltes
Kavalierkreuz; Helm-schmuck: drei goldne und zwei silberne Straussenfedern. Über
den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Als Juhry oder Wukry, Chan der
Tartaren, erobernd vordrang und auch nach Ungarn einbrechen wollte, erwählte er
Attila, tatarisch Edele genannt, zum Führer seiner Horden. Dieser überschritt
die drei Flüsse Don, Wolga und Dniepr, drang in Ungarn ein und setzte sich dort
fest. Attila, der einen ge-krönten Vogel (Habicht oder Dohle) auf seinem Schilde
führte, warf diesen ab und nahm die drei Flüsse an. Er starb am Schlagfluss,
sein Sohn Chabe übernahm um 744 die Verwaltung, wurde aber in die russischen
Länder zurückgetrieben, starb dort. Es folgte ihm sein ältester Sohn Kusid,
diesem folgte Mokosiej, dessen Nachkommen bis zur Zeit des Kaisers Konstantin
dort herrschten. Die Tataren wollten wiederum nach- Ungarn eindringen, wurden
aber durch innere Zwistig-keiten daran gehindert; die einen wendeten sich in die
Jazyger Berge, die andern unter Mokosiej in die russischen Länder und eroberten
Krzemieniec, das Mokosiej dem Polenkönige Boleslaw Smialy, (1059-82),
unterwerfen musste, von dem er Privilegien erhielt Dieses Wappen wurde Wukry und
auch Edele und Chabe und Trzy Rzeki genannt Dasselbe führen die-
Bakowiecki, Denisko, Gorajski, Mokosiej, Nowosielski, Szybinski.
Wydra
Waskota
Wyszogota. Schild gespalten, rechts in Rot eine an den Spalt gelehnte, halbe,
silberne Lilie, das linke Feld silbern - blau geschacht; Helmschmuck: ein bis zu
den Knien aufwachsender Mann mit langem glatten Gewande mit Gürtel, ohne
Kopfbedeckung, in der rechten Hand ein halbes Rad, in der linken ein blankes
Schwert haltend. - Dieses Wappen auch W y s k o t a genannt, über dessen
Ursprung nichts bekannt ist, das in Polen aber schon um 1350 heimisch war,
führen die:
Bendorski, Kawiecki, Poduchowski, Sowinski, Wyskota, Zakrzewski.
© Zurek & Cunow
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