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Z
h. = herb = Wappen, h. własny
= eigenes Wappen,
Zaba. Z. Czarnicki.
Zak. Lipinski.
Zamek. Z. Czapiewski, Z. Gliszczynski. In Rot ein silbernes Hufeisen, besetzt
mit einem goldnen Kavalierkreuz; Helmschmuck: ein gepanzerter, ruhender Arm, in
der Hand einen Dolch haltend.
Zamory. - In Silber drei Würfel, zu 2 und 1 gestellt, die beiden oberen rot der
untere grün; Helmschmuck: drei Straussenfedern.
Zan. - Z. Lipinski.
Zayca. - Z.- Zychicki. Wappen Drzewica
Zdun (Sdunen, Bartke, Sduna). - Schild rot-blau geteilt, auf der Teilungslinie
ein Totenkopf, oben zwei goldne Sterne, unten ein silberner Halbmond. Zweig:
Paraiynski.
Zielonka. - Z. Wyczlinski: Zwei Windhunde, ein Halbmond und zwei Sterne.
Zinne.
Zipschke.
Zitzwitz (Zitzewitz, Cytzwicz). - In schwarz-silbern gespaltenem Schilde ein
doppelköpfiger Adler von gewechselten Farben.
Zloszcz (Zlosc, Zlop, Zlosz, Schlosch, Schluss, Schloesser).. Wappen Ostoja:.
Zweig: Zlop (Zlosc) Czapiewski alias Czapinski (Wappen Brochwicz IV).
Zmuda. - Wappen Ksiezyc, über dem Mond die Sterne zu 2 und 1 gestellt, - oder
auch: der Mond nach links geöffnet, von einem Stern überhöht; Helmschmuck: drei
rote Rosen an grünen Blätterstielen.
Zmuda. - Wappen Pietyrog, Helmschmuck: ein schwarzer Vogel. Zweige: Cieminski,
Trzebiatowski.
Zmuda (Schmude, Schmudden). - In Blau ein goldner Querbalken, oben von vier,
unten von drei goldnen Ähren begleitet; Helmschmuck: zwei Büffelhörner, jedes
seitwärts mit zwei Ähren besetzt. Zweige-: Dabrowski, Gustkowski.
Zuchta (Zichta, Suchten). - Wappen Brochwicz II. Zweige: Ossowski, Palubicki (Palbicki).
Zuroch - Wappen Monsztern. Zweige: Czapiewski (Wappen Sas, ein Zweig: ein
Einhorn, unten von einem Halbmonde und einem Stern begleitet),.- Z. Piechowski.
Zyla. Z. Piechowski.
Zabawa. In gespaltenem Schilde ist das rechte Feld blau und leer, das linke Feld
rot-silbern geschacht; Helmschmuck: fünf Straussenfedern. - Dieses Wappen stammt
aus Böhmen und kam wohl zur Zeit der Vermählung der böhmischen Prinzessin
Dabrowka mit dem Polenherzog Mieczyslaw 963 nach Polen. Ein Ritter dieses
Wappens, namens Wislimierz, war im Jahre 1000 mit der Vorhut der polnischen
Streitkräfte betraut, wohl gegen die Mähren, stieß auf den im Hinterhalte
versteckt gewesenen Feind und beschäftigte und ver-weilte denselben durch
verschiedene kleine Scharmützel und Neckereien so lange, bis der Hetman mit der
Hauptmacht herankommen konnte, dessen Reiterei den Feind dann siegreich schlug.
Zum Andenken an diese Verweilung (Zabawa) des Feindes wurde dem Wappen des
Wislimierz der Name Zabawa gegeben. Dasselbe führen die:
Bruski, Brzezinski, Bubelwic, Dabrowski, Drochecki, Golinski, Koczynski,
Piasecki, Piels, Pirucki, Spiczek, Swiracki, Szwyradzki, Wechaldowski,
Wichlinski, Wlodek, Zabawski.
Zachorz
Zadora. In blauem Felde ein rechts gekehrter, schwarzer Löwenkopf, der aus
offenem Rachen ein fünfflammiges Feuer speit; Helmschmuck: ein gleicher
Löwenkopf. - Über den Ursprung des Wappens ist nichts bekannt, es ist uralt. Es
stammt aus Frankreich und kam über Deutschland um das Jahr 1000 durch einen
Ritter Z a d o r a nach Polen, nach welchem es den Namen erhielt; es wird aber
auch nach dem Wappenbilde Plomienczyk (von plomien, die Flamme) genannt.
Dasselbe führen die:
Alantsy, Bak, Bartoszewski, Bichau, Borch, Borek, Borski, Brochowski, Brohomir,
Bychowski, Chrzastowski, Ciesielski, Ciminski, Ciszewski, Dowgialo, Gliszczynski,
Hawnulewicz, Holowczyc, Jaszkowski, Karwaczian, Karwowski, Krzetowski, Kurowski,
Lanckoronski, Lechnicki, Lenczewski, Leniecki, Lipinski, Laczkowski, Majewski,
Marszalkowicz, Narbut, Niwicki, Paszkowski, Paszkudzki, Piasecki, Prondzynski,
Przeclawski, Rosperski, Rusakowski, Russocki, Rwocki, Siekierzynski, Stryk,
Strykowski, Strzyszka, Suchorzewski, Szwejcer, Walter, Wlodzislawski, Wojakowski,
Wojenski, Wrzeszcz, Zadorski, Zawisza, Zuzelski, Zycienski.
Zagloba. In blauem Felde ein silbernes, nach unten geöffnetes Hufeisen, das von
unten nach oben in der Mitte von einem blanken Säbel mit goldnem Griff
durchbohrt ist; Helmschmuck: ein Adlerflügel, von links nach rechts von einem
Pfeile wagerecht durchbohrt. Ober den Ursprung dieses Wappens wird gesagt- Zur
Zeit des Herzogs Bolestaw V. und seines Oheims, des Herzogs Konrad von Masowien,
waren 1240 die Tataren in Polen eingefallen, wurden von dem Woje-woden
Wlodzimierz von Krakau bei dem Dorfe Turk in der Wojewodschaft Krakau versprengt
und mussten sich in den Wäldern ver-bergen. Das veranlasste den Tataren Sawan,
einen Abkömmling der tatarischen Fürstenfarnlilie Szyryn, sich dem Herzog Konrad
zu unter-werfen und taufen zu lassen. Er diente dem Herzoge treu, der ihn lieb
gewann und mit einer Verwandten der Herzogin, mit einer Jewsko des Wappens
Jastrzebiec vermählte. Sawan nannte sich dann, durch Zusammensetzung beider
Namen, Sawaniewski, vereinigte auch sein Wappen, ein tatarischer Säbel, mit dem
Wappen Jastrzebiec. Als Heiratsgut hatte der Herzog dem Sawan die Besitzung
Szankow ver-liehen. Von seinen Nachkommen entstand bei Teilung dieser Güter
Streit, wobei einer einen seiner Brüder erschlug. Der Mörder entfloh, es wurde
aber wegen seiner Tat ihm und seinen Nachkommen das Kreuz aus dem Wappen
genommen, der Säbel durch das Hufeisen gesteckt, wodurch das obige Wappen
entstand, das Zagroba (von grob, das Grab) genannt wurde, woraus später Zagloba
wurde. Dieses Wappen führen die:
Badkowski, Bogusz, Braciszewski, Dabrowski, Dubina, Dulinski, Golembiewski,
Grabowski, Jaroszewski, Kaniowski, Karwowski, Kleniewski, Kniazynski,
Kordaszewski, Kraykowski, Kucharski, Labunski, Matowski, Mieczkowski, Orzecki,
Sawaniewski, Siedziewski, Smardzewski, Smarzewski, Smolenski, Sniegocki,
Sochacki, Tarchalski, Trzebinski, Trzeszkowski, Ulatowski, Wierzchowski,
Zaglobski, Zatonski, Zygler.
Es führen das Wappen verändert die Sawaniewski: Der oben genannte Brudermörder
aus diesem Geschlechte pilgerte zur Busse nach Rom und erbat im Jahre 1316 von
Papst Johann XII. eine Ver-mittlung um seine Rehabilitierung und Wiedergabe des
Kreuzes ins Wappen bei dem Könige Wladyslaw I. Dieser machte die Bestätigung
davon abhängig, dass der Bittsteller oder einer seiner Nachkommen erst eine
auszeichnende Waffentat vollbringe; sie erhielten alsdann das Kreuz auf dem
Hufeisen, innerhalb desselben nur einen halben Säbel.
Zagroba
Zapale
Zanthier. In Rot ein silberner, rechter Schrägebalken, belegt ~mit drei
Zanderköpfen; Helmschmuck: zwei rote, aufgerichtete, nach außen gekrümmte
Zander. Ein Zweig nannte sich Woyski.
Zatajony Miesiac. In grünem Felde ein silbernes, nach oben offenes Hufeisen, das
einen kleinen silbernen, nach oben offenen Halbmond einschließt; Helmschmuck:
drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:
Dolibowski, Domaradzki.
Zdan. In rotem Felde ein goldnes, nach unten offenes Huf-eisen, auf welchem ein
Säbel, mit dem goldnen Griff nach unten gekehrt, steht; Helmschmuck: drei
Straußenfedern. Dieses Wappen wird auch Koilenczyk und Zdanowicz genannt.
Dasselbe führen die:
Dunski, Koilenski, Kozinski, Szymonski, Zdan.
Zdzitowiecki. In rotem Felde eine weiße Binde, wie im Wappen Nalecz, nur ist
dieselbe oben verschlungen und die Enden gehen nach oben auseinander, auf dem
Knoten steht ein goldnes Hochkreuz, inner-halb der Binde ist ein goldner Stern;
Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die: Zdzitowiecki.
Zienowicz. In rotem Felde ein halber, nach unten offener, goldner Ring, auf
welchem ein silbernes Malteserkreuz steht; Helm-schmuck: ein auffliegender Rabe
mit einem Ring im Schnabel. Dieses Wappen, das auch Deszpot genannt wird, ist
aus Serbien um 1420 nach Litauen gekommen. Über den Ursprung wird gesagt: Die
Heiden waren räuberisch eingebrochen und einer derselben raubte sogar die
Tochter des serbischen Fürsten. Ein Serbe jagte dem Ent-führer nach, entdeckte
ihn im Walde, tötete ihn und befreite die Prinzessin, die ihm zum Danke einen
Ring gab. Bei der Abnahme der Waffen von der Leiche verlor er indessen
denselben. Er bemerkte dieses erst, als er die Prinzessin an einen sicheren Ort
gebracht hatte, eilte dann zurück, um den Ring zu suchen. Er fand einen Raben
auf der Leiche sitzend, der den Ring im Schnabel hatte. Er erschoss den Raben
mit dem Pfeil, eilte dann mit dem Ringe zur Prinzessin zurück, deren Hand er
erlangte. Er erhielt von dem Fürsten dieses Wappen, das Deszpot (im Griechischen
= Jungfrau) genannt wurde, welchen Namen auch er erhielt. Von seinem Sohn Zeno
stammen die Zienowicz, die kurze Zeit Hospodaren der Walachei waren, aber
verjagt wurden und nach Litauen gingen. Dieses Wappen führen die: Kostrzenski
und Zienowicz.
Zyzemski. In Rot ein goldner Löwe; über dem Schilde eine Fürstenmütze mit
Kreuz. Dieses Wappen führen die:
Kurpski und Zyzemski.
Ziegenhals (Czeginhals). Schild silbern-rot geteilt, darin ein stehender
Ziegenbock, zur Hälfte oben schwarz, unten silbern.
Zukowski (Zuchowski). In Rot ein nach oben geöffneter, goldner Halbmond, auf
welchem ein blankes, gestürztes Schwert steht, dessen Handgriff rechts und links
von je einem goldnen Stern begleitet ist; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt
mit dem ganzen Wappen-bilde. Das Wappen wird auch Walka genannt und führen
dasselbe auch die Kowalewski.
Zaprzanlec
Zaremba. In rotem Felde eine die untere Hälfte desselben einnehmende silberne
Mauer mit vier viereckigen Zinnen, aus welcher ein halber schwarzer Löwe
herauswächst, mit ausge-schlagener Zunge, die linke Pranke über' die rechte
erhoben, die Schwanzspitze sichtbar; die Mauer ist belegt mit drei zu 2 und 1
ge-stellten, viereckig golden eingefassten Edelsteinen; Helmschmuck: ein halb
aufwachsender Löwe. - Man nimmt an, dass dieses Wappen aus Deutschland oder
Böhmen eingeführt sei, doch kommt es in Polen schon in den ältesten Zeiten vor.
Die erste Heimat desselben war wohl in der Wojewodschaft Plock. Es gehören zu
demselben die:
Belakowicz, Belakowski, Bielakowski, Bielawski, Boxycki, Brudzewski, Celinski,
Cerekwicki, Cielecki, Drzewoszewski, Gimel, Ginet, Gloskowski, Godurowski,
Gorzewski, Grabowski, Jablonowski, Jaraczewski, Jaskulecki, Jastrzebski,
Kalinowski, Korzkiewski, Kuncezewicz, Mankowski, Milowicz, Noskowski, Perlowski,
Rudzienski, Skrzynski, Skwarski, Strzyiowski, Suchorzewski, Tymieniecki,
Wielewicki, Zajaczkowski, Zarebski, Zaremba, Zarembinski.
Es führen die Cielecki das Feld golden.
Zaroze
Zatajony Mieslac
Zatorze
Zbicswicz
Zbroyny Maz
Zdan
Zdanowicz
Zdarbozec
Zdzitowleck
Zeby. In rotem Felde eine silberne Wolfs-kinnlade mit drei auf der linken Seite
derselben befindlichen, über- und nebeneinander stehenden Zähnen (Zeby). Es ist
dies das Stamm-wappen des Königs Stefan Batory (1576--86). Über den Ursprung des
Wappens wird gesagt: Vitus, der um 900 in Ungarn lebte, tötete einen Drachen,
der in den Sümpfen beim Schlosse Eczed sich aufhielt und in der Umgegend großen
Schaden anrichtete, mit seinem Spieße, nachdem er ihn dreimal vergeblich
angegriffen hatte. Für seine Tat erhielt er die drei Drachenzähne (also nicht
Wolfszähne) ins Wappen, den genannten Landesstrich als Eigentum, und wurde
fortan Bator, d. i. im Ungarischen = Magnanimus, genannt. Das Wappen Zeby wird
auch mit Trzy Zeby (drei Zähne) und mit Wilcze Kly (Wolfs-zähne oder Hauer)
bezeichnet.
Zeby. In rotem Felde eine silberne Wolfs-kinnlade mit drei auf der linken Seite
derselben befindlichen, über- und nebeneinander stehenden Zähnen (Zeby). Es ist
dies das Stamm-wappen des Königs Stefan Batory (1576--86). Über den Ursprung des
Wappens wird gesagt: Vitus, der um 900 in Ungarn lebte, tötete einen Drachen,
der in den Sümpfen beim Schlosse Eczed sich aufhielt und in der Umgegend großen
Schaden anrichtete, mit seinem Spieße, nachdem er ihn dreimal vergeblich
angegriffen hatte. Für seine Tat erhielt er die drei Drachenzähne (also nicht
Wolfszähne) ins Wappen, den genannten Landesstrich als Eigentum, und wurde
fortan Bator, d. i. im Ungarischen = Magnanimus, genannt. Das Wappen Zeby wird
auch mit Trzy Zeby (drei Zähne) und mit Wilcze Kly (Wolfs-zähne oder Hauer)
bezeichnet.
Zerwikaptur. In rotem Felde drei übereinander-stehende, rechts gekehrte schwarze
Ziegenköpfe mit kurzen graden Hörnern und mit Hals; Helmschmuck: fünf
Straussenfedern. Über den Ursprung wird gesagt: dass ein Ritter in einem
Gefechte gegen die alten Preussen, welche Ziegenfelle mit Hörnern über der
Kopf-bedeckung trugen, drei Feinde getötet habe, wofür er dieses Wappen erhalten
habe. Die Zeit dafür ist unbekannt, doch muss es vor 1106 gewesen sein, wo
dieses Wappen, das nach seinem Bilde auch Kozieglowy (Ziegenköpfe) genannt wird,
geführt wurde und ein Ritter dieses Wappens in der Wojewodschaft Krakau das Dorf
Kozieglowy besaß. Dieses Wappen führen die:
Cieszkowski, Kozieglowski, Podbipieta, Zgleczewski.
Es führen die Zgleczewski die Ziegenköpfe silbern.
Zetynian. Ein rechter Schrägebalken, oben und unten von je einer Rose
begleitet; Helmschmuck: drei Hahnenfedern. Die Farben sind nicht angegeben.
Dieses Wappen kam durch Karl Guczy, der aus Florenz in Italien stammte,
Hofbeamter der Königin Bona war, 1518 nach Polen. Dasselbe führen die:
Guczy, Gudowicz, Rodakowski, Zytynian.
Zgraja. In silbernem Felde ein Kriegsschild von Stahl; Helm-schmuck: drei
Straussenfedern. Dieses Wappen wurde einem polnischen Ritter Zgraja erteilt, aus
welcher Veranlassung ist nicht bekannt. Dasselbe führen die:
Gniewski, Kanimir, Zgraja, Zieleniewski.
Zienowicz
Zkrzyzluk
Ziota Wolnosc
Zlota wolnosc. In blauem Felde zwei in Form der Zahl 8 zu-sammen gewundene
Schlangen, zwischen deren oben befindlichen, sich zugekehrten Köpfen ein
goldenes Hochkreuz schwebt; Helmschmuck: fehlt. Über den Ursprung des Wappens
ist nichts bekannt, das Wappenbild scheint auf die Aussöhnung zweier Feinde
hinzudeuten. Es war das Wappen schon im 16. Jahrhundert in Stein an dem Schlosse
Brzezany, in Galizien, das den Sieniawski des Wappens Leliwa gehörte,
angebracht. Dasselbe führen die:
Szymanski und Szymonski.
Zlotogolenczyk. In blauem, auch wohl rotem Felde ein goldgepanzertes Bein, mit
dem Knie nach unten gebogen, den Fuß nach links gekehrt; Helmschmuck: drei
Straussenfedern. Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein polnischer
Hetman und sein Rotmeister wurden in einer verlorenen Schlacht gefangen und
beide aneinander gefesselt ins Gefängnis gesetzt. Um dem Hetman, dessen das
Vaterland bedurfte, die Flucht zu ermöglichen, hieb sich der Rotmeister sein
gefesseltes Bein ab. Der Hetman entkam. Als der König, in dessen Gefangenschaft
der Rotmeister verblieb, diese Tat hörte, liess er diesen aus Hochachtung seiner
Tugend und Opfer-freudigkeit nicht nur heilen, sondern schenkte ihm auch die
Freiheit und ein goldnes Bein, gestattete ihm auch dieses Bein im Wappen
zuführen. Es wurde dieses Wappen nach seinem Bilde Zlotogolenczyk (goldnes
Schienbein), aber auch wohl Wojnia genannt. Es muss die Verleihung noch in sehr
früher Zeit geschehen sein, denn ein Ritter dieses Wappens erhielt von König
Boleslaw III. 1109 eine Vermehrung desselben, die Nowina genannt wurde; es wird
das Wappen Nowina aber auch Zlotogolenczyk genannt. Diesem Wappen gehören an
die: Konopka, Sawicki, Witkowski, Wolski, Zarzycki.
Zmiara
Znin. Es werden mit diesem Namen zwei verschiedene Wappen bezeichnet, das eine
in Blau ein goldnes lateinisches S, das andere in Blau ein goldnes lateinisches
Z, beide ohne besonderen Helmschmuck. Beide Wappen sind wohl identisch zu
nennen, da die Verschiedenheit wohl nur durch den ähnlichen Laut beider
Buchstaben entstanden sein mag. Es wurde schon Anfang des 15.. Jahrhunderts in
der Wojewod-schaft Krakau geführt. Ein S führen die: Dobrycz (doch das S
um-gekehrt, silbern mit silbernem Bande, oder schwarz mit rotem Bande;
Helmschmuck: drei Lilien), Mesenau (das S ist schwarz, silbern und rot
abgeteilt; Helmschmuck: zwei Schaufeln, und Kustynia. Das Z führen die:
Dambrowka, Jasinski, Kamienski, Komanski, Molochowiec.
Zur, siehe Zurek
Zurek. Das Haus Schur (Szur), Zur), de (von) Zurek und Szur/Schur ( polnischer
Adel), Wappen Szur. Urkundliches Auftreten im Jahre 1457. Nobilitierung durch
König Kasimir von Polen.
Durch welches Kaiserliche, Fürstliche oder Gräfliche Haus einer der Ahnherren
derer von Zurek den Freiherrentitel erwarb, lässt sich aufgrund der spärlichen
Quellenlage nicht mehr ermitteln. Es existieren nur noch einige handschriftliche
Aufzeichnungen (Kopien und Duplikate). Da es sich bei der Familie Zurek um eine
slawisierte bzw. polonisierte Familie deutschen Ursprungs handeln dürfte (Zurek
= Sauer), dürfte es sicher sein, daß sie den Freiherrentitel schon nach Polen
mitbrachte. Aus einem Schreiben des Baron Zurek mit Sr. Hochgeboren J. A.
Jablonski in Lwow aus dem Jahre 1742 geht hervor, daß “ zahlreiche Barone aus
dem Ausland, zusammen mit den Adeligen Polens allesamt jegliche “Prerogative”
damit verbunden bekamen.. Aber jeder “Schlachtitsch” (ritterlich Geborener) ist
außer seinem Range auch noch ein “Liber Bar ”, das ist der freie Herr, und es
gab im Grunde genommen immer den Unterschied zwischen den Baronen und dem
(gewöhnlichen) Adel. Das bestätigt auch Dlugosh , der in jeder seiner
Beschreibung der adeligen Treffen oder “Sjeme” (Adelsreichstage), über Prälate,
Magnaten, Barone und (gewöhnliche) Adelige sprach.”
Die heutigen (1742) polnischen “Szlachta - Familien” = Adelsfamilien in Pommern
und Westpreußen stammt zum großen Teile aus der polnischen Ritterschaft zu den
Zeiten der Kreuzritter , und erklären uns in einigen Maßen die Beziehungen
zwischen beiden (westlichen Kreuzrittern und Szlachtizen), die schon länger
existieren. Die uralten Szlachtageschlechter (Adelsgeschlechter) führten
üblicherweise Doppelfamiliennamen; normalerweise den polnischen Namen und den
sogenannten (oft deutschen) Beinamen. Jeder Slachtize wird in deutscher Zunge
offiziell anders genannt als in Polnischer Sprache. Das rührt daher, daß die
Dörfer, die zum Besitz der Adligen gehörten, zum Teil Doppelnamen besaßen, den
offiziellen deutschen Namen und den polnischen Volksnamen. Je nachdem um welches
Dorf es sich handelte und welchen Namen es führte, wurden auch die Besitzer
desselben genannt, die dort wohnten. Zum Beispiel hieß ein Dorf auf polnisch
Dombrowka, wurde es auf Deutsch Eichenau (Ort/Dorf) genannt. So konnte ein
adliger Besitzer eines Dorfes diesen Namens “Dombrowski - Eichenau” heißen. Eine
weitere Kategorie schließt den persönlichen Namen und Zu - oder Beinamen ein. Zu
solchen Beinamen gehören zum Beispiel “Szur - Lipinski.” Mannigfaltig sind die
Änderungen der Familiennamen und Aussprachen. Aus Ermangelung des diakritischen
Zeichens “.” über dem “Z” im deutschen, wurde aus dem gleichlautenden “Sz” und
“Z” mit “Punkt” über dem “Z”, (gesprochen wie das “J” in “Journal”) die deutsche
Aussprache des Buchstaben “Z” favorisiert.
Als Begründer des Geschlechts “Schur - Lipinski” von dem sich die “Szurek/Schurek”
- von Eichenau ableiten gilt ein adeliger Szlachtzik , der zusammen mit anderen
polnischen Adligen vom polnischen König Kasimir dem Großen (1447 - 1492) für
Verdienste in den Kämpfen gegen die Kreuzritter um 1460 das Gut Lipnice in
Pommerellen verliehen bekam, mit der Pflicht, die Grenzen des Gebietes der
Pommerellen gegen die “Pommernleute” zu schützen und zu verteidigen. Dieser
polnische Adel vermehrte und verbreitete sich in kurzer Zeit und erwarb
verschiedene Beinamen: Janta, Kospot, Pych, Roman, Schur(Szur), Wnuck, und
Lipinski. Trotz der Benutzung und Führung verschiedener Wappen bildeten die
verschiedenen Geschlechter Lipinski einen Verband oder ein Haus (Dom). Es ist
hier also nicht die Rede von einer gemeinsamen Herkunft, Sondern von
verwandtschaftlichen Beziehungen durch Ehen und Verschwägerungen. Das Geschlecht
Schur (Szur - Lipinski) war am nächsten mit dem des Geschlechts Wnuk - Lipinski
oder Szur - Lipinski verwandt, auch mit den preußisch - pommerschen Wnuk -
Dombrowski (Enkel - von Eichenau).
Seite dem XV. Jahrhundert siedelten die Vertreter des Geschlechts “Schur -
Lipinski” auf dem Territorium des Polnischen Königreiches. Die meisten
Mitglieder des Geschlechts lebten auf dem Gebiet des sogenannten “Prus”, der
Königlichen westpreußischen Länder Polens, die auch die pommerellschen
Woiewodschaften (Provinzen) einschlossen, sowie in den Kreisen oder Powiats
Tschluchowski = Schlochau, Skarszewski, Koszalin, Lembork, Gdansk = Danzig,
Trzemeszno und anderen. Andere Vertreter des Geschlechts lebten im Posener Raum,
in der Wojewodschaft Gnezno (Gniezno) und in der Inowroclauer Wojewodschaft
Dobrzyn. Auch gibt es Hinweise über das Leben der Vertreter des Geschlechts
Schur - Lipinski in Litauen. Dort heißt das Szur/Zur - Wappen , das in Polen
auch Namiot = Zelt gerufen wurde “Kisiel”, das von der dortigen gleichnamigen
Magnatenfamilie aber ebenfalls mit “Namiot” benannt wird. Es ist zu vermuten,
daß das Haus “Szur” in Diensten des mächtigen Magnatengeschlechts Kisiel stand.
Diese Deutung lässt zu, daß das Wappen “Szur” oder Namiot Verbreitung in den
westpreußischen Ländern des Polnischen Reiches finden konnte.
S. Hg. Illistrissimus Fürst W.W. Hojalowicz, der bekannte Heraldiker,
unterstützt in seinem Buch von 1670 in Wilno mit der Schilderung des Wappens
“Schur/Szur” oder “Namiot” die Präsenz des Geschlechts in Litauen. Das
Geschlecht der Schur/Szur - Lipinski´s wurde im Jahre 1843 - 1844 als polnische
Adelige anerkannt.
Kazimirus Dei gratia Rex Polonie Magnus dux Lithwanie Russie Prussieque dominus
et heres etc. Ad perpetuam rei memoriam Nobili Felix de Zurek et Schur domus
Szur Fiodarius et Domino de Lipnica fideli dilecto Gratiam Regiam et fauorem
uirtutumque continua incrementa. Et quamuis tu ex tuis predecessoribus Nobile
genus suscepisse ac eo pollere cocnouimus Insigniisque more Nobilium armorum
frui et gaudere Exigunt tamen a nobis uirtutes et menta fideique constancia
quibus in conspectu Maiestatis nostre placere meruisti vt tuam personam morum et
uirtutum culmine decoram dignis honorum fastigiis attollamus et insignum
intemerate fidei quam ad nostram maiestatem geris tua arma seu clenodia
proclamatione Namiot vocitanda apellanda nominanda hoc ordine duximus innouare
approbare ratificare confirmare ac eadem innovamus approbamus ratificamus
confirmamus tenore presentium mediante teque personamque tuam benemeritam modis
omnibus qui nostre Maiestatis Regie Auctoritate spectant et pertinent Nobilidati
adiungentes et asscribentes. Itaque infrascripta arma seu Nobilitatis insigna
cum tua prole legitima supradicta proclamatione vocitanda hisce modis et figuris
designata. In campo rubro tentorium argentei coloris malo aureo nisum tholoque
cum strigis aureis tectum in eius cacumine malum aureum et crux aurea
superpositi. Super galea etiam corona aurea locata quae desuper brachio
cataphracto cum gladio stricto ornata. Galea vero cum quibusdam differentis
ligaminum argentei et rubris colorum indifferenter in superiori et inferiori
partibus decorata. Et prout huiusnodi aram at insignia pictorum magisterio
presentibus sunt depicta pro clariori intuencium certificatione in omnibus et
singulis actibus exercitus militaribus pro honore nostro et Regninostri Polonie
atque tuo gastare valeas atque possis plaenam et omnimodam damus et largimur
facultatem contradictione quorumcunque cessante decernentes authorite nostra
Regia quatenus tam in Curia nostra quam extra et vbicunque locorum omnibus et
singulis pruiegiis libertatibus immunitazibus honoribus gratiis indultis
preeminentiis et exempcionibus de cetero vtaris gaudeas polleas et fruaris
quibus quibus alii quicunque militares et Nobiles quarumqunque stirpium et
domorum Regni nostri Polonie potiuntur pollent et fruuntur de consuedine vel de
Iure non obstantibus quibuscunque Iuribus legibus conswetudinibus vel decretis
quibus de nostra certa scientia in assectione prefate Nobilitatis et delacione
insignium et armorum prefatorum ac dependentibus ex eisdem in fauorem et
ampliorem decorem et exaltacionen tue persone derogamus Leteris itaque fauore
Regio et de tante piietatis munere in te Regia nostra munificentia collato
glorieris et exultes ac tanot fidelioro studio ad honorem amplitudinem et
preuentum et insignitum aspicis munere graciarum. Nulli ergo hominum liceat hanc
paginam nostre innovacionis confirmacionis approbacionis Nobilitacionis et
concessionis infringere aut ei ausu temerario contraire. Si quis autem in
contrarium attemptare presumperit Indignacionem Maiestatis nostrae et penam
municipalem derogantibus Nobilium sangwini inflictam se nouerit incursurum. In
cuius rei testimonium presentes litteras fieri et sigilli nostri appensione
iussiumus communiri. Actum et datum in Ciuitate nostra Gdask feria Sexta in
Cratsino Asscensionis domini Ann eiusdem Millesimo quadringentesiomo
quinquagesimo septimo.
Realtio Venerabilis Iohannis Lutkonis de Brzezie utriusque Iuris doctoris Sacri
Apostolici Palacii causarum auditorum Archidiaconi Gnesensi Regni Polonie
Vicecancellarii.
Zyzemski
© Zurek & Cunow
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