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Wappen und ihre Familien
Die polnischen Wappen und ihre Familien.
Abczyński, Wappen Abdank
Die polnische Abczyński Familie und ihr Wappen.
Abczyński Wappen Abdank, in der Region Großpolen. Legimiert als Adel im
Königreich Polen im Jahre 1854
Dieser Artikel enthält alle wichtigen Angaben über die Wappen des polnischen
Adels, sowie deren Wappengenossen, von den Anfängen des Wappens Abdank bis hin
zur Neuzeit, dessen Entstehung, Entwicklung und Beschreibung. Es benennt die
adligen polnischen Familien, ihre Herkunft und Auftreten teils in Deutscher,
teils in Polnischer Sprache. Behandelt wird das polnischen Stammwappen, das aus
der Zeit der Piasten und der Jagiellonen bis 1500 bekannt geworden ist, bis zum
heutigen Zeitpunkt.
Die alten polnischen Stammwappen bildeten in ihrer unverändert gebliebenen Form
ein Kennzeichen der Zusammengehörigkeit der oft zerstreut lebenden Zweige eines
Geschlechts und ein Unterscheidungszeichen von anderen, ein anderes Wappen
führenden gleichnamigen Geschlechtern. Beim polnischen Uradel liegt die
Entstehung des Wappens meist in tiefem Dunkel. Der Stifter wählte das Motiv des
Wappens, sei es aus dem religiösen oder aus dem ritterlichen Leben, wie auch aus
dem ritterlichen Frauendienst, oder er wählte sonst ein Zeichen, das ihm die
Erinnerung an ein ihn betreffendes, öffentliches oder in seinem privaten Leben
bedeutungsvolles Ereignis bewahren sollte; eine Deutung hat sich durch kein
Schriftstück, meist nur durch eine oft sagenhafte Deutung in der Familie
erhalten. Im alten Polen bildeten sich keine Heroldsfiguren in den Wappen aus;
diese haben sich also in ihrer ursprünglichen Gestalt erhalten und waren auch
keinen heraldischen Regeln unterworfen. Das Wappenbild im farbigen ungeteiltem
Schildfelde und der Helmschmuck bildeten das Wappen. Helmdecken und Schildhalter
gehörten nicht zu diesem und waren nur eine vom Ausland angenommene, ganz
bedeutungslose Nebensache. Die Kenntnisse über die polnischen Adelswappen
erweiterte sich nur allmählich. Dlugosz, der erste heraldische Schriftsteller
Polens, gab in seinem Traktat " Insignia seu Clenodia regni Poloniae
(geschrieben 1466 - 70) Nachricht über 103 Wappen, von denen etwa 50 beschrieben
waren. Kromer (gestorben 1569) erwähnte 115 Wappen; Paprocki(gestorben 1614),
gab in seinen Hauptwerken 1578 und 1584 schon Nachricht über 220 Wappen. Okolski
(gestorben 1654) brachte die Zahl bis auf 290. Konopacki hinterließ ein
Manuskript über die preußischen und Kolajowicz (gestorben 1674) über die
litauischen Wappen. Aus diesen Schriftstellern schöpfte Niesiecki (gestorben
1739) und beschrieb etwa 500 Wappen. Nach diesem schreiben über Familien und
Wappen noch: Dunczewski, Warszyckl, Kuropatnicki, Krasicki, Malachowski und
Wieladek. Was die letztgenannten brachten, benutzte Bobrowicz um in seiner
Neuausgabe (1839 - 46) des Werkes von Niesiecki, kritisierende, berichtigende
und vervollständigende Zusätze zu machen. Der Historiker Lelewel verfasste in
dieser Neuausgabe Niesiecki's Abhandlungen über die Entstehung und Entwicklung
des polnischen Adels- und Wappenwesens. Besonders wichtig sind noch folgende
Werke von Sinapius über Schlesien, von Milewski über Masowien, Ketrzynski über
Preußen, Borkowski über Galizien, Zychlinski über Großpolen und von Piekosinski
"Die polnische Ritterschaft des Mittelalters" und von Malecki "Heraldische
Studien." Erklärend muss noch erwähnt werden, dass in Polen bis zu mehreren
hundert unterschiedliche und verschiedenartige Familien dasselbe Wappen führen
konnte. Diese Verbindung nannte man eine Wappengenossenschaft. Das polnische
Wort für Wappen lautet "Herb = Erbe", abgekürzt h.
Die Schreibweisen einiger adliger polnischer Namen können sich im Laufe der Zeit
ebenfalls mehrmals geändert haben. Das gilt vor allem für die Familien, die
später im, deutschen Adel Aufnahme fanden. Die diakritischen Zeichen konnten in
der deutschen Rechtschreibung nicht immer Aufnahme finden.
Das polnische Alphabet enthält durch die verschiedensten diakritischen Zeichen
mehr Buchstaben, als das deutsche Alphabet. Es wäre natürlich historisch
korrekter gewesen, die Adelsfamilien gemäß der Reihenfolge und Stellung der
Buchstaben im polnischen Alphabet aufzuführen. Dies hätte jedoch zu der
Schwierigkeit geführt, dass man polnisches und deutsches Alphabet in der
Buchstabenreihenfolge beider Alphabete hätte verwenden müssen, was aber zum
Beispiel beim erfassen des Namenregisters wegen der Buchstabenwertigkeit zu
Problemen geführt hätte. So sind die Namen in erster Linie nach der Reihenfolge
bzw. Buchstabenfolge des deutschen Alphabets aufgebaut, was dessen Inhalt und
Aussagekraft aber keinen Abbruch tut, da auf jeder Seite der deutschen
Schreibweise des polnischen Namens, auch die jeweils korrekte polnische
Schreibweise folgt, sofern dies überhaupt notwendig ist, wegen der vielfach
gleichen Schreibweise im Deutsche sowohl auch Polnischen. Auch auf den Seiten
der Wappenabbildungen erscheinen die Wappennamen auf beide Schreibweisen. So
wird er Text deutschen und auch polnischen Lesern gerecht. Dieses Buch führt von
den Anfängen des polnischen Fürstentums bzw. Königreichs bis zur Neuzeit.
Nachstehend werden nun zuerst die alten polnischen Stammwappen, die aus der Zeit
der Piasten und aus der Zeit der Jagiellonen bis 1500 bekannt geworden sind, -
dann die später hinzugekommenen Wappen behandelt.
Wappenbeschreibung Abdank:
In rotem Felde ein schwebender silberner Balken, der in Form eines W gebrochen
ist. Helmschmuck: ein gleicher Balken. Der Ursprung dieses Wappens wird
legendenhaft in die Zeit des Fürsten Krakus (um 700) zurückgeführt und darüber
gesagt: Ein einfacher Mann Namens Skuba habe dem Fürsten Krakus das Mittel
angegeben, den in einer Höhle des Schlossberges Wawel zu Krakau hausenden und
die Umgegend verheerenden Drachen zu töten, und habe dafür von dem Fürsten ein
W, als den ersten Buchstaben von Wawel, oder von Waz (die Schlange) als Wappen
erhalten. Nach diesem ersten Besitzer wurde das Wappen Skuba genannt. Dann wird
gesagt: es sei dieses Wappen einem tapferen Manne Skuba verliehen worden, der
unter den Augen des Fürsten einen kräftigen Deutschen mutvoll besiegt habe, wohl
in früher heidnischer Zeit. Es muss hierzu jedoch bemerkt werden, dass es in der
heidnischen Zeit in Polen noch keine persönlichen Wappen gab, ebenso wenig
hatten die Slawen zur Zeit des Krakus eine Schriftsprache, kannten also noch
kein W. Es ist wohl richtiger. © Zurek &
Cunow
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